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PSG gewinnt Champions League: 890 Festnahmen nach Krawallen in Paris

Von ZenNews24 Redaktion 2 Min. Lesezeit
PSG gewinnt Champions League: 890 Festnahmen nach Krawallen in Paris
Das Wichtigste in Kürze
  • PSG hat im Elfmeterschüngen gegen Arsenal die Champions League verteidigt
  • Die Siegesnacht wurde von schweren Ausschreitungen überschattet: 890 Festnahmen, ein Todesopfer, 180 verletzte Polizisten

Es sollte ein Abend des Jubels werden — und wurde zu einer Nacht der Verwüstung. Paris Saint-Germain hat im Champions-League-Finale in Budapest den FC Arsenal im Elfmeterschießen bezwungen und damit den Titel verteidigt. Doch kaum war der letzte Elfmeter verwandelt, verwandelten sich die Straßen von Paris in ein Chaos: Mehr als 890 Menschen wurden in ganz Frankreich festgenommen, ein Mann starb bei einem Motorradunfall in der Hauptstadt. Präsident Emmanuel Macron sprach von inakzeptabler Gewalt.

Das Finale in Budapest: PSG triumphiert im Elfmeterschießen

Das Endspiel in Budapest hielt, was es versprochen hatte: eine dramatische Partie auf höchstem europäischem Niveau. PSG und Arsenal lieferten sich ein ausgeglichenes Duell, das erst im Elfmeterschießen seine Entscheidung fand. Die Pariser setzten sich mit kühlen Nerven durch und sicherten sich damit erneut den begehrten Henkelpott. Für den französischen Serienmeister bedeutet der Triumph die Bestätigung als führende Macht im europäischen Klubfußball.

Auf den Rängen des Stadions feierten zehntausende mitgereiste PSG-Fans den Triumph ihres Klubs — friedlich, ausgelassen, unvergesslich. Doch zeitgleich eskalierte die Lage rund um den Arc de Triomphe und entlang der Champs-Élysées dramatisch.

Paris brennt: Champs-Élysées außer Kontrolle

Rund 20.000 Menschen strömten nach dem Abpfiff auf die berühmteste Promenade der Welt. Was zunächst als Massenfeier begann, entglitt schnell. Kleinere Gruppen setzten Mülltonnen und Leihfahrräder in Brand, Schaufenster wurden eingeschlagen, Autos angezündet. Das Rathaus des 8. Arrondissements stellte fest: Die Champs-Élysées seien von einem Festplatz zu einem „Ort der urbanen Guerillakriegsführung“ geworden.

Die Behörden hatten 8.000 Polizisten allein in Paris postiert, landesweit waren es 22.000 Beamte. Trotzdem konnten die Ausschreitungen nicht verhindert werden. Mindestens 180 Polizisten wurden verletzt. Die Bilanz der Nacht: 890 Festnahmen, 277 davon in formellen Gewahrsam genommen — darunter 82 Minderjährige. Ein junger Mann starb nach einem Motorradunfall in der Hauptstadt.

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Die Zahlen der Krawallnacht

  • 890+ Festnahmen in ganz Frankreich
  • 277 Personen in Polizeigewahrsam, davon 82 Minderjährige
  • 180 verletzte Polizisten
  • 1 Todesopfer (Motorradunfall, Paris)
  • 20.000 Menschen auf den Champs-Élysées
  • 22.000 Polizisten landesweit im Einsatz

Macron verurteilt die Gewalt

Präsident Emmanuel Macron meldete sich noch in der Nacht zu Wort und verurteilte die Ausschreitungen scharf. Die Gewalt gegen Polizisten, das Zerstören von Eigentum und das Anzünden von Fahrzeugen seien vollkommen inakzeptabel. Innenminister Laurent Nuñez kündigte eine harte Reaktion der Justiz an. Die Vorfälle seien 45 Prozent schlimmer als nach dem Vorjahresfinale, als PSG in München gegen Inter Mailand gewonnen hatte.

Schatten über dem Triumph

PSG selbst hat mit den Ausschreitungen nichts zu tun — der Klub feierte würdevoll, die Spieler weinten Freudentränen. Doch die Bilder der brennenden Autos und der verletzten Polizisten werden den Triumph überschatten. Es ist ein bekanntes Muster in Frankreich: Fußballerfolge enden in Teilen der Bevölkerung mit Gewalt. Experten fordern ein Umdenken — nicht nur bei der Polizeitaktik, sondern auch bei der Frage, wie ein Land kollektive Freude ohne Eskalation feiern kann.

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