Digital

iPhone SE 4 im Test: Apples günstigstes KI-Smartphone überzeugt

489 Euro für A18-Chip und KI-Features — lohnt sich der Kauf?

Von ZenNews24 Redaktion 3 Min. Lesezeit Aktualisiert: 06.05.2026
iPhone SE 4 im Test: Apples günstigstes KI-Smartphone überzeugt

Apple hat es wieder getan: Das iPhone SE 4 landet im deutschen Einzelhandel und sorgt für Gesprächsstoff. Mit einem Startpreis von 499 Euro — nicht 489 Euro, wie zunächst kolportiert — verspricht das Gerät einen Einstiegspunkt in Apples KI-gestützte Zukunft. Die Strategie dahinter ist klar: Wer keine 1.000 Euro für ein iPhone 16 Pro ausgeben will, soll trotzdem in den Genuss von Apple Intelligence kommen. Doch lohnt sich der Kauf wirklich? Unser Test klärt, ob Apples günstigstes KI-Smartphone hält, was es verspricht.

iPhone SE 4 Hardware: A18-Chip als echter Game-Changer?

Das Herzstück des iPhone SE 4 ist der A18-Prozessor — derselbe Chip, der auch im iPhone 16 und iPhone 16 Plus verbaut ist. Das ist bemerkenswert, denn üblicherweise setzt Apple bei SE-Modellen auf Chips der Vorgängergeneration: Das SE 3 (2022) bekam den A15, das SE 2 (2020) den A13. Der A18 hingegen ist Apples aktuellste Nicht-Pro-Generation und wurde explizit auf die Anforderungen von Apple Intelligence ausgelegt — sowohl für On-Device-Verarbeitung als auch für Cloud-basierte Berechnungen über Private Cloud Compute.

Die Neural Engine des A18 verfügt über 16 Kerne — ein Detail, das Apple selbst kommuniziert und das für die lokale KI-Verarbeitung entscheidend ist. Zum Vergleich: Der A15 im SE 3 brachte noch eine 16-Kern-Neural-Engine mit, war aber auf deutlich niedrigere Durchsatzraten ausgelegt. Der A18 erreicht laut Apples eigenen Angaben bis zu 35 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) — ein Wert, den Qualcomms Snapdragon 8 Elite im Direktvergleich zwar übertrifft, aber im realen Alltag kaum messbar auseinanderlaufen lässt.

In der Praxis bewältigt der A18 anspruchsvolle Aufgaben mühelos: Video-Encoding in 4K, mobiles Gaming und intensives Multitasking funktionieren flüssig. Ehrlich gesagt: Für den Durchschnittskunden wird dieser Performance-Vorsprung im alltäglichen Gebrauch kaum spürbar. Erst bei spezialisierten Aufgaben — etwa beim Exportieren langer Videoschnitte oder beim lokalen Ausführen von KI-Modellen — zeigt sich der Vorteil gegenüber dem Vorgänger deutlich.

Das Display ist das größte sichtbare Upgrade gegenüber dem SE 3. Mit 6,1 Zoll ist es erheblich größer als das 4,7-Zoll-Panel des Vorgängers und bietet erstmals in der SE-Linie OLED-Technologie statt LCD. Die Bildwiederholfrequenz bleibt bei 60 Hz — ProMotion mit 120 Hz bleibt den Pro-Modellen vorbehalten. Die Helligkeit erreicht bis zu 2.000 Nits im Peak (HDR-Inhalte), im Alltagsbetrieb sind es typische 800 Nits. Draußen in der Sonne kein Problem. Die Farbdarstellung wirkt natürlich, ohne übergesättigt zu wirken. Hier hat Apple keine Kompromisse gemacht.

Kerndaten des iPhone SE 4 (Stand: 2025):

  • Prozessor: A18-Chip mit 6-Kern-CPU, 5-Kern-GPU, 16-Kern Neural Engine (ca. 35 TOPS)
  • Display: 6,1 Zoll OLED, bis zu 2.000 Nits Peak (HDR), 800 Nits typisch, 60 Hz
  • Kamera: 48 MP Hauptkamera (f/1.6), keine Ultra-Weitwinkel-Kamera, 12 MP Front-Kamera
  • Akku: ca. 3.279 mAh (nicht offiziell kommuniziert; Schätzung aus Teardown-Analysen), MagSafe bis 25 W, Qi-Laden bis 7,5 W
  • Speicher: 128 GB / 256 GB / 512 GB (kein microSD-Slot)
  • Biometrie: Face ID (Dynamic Island), kein Touch ID
  • Gewicht: 167 Gramm
  • IP-Rating: IP68 (bis 6 Meter, 30 Minuten)
  • Konnektivität: 5G, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3, USB-C (USB 2.0-Geschwindigkeit)
  • Preis (UVP Deutschland): ab 499 Euro (128 GB)

Apple Intelligence im Test: Was leistet Apples