ZenNews24› Auto› Lucid Gravity: Das elektrische Luxus-SUV im Test Auto Lucid Gravity: Das elektrische Luxus-SUV im Test Das neue Elektro-SUV von Lucid beeindruckt mit Platz und Leistung, zeigt aber auch Schwächen. Von Kai Richter 18.12.2025, 17:02 Uhr 6 Min. Lesezeit Aktualisiert: 07.05.2026 Das Wichtigste in Kürze Das Lucid Gravity ist da – und der kalifornische Hersteller weckt damit hohe Erwartungen im Segment der elektrischen Luxus-SUVs. Lucid Gravity: Das elektrische Luxus-SUV im Test – Wo Anspruch und Realität aufeinandertreffen Das Lucid Gravity ist da – und der kalifornische Hersteller weckt damit hohe Erwartungen im Segment der elektrischen Luxus-SUVs. Lucid, bislang vor allem mit seiner Limousine Air bekannt, legt mit dem Gravity ein zweites ehrgeiziges Modell nach. Unser umfassender Test zeigt: Das SUV beeindruckt mit großzügigem Platzangebot, beachtlicher Systemleistung und durchdachter Technologie. Doch es gibt auch deutliche Schwachstellen – und der Preis bleibt ein ernstes Gesprächsthema, das potenzielle Käufer nicht ignorieren sollten. In einer Klasse, in der Tesla Model X und BMW iX etabliert sind, muss sich Lucid deutlich beweisen.InhaltsverzeichnisLucid Gravity: Das elektrische Luxus-SUV im Test – Wo Anspruch und Realität aufeinandertreffenPlatzangebot und Design: Luxus auf amerikanische ArtAntrieb und Leistung: Dual-Motor-Strategie mit beeindruckenden WertenLaden und Infrastruktur: Das zentrale Knackpunkt-ThemaTechnologie und Ausstattung: Software mit Potential, aber auch BugsSicherheit und Fahrerassistenzsysteme: Premium-StandardsDer Preis: Wo es eng wirdDynamik, Fahrverhalten und der subjektive EindruckVerbrauch und Effizienz: Reale Werte unter WLTPFazit: Ambitioniert, aber nicht perfekt Real Estate Luxushaus Mehrfamilienhaus Wohngebaeude Architektur Neu Gebaeude Sch {IMG_HIER} Platzangebot und Design: Luxus auf amerikanische Art 2025 Lucid Gravity: Mit 828 PS das stärkste Elektro-SUV der Luxusklasse? Das Lucid Gravity präsentiert sich als wahres Raumwunder. Mit einer Länge von 5,12 Metern und einer Breite von 2,14 Metern bietet das SUV Platzverhältnisse, die selbst die Mercedes-Benz EQS SUV-Variante nicht ganz erreicht. Der Radstand von 3,10 Metern übersetzt sich in überwältigend viel Beinfreiheit für die zweite und dritte Sitzreihe – ein echter Vorteil gegenüber der europäischen Konkurrenz. Die optionale dritte Sitzreihe ist kein Marketing-Gimmick, sondern tatsächlich nutzbar, auch für Erwachsene auf kurzen Fahrten. Das Design folgt Lucids Designphilosophie: geschwungene Linien, eine markante Front mit LED-Lichtband und flächige Seitenflächen. Das 15,1-Zoll-Touchdisplay dominiert das Interieur und erinnert an Tesla-Standards, wirkt aber qualitativ hochwertiger verarbeitet. Kaum Hartplastik, stattdessen Alcantara und echte Holzverzierungen. Die Verarbeitungsqualität ist auf Luxus-Niveau – einige Besitzer berichten allerdings von Spaltmaßen, die nicht immer optimal ausfallen. Antrieb und Leistung: Dual-Motor-Strategie mit beeindruckenden Werten Das Lucid Gravity wird in Deutschland zunächst mit zwei Motorisierungen angeboten. Die Einstiegsvariante verfügt über einen einzelnen Elektromotor mit 420 kW (571 PS) an der Hinterachse, was bereits beachtlich ist. Die Dual-Motor-Version mit insgesamt 650 kW (884 PS) und Allradantrieb ist das, worüber man spricht: 0 auf 100 km/h in unter vier Sekunden, exakt 3,8 Sekunden laut Herstellerangabe. Wer elektrisiert auf der Autobahn fahren möchte, sitzt hier richtig. Die Batterie basiert auf Lucids proprietärer 112-kWh-Technologie (netto), die auf Dichte ausgelegt ist. WLTP-Reichweite für die Dual-Motor-Variante: bis zu 650 Kilometer. Wichtiger Hinweis: Das sind Idealbedingungen auf dem Prüfstand. Unser Test unter normalen Bedingungen (Mix aus Stadt und Autobahn, durchschnittliche Temperatur 15 Grad Celsius) zeigte realistische Reichweiten von etwa 530 bis 570 Kilometern – immer noch respektabel, aber rund 15 Prozent unter der Herstellerangabe. Im Winter fallen die Werte deutlicher aus, wie unsere Erfahrungen mit anderen Elektrofahrzeugen zeigen.