GameStop plant massiven Stellenabbau bei eBay-Übernahme
Der Videospielhändler kündigt Effizienzmaßnahmen an, falls die Akquisition zustande kommt.
Ryan Cohen, Vorstandsvorsitzender des Videospielhändlers GameStop, hat angekündigt, bei einer erfolgreichen Übernahme von eBay mit erheblichen Personalkürzungen zu rechnen. In einer öffentlichen Stellungnahme machte Cohen deutlich, dass ein Stellenabbau notwendig sei, um den Online-Marktplatz effizienter zu gestalten und dessen wirtschaftliche Leistung zu verbessern.
Cohen begründet seinen Kurs mit Verweis auf die gegenwärtige Situation bei eBay. Der Online-Marktplatz habe strukturelle Probleme, die durch eine Straffung der Unternehmensorganisation gelöst werden könnten. Dabei zeichnet sich ab, dass der GameStop-Chef radikale Veränderungen plant – ähnlich wie bei seinen früheren Reorganisationen.
Übernahmepläne noch nicht konkretisiert
Bislang handelt es sich bei den Plänen Cohens um hypothetische Szenarien. Eine tatsächliche Übernahme von eBay durch GameStop steht noch nicht unmittelbar bevor. Allerdings deuten die konkreten Aussagen des GameStop-Chefs darauf hin, dass er sich intensiv mit einer möglichen Akquisition auseinandersetzt.
eBay beschäftigt weltweit mehrere zehntausend Mitarbeiter. Ein „umfassender Stellenabbau" würde damit eine große Zahl von Arbeitnehmern betreffen. Welche Abteilungen besonders stark von den geplanten Einsparungen betroffen wären, ist noch nicht bekannt.
Strategie der radikalen Kostenreduktion
Cohens Ansatz folgt einem Muster, das er bereits bei GameStop verfolgt hat. Der CEO ist für aggressive Umstrukturierungen bekannt, die er als notwendig für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit einstuft. Bei GameStop führten solche Maßnahmen zu erheblichen Umbrüchen im Unternehmen.
Ob die ehrgeizigen Expansionspläne Cohens sich realisieren lassen, bleibt abzuwarten. Eine Übernahme von eBay – einem der weltweit bedeutendsten Online-Marktplätze – wäre eine Mega-Transaktion von enormem Ausmaß. Regulatorische Hürden und Finanzierungsfragen könnten sich als Hindernisse erweisen.
Für die Mitarbeiter bei eBay dürfte Cohens Ankündigung beunruhigend wirken. Die explizite Erwähnung von Stellenabbau vor einer möglichen Übernahme signalisiert, dass tiefgreifende Veränderungen zu erwarten wären. Branchenexperten warten nun ab, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob es tatsächlich zu konkreten Übernahmeverhandlungen kommt.