ZenNews24› Sport› Franziska Preuß: "Der mentale Druck im Biathlon i… Sport Franziska Preuß: "Der mentale Druck im Biathlon ist enorm" Deutschlands beste Biathletin spricht im Interview über Nerven, Schlaf und Schießen. Von Sarah Müller 30.12.2024, 00:00 Uhr 6 Min. Lesezeit Aktualisiert: 08.05.2026 Das Wichtigste in Kürze Franziska Preuß sitzt im Studio und spricht über etwas, das Millionen Zuschauer bei der Übertragung nicht sehen: den mentalen Abgrund beim liegenden Schießen. Franziska Preuß sitzt im Studio und spricht über etwas, das Millionen Zuschauer bei der Übertragung nicht sehen: den mentalen Abgrund beim liegenden Schießen. Ihre Worte sind eine klare Ansage — und gleichzeitig das ehrlichste Geständnis, das eine Spitzensportlerin derzeit machen kann. Der mentale Druck im Biathlon ist enorm, sagt sie. Punkt. Keine Ausrede, keine Beschönigung. Das verdient Respekt und eine intensive Auseinandersetzung damit, was dahintersteckt.InhaltsverzeichnisWas Franziska Preuß wirklich gesagt hatUnsere Analyse: Was dahinterstecktWas diese Aussagen für den Biathlon-Sport bedeutenFazit: Preuß setzt ein Zeichen, das zählt Das Wichtigste in KürzeWas Franziska Preuß wirklich gesagt hatUnsere Analyse: Was dahinterstecktWas diese Aussagen für den Biathlon-Sport bedeutenFazit: Preuß setzt ein Zeichen, das zählt Was Franziska Preuß wirklich gesagt hat In der Saison muss sie ständig liefern, ständig präzise schießen, ständig vorne sein — oder zumindest nah genug dran, dass die Öffentlichkeit zufrieden bleibt. Im aktuellen Interview mit ran.de spricht Deutschlands beste Biathletin unverhohlen über die psychische Belastung, die beim Schießen — besonders in der liegenden Position — auf Athletinnen lastet. Sie erklärt, dass Fans die innere Anspannung nicht sehen können, dass die Kamera diese Zerreißproben nicht einfangen kann. Preuß macht deutlich: Am Schießstand passiert nicht nur technisch etwas, sondern auch mental ein Kampf, der das Rennen entscheidet oder zerstört. Die Kernaussage: Beim liegenden Schießen geht es nicht nur um technische Perfektion, Atemkontrolle und Muskelgedächtnis. Es geht um mentale Stabilität unter extremem Druck — um die Fähigkeit, in einem Moment der völligen Konzentration zu bleiben, wenn Tausende Zuschauer atmen, wenn die Gegnerinnen nur Meter entfernt sind, wenn ein Fehlschuss das ganze Rennen kostet. Preuß offenbart außerdem: Schlaf ist ein unterschätzter Faktor, die Nerven spielen eine größere Rolle als viele glauben, und die Vorbereitung darauf beginnt lange vor dem Wettkampf. Das ist keine beiläufige Bemerkung. Das ist ein Durchbruch in der Kommunikation von Spitzensport. Zu oft werden solche Problematiken hinter Floskeln versteckt — hinter „Ich habe alles gegeben" und „Das Team war großartig". Preuß macht es anders. Sie spricht direkt aus, was Elite-Athletinnen täglich durchleben. Das ist mutig, weil es verletzlich macht. Und es ist gleichzeitig kalkuliert klug, weil es zeigt, dass sie ihre Psyche nicht als Schwäche betrachtet, sondern als trainierbares Element ihres Erfolgs. Unsere Analyse: Was dahintersteckt Bei Spitzenbiathleten liegt die Herzfrequenz beim Schießen oft über 180 Schläge pro Minute – der Körper ist in absoluter Anspannung, während Präzision auf wenige Millimeter ankommt. Diese physisch-mentale Extrembelastung macht Biathlon zu einer der psychologisch anspruchsvollsten Sportarten überhaupt. Der Kontext, den viele vergessen Franziska Preuß sitzt nicht zufällig vor der Kamera und redet über ihre Nerven. Sie ist derzeit die erfolgreichste deutsche Biathletin, trägt die Erwartungen des ganzen Landes auf ihren Schultern. Das ist eine Position, die mental zerreißen kann. In der Saison muss sie ständig liefern, ständig präzise schießen, ständig vorne sein — oder zumindest nah genug dran, dass die Öffentlichkeit zufrieden bleibt. Der Druck kommt von außen: Sponsoren, Medien, Fans, Verbandsfunktionäre. Aber er kommt auch von innen: von sich selbst, von der Hingabe, vom Ehrgeiz, der Menschen auf dieses Niveau treibt.