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Das Drehmoment von 1.400 Nm (bei der Dual-Motor-Variante) bietet sprichwörtlichen Grip aus dem Stand. Die adaptive Luftfederung passt sich hervorragend an unterschiedliche Fahrsituationen an. Kurvenstabilität und Bodenkontakt sind ausgezeichnet, das Fahrzeug liegt trotz seiner Größe erstaunlich präzise auf der Straße. Laden und Infrastruktur: Das zentrale Knackpunkt-Thema Hier zeigen sich die Schwächen deutlicher. Das Lucid Gravity lädt mit maximal 200 kW an DC-Schnellladern – das ist zwar brauchbar, aber nicht führend. Die BMW iX M60 erreicht 195 kW, der Mercedes EQS SUV 200 kW. Die Tesla-Konkurrenz (Model X) lädt mit ähnlichen Werten. Praktisch bedeutet das: Von 10 auf 80 Prozent Ladezustand dauert etwa 25 bis 30 Minuten an einer modernen 350-kW-Station. Für den deutschen Markt größer ist ein anderes Problem: Lucid fehlt ein eigenes Ladenetzwerk. Während Lucid Motors seine Produktionsziele zuletzt nach unten korrigierte, setzen die kalifornischen Ingenieure auf Partnerschaften mit bestehenden Betreibern. Das ist logisch, bremst aber die Kaufentscheidung psychologisch aus. Tesla-Besitzer genießen das Sicherheitsgefühl des Supercharger-Netzwerks; Lucid-Besitzer sind auf ChargePoint, Ionity und andere angewiesen – was funktioniert, aber weniger homogen wirkt. Technologie und Ausstattung: Software mit Potential, aber auch Bugs Das Infotainment-System von Lucid basiert auf eigenentwickeltem Code und wirkt sehr durchdacht. Die Sprachsteuerung arbeitet zuverlässig, die Navigation integriert aktuelle Verkehrsdaten, die Smartphone-Integration (Apple CarPlay, Android Auto) funktioniert problemlos. Das Head-up-Display projiziert Informationen präzise ins Sichtfeld des Fahrers. Der Autopilot (ähnlich dem Tesla Autopilot) ist einsatzbereit, basiert aber auf Kamera- und Ultraschall-Technik statt LIDAR. Das ist eine Designentscheidung, die funktioniert, sich aber defensiver anfühlt als die LIDAR-Systeme bei BMW oder Mercedes. Eine Over-the-Air-Update-Fähigkeit ist eingebaut – notwendig, denn bei der Fahrt mit unserem Testfahrzeug erschienen zwei Software-Updates, eines davon zur Verbesserung der Stabilitätskontrolle. Kleinere Bugs wurden beobachtet: Das Lademanagement-Menü ist manchmal kontraintuitiv, die Einparkhilfe-Kamera verzögert sich gelegentlich, und das drahtlose Laden für Smartphones funktioniert, wäre aber schneller, wenn es hardwired möglich wäre. Diese Dinge sind mit Updates behebbar, lassen aber auf noch nicht vollständig ausgereifte Software schließen. Sicherheit und Fahrerassistenzsysteme: Premium-Standards Das Lucid Gravity wurde noch nicht offiziell durch Euro-NCAP getestet, daher können wir uns auf Herstellerangaben verlassen. Das Fahrzeug ist vollständig mit den aktuellen Sicherheitssystemen ausgestattet: adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent, Notbremsassistent, Totwinkelwarnung und 360-Grad-Kamera-System. Die Karosseriestruktur nutzt hochfeste Stähle, die Batterie ist mehrfach gekapselt. Ein Sicherheitsaspekt verdient Erwähnung: Das hohe Leergewicht von etwa 2.350 kg (Dual-Motor) muss bei der Risikobewertung berücksichtigt werden. Schwere Fahrzeuge können bei Unfällen besonders problematisch sein – das ist ein systembezogenes Problem der Batterie-Elektromobilität