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Wenn Preuß jetzt öffentlich über diese mentale Last spricht, dann signalisiert sie etwas sehr Wichtiges: Ich bin Mensch, nicht Maschine. Und diese Menschlichkeit ist nicht ihre Schwäche, sondern ihre größte tägliche Herausforderung. Wer das nicht versteht, versteht Biathlon nicht wirklich — und versteht auch nicht, warum ein einziger Fehlschuss bei einer Weltmeisterschaft eine ganze Karriere überschatten kann. Der Zeitpunkt dieser Aussagen ist ebenfalls relevant. Biathlon erlebt derzeit ein Comeback in der öffentlichen Wahrnehmung. Die Sportart wurde lange von Fußball und anderen Disziplinen in den Schatten gestellt, doch jetzt — mit Athletinnen wie Preuß an der Spitze — findet sie wieder ihre Bühne. Und in diesem Moment die beste Athletin zu Wort kommen zu lassen, die nicht über Gold und Silber spricht, sondern über Angst und Konzentration, über Schlaf und Herzfrequenz — das ist authentischer Sportjournalismus. Das schafft Identifikation. Das macht Biathlon greifbar für Menschen, die noch nie einen Skistock in der Hand gehalten haben. Was der Sport uns hier lehrt Es gibt einen Grund, warum Biathlon so faszinierend ist — und dieser Grund liegt nicht allein in der Kombination aus Ausdauer und Präzision. Es liegt darin, dass der Sport den menschlichen Widerspruch sichtbar macht: Du läufst mit maximalem Körpereinsatz, bringst dein Herz an seine Grenzen, und musst dann in Sekundenbruchteilen zur Ruhe kommen. Das ist physiologisch absurd. Das ist mental nahezu unmöglich. Und trotzdem gelingt es den Besten immer wieder. Preuß erklärt diesen Widerspruch nun öffentlich. Sie redet nicht drumherum. Sie sagt: Ja, es ist schwer. Ja, die Nerven sind real. Ja, Schlaf entscheidet. Das klingt simpel, ist aber revolutionär — denn in einer Welt, in der Spitzensportler oft als unantastbare Helden verkauft werden, ist Verwundbarkeit das subversivste Statement, das jemand machen kann. Es zerstört das Bild der perfekten Maschine. Und das ist gut so. Für junge Athletinnen und Athleten, die gerade in ihrer Karriere stecken und denken, dass mentale Schwäche ein persönliches Versagen ist, sendet Preuß ein Signal: Du bist nicht allein. Auch die Beste hat Momente, in denen es wackelt. Auch die Weltspitze kämpft. Was der deutsche Biathlon-Nachwuchs von dieser Offenheit lernen kann, wird die nächste Generation zeigen. AspektAussage von PreußEinordnung Liegend Schießen„Mentale Komponente ist entscheidend"Der kritischste Moment des Rennens — Fehler kosten direkt Strafrunden oder wertvolle Sekunden Schlaf & RegenerationUnterschätzte Faktoren der VorbereitungElite-Athleten schlafen 8–10 Stunden täglich; Schlafmangel senkt Schießquoten messbar Nerven im Wettkampf„Größer als viele Fans glauben"Herzfrequenz beim Schießen kann auf über 180 bpm steigen — das erfordert extreme Selbstkontrolle Gegnerinnen-NäheZusätzlicher psychischer StressorBiathlon ist eine der wenigen Sportarten, in denen Rivalen buchstäblich Schulter an Schulter schießen Sichtbarkeit für Zuschauer„Fans sehen es nicht auf dem Bildschirm"Das innere Erleben von Athleten bleibt in TV-Übertragungen strukturell unsichtbar Was diese Aussagen für den Biathlon-Sport bedeuten Preuß tut mit diesem Interview etwas, das über ihre eigene Person hinausgeht. Sie öffnet eine Tür, die im deutschen Leistungssport noch immer zu oft verschlossen bleibt: die Tür zu einem ehrlichen Gespräch über mentale Gesundheit im Hochleistungssport. Das Thema ist nicht neu — aber es ist noch immer nicht selbstverständlich. Noch immer gibt es Trainer, Verbände und Umfelder, die psychische Belastung als Schwäche abtun, als etwas, das man „wegatmet" oder „wegtrainiert". Preuß widerspricht dieser Haltung nicht mit einem Manifest, sondern mit ihrer bloßen Präsenz und ihren Worten. Sie sagt: Das ist real, das ist groß, und ich spreche darüber. Das ist keine Schwäche — das ist Führungsstärke. Wie mentale Stärke im modernen Spitzensport trainiert wird, ist ein Thema, das längst in der Breite ankommen müsste. Und es gibt einen weiteren Aspekt, der in der Berichterstattung zu selten erwähnt wird: Franziska Preuß hat in ihrer Karriere Rückschläge erlebt, die