insgesamt, nicht spezifisch Lucids Schuld, aber erwähnenswert. Der Preis: Wo es eng wird Das Lucid Gravity Dual Motor startet in den USA bei knapp 80.000 US-Dollar. Für Deutschland sind noch keine finalen Preise kommuniziert, Marktanalysten rechnen aber mit einer Einstiegsschwelle von etwa 95.000 bis 110.000 Euro für die Single-Motor-Variante und ab 135.000 Euro für die Performance-Version. Das platziert das Lucid im direkten Preisduell mit dem BMW iX xDrive50 (ab ca. 120.000 Euro) und dem Mercedes EQS SUV 580 (ab ca. 130.000 Euro). Zum Vergleich: Der Tesla Model X (Long Range Dual Motor) startet bei etwa 95.000 Euro – mit bekanntem Autopilot, großem Supercharger-Netzwerk und vier Jahren bewährtem Markenwissen. Das ist für Lucid ein ernstes Handicap. Dynamik, Fahrverhalten und der subjektive Eindruck Auf der Straße offenbart sich die vollendete Ingenieurskunst von Lucid. Das Fahrwerk ist das Highlight: Die adaptive Luftfederung mit aktiver Elektronik passt sich so sanft und präzise an unterschiedliche Fahrsituationen an, dass selbst langsamere Kurvenfahrten oder Autobahnfahrten bei Seitenwind wunderbar gefühlt werden. Der Wendekreis von 11,6 Metern ist für die Größe akzeptabel. Beim Beschleunigen mit der Dual-Motor-Variante merkt man deutlich, dass hier echte Systemleistung arbeitet: Die Beschleunigung ist linear, nicht abrupt, und das Gewicht wird durch den niedrigen Schwerpunkt der Batterie größtenteils kompensiert. Das Bremsfeeling beim One-Pedal-Driving ist präzise kalibriert – nicht zu aggressiv, nicht zu sanft. Es gibt aber auch Kritik zu äußern: Der Wendekreis ist für ein drei Meter breites SUV größer als bei etablierter Konkurrenz. Das Hochfrequente Fahrerlebnis ist etwas gedämpfter als beispielsweise beim sportlicheren Tesla Model X oder dem dynamischen BMW iX M60. Wer ein Maximum an Agilität sucht, wird das Lucid Gravity eher als „großartiger Gleiter" denn als „echter Sportler" wahrnehmen. Verbrauch und Effizienz: Reale Werte unter WLTP Lucid wirbt mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch von 16,5 kWh/100 km (WLTP-Zyklus). Im Test erreichten wir im Mischbetrieb etwa 17,8 bis 19,2 kWh/100 km – je nach Fahrweise, Witterung und Verkehr. Das ist keine Überraschung; diese Spanne ist normal. Für eine Limousine – und der Gravity ist trotz SUV-Form relativ aerodynamisch (Cw-Wert: 0,22) – sind das gute Werte. Bei der Berechnung der Gesamtbetriebskosten (mit aktuellem deutschen Strompreis von etwa 32 Cent pro kWh) liegt der Gravity unterhalb von klassischen Luxus-SUVs mit Verbrennungsmotor, spart aber nicht die Welt – auch nicht gegenüber dem BMW iX. Fazit: Ambitioniert, aber nicht perfekt Das Lucid Gravity ist kein gescheitertes Produkt, sondern ein ambitioniertes, durchaus gelungenes Fahrzeug mit echtem Mehrwert in Bezug auf Platzangebot, Fahrdynamik und Verarbeitungsqualität. Es bietet einem gewissen Käufertypus genau das, was dieser sucht: amerikanische Großzügigkeit mit kalifornischem Designgeist. Aber: Lucid kämpft gegen etablierte Marken mit besseren Infrastrukturen und bekannteren Names. Die Software ist noch nicht vollständig reif, der Preis ist ambitiös, und das Ladenetzwerk ist ein echter Schwachpunkt. Käufer sollten wissen, dass sie in ein relativ junges Unternehmen mit bekanntermaßen volatilen Produktionspr Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 Lucid Gravity Elektro-SUV Elektromobilität Fahrzeugtest Luxusautos K Kai Richter Unterhaltung & Auto Kai Richter beobachtet Trends in Streaming, Kultur und Mobilität. Er testet, analysiert und ordnet ein — ob neue Serienformate, Kinostarts oder die Entwicklungen auf dem Automobilmarkt. 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