andere Athletinnen zerbrochen hätten. Verletzungen, Krankheiten, Momente, in denen die Form einfach nicht da war. Dass sie heute an der Weltspitze steht und gleichzeitig so klar über mentale Belastung sprechen kann, ist das Ergebnis eines langen, harten Weges — nicht trotz dieser Offenheit, sondern vielleicht auch wegen ihr. Mehr zum Thema: Biathlon-WM 2023: Deutschlands goldene Nacht • Biathlon-Weltcup 2024/25: Deutschlands Abschneiden • Biathlon-Weltcup 2024/25: Deutschlands Abschneiden • Biathlon Saison 2025/26: Deutsche Ambitionen • Biathlon Saison 2025/26: Deutsche Ambitionen und Ziele Fazit: Preuß setzt ein Zeichen, das zählt Man kann dieses Interview als nettes Hintergrundgespräch abtun. Man kann es als PR-Maßnahme lesen. Aber wer genauer hinsieht, erkennt: Franziska Preuß hat hier etwas getan, das im deutschen Sport noch viel zu selten passiert. Sie hat Klartext geredet. Über etwas, das weh tut. Über etwas, das unsichtbar ist. Über etwas, das trotzdem alles entscheidet. Der mentale Druck im Biathlon ist enorm — das hat sie gesagt. Und wir sollten ihr glauben. Nicht weil sie Deutschlands beste Biathletin ist. Sondern weil sie die Einzige ist, die es wirklich weiß. Was die aktuelle Saison von Franziska Preuß über ihren Reifegrad als Athletin verrät, zeigt sich nicht nur in den Ergebnissen — sondern auch in solchen Momenten der Offenheit. Lesen Sie auchSportpsychologie: Wie Top-Athleten Druck meisternBiathlon 2025/26: Kann Deutschland die Skandinavier schlagen?Sportpsychologie: Wie Top-Profis unter Druck performen Quellen:DFB — dfb.deKicker Sportmagazin — kicker.deSport1 — sport1.de Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 Sport Franziska Preuß Druck Biathlon S Sarah Müller Sport & Regional Sarah Müller berichtet über Bundesliga, Leichtathletik und regionale Sportthemen. Sie verfolgt die Entwicklungen im deutschen Profisport und beleuchtet Hintergründe abseits der Tabelle. Das könnte dich interessieren › Sport WM 2026 Live: Algerien legt wegen Lionel Messi Protest ein Gestern Sport Formel 1: Verstappen dominiert – WM-Entscheidung naht 18 Std. her Sport Familienurlaub aktiv: Spielspaß ohne Bildschirm in der Ferienwoche 19.06.2026 Sport Fußball-WM 2026: Das Märchen von der tollen Stimmung 18.06.2026 Sport Bundesliga-Transfer: Bayern holt Superstar für 90 Mio. 18.06.2026 Sport Fußball-WM heute: Das sollten Sie vor den Spielen am Abend und in der Nacht wissen 17.06.2026 Sport Formel 1 in Barcelona: Lewis Hamilton gewinnt erstmals für Ferrari 16.06.2026 Sport Boccia kaufen: Test der 5 besten Sets für Einsteiger und Profis 16.06.2026 Auch interessant › Wirtschaft Interview mit Herfried Münkler: „Als Schutzmacht hat Trump die USA nachhaltig beschädigt“ 3 Std. her Gesundheit Antibiotika-Resistenzen: RKI schlägt Alarm 3 Std. her Gesundheit Hyperemesis gravidarum: Schwanger, krank, nicht ernst genommen 15 Std. her Wirtschaft Brexit: Zehn Jahre haben dem Handel massiv geschadet 17 Std. her International Iran-Verhandlungen: Israel ordnet Stopp für Kämpfe im Libanon an, JD Vance in der Schweiz gelandet 20 Std. her Gesellschaft Taylor Swift und Travis Kelce: Wird da etwa doch schon geheiratet? 23 Std. her Digital KI-Chips: Nvidia verliert Marktführerschaft in Europa 19 Std. her Gesellschaft Wohnungsnot: Junge Erwachsene ziehen später aus 21 Std. her Mehr aus Sport › Sport WM 2026 Live: Algerien legt wegen Lionel Messi Protest ein Gestern Sport Formel 1: Verstappen dominiert – WM-Entscheidung naht 18 Std. her Sport Familienurlaub aktiv: Spielspaß ohne Bildschirm in der Ferienwoche 19.06.2026 Sport Fußball-WM 2026: Das Märchen von der tollen Stimmung 18.06.2026 Sport Bundesliga-Transfer: Bayern holt Superstar für 90 Mio. 18.06.2026 Sport Fußball-WM heute: Das sollten Sie vor den Spielen am Abend und in der Nacht wissen 17.06.2026 Sport Formel 1 in Barcelona: Lewis Hamilton gewinnt erstmals für Ferrari 16.06.2026 Sport Boccia kaufen: Test der 5 besten Sets für Einsteiger und Profis 16.06.2026 ← Sport Uli Hoeneß: "Der Bundesliga geht es zu gut" Sport → Frühjahrsklassiker: Flandern und Roubaix trennen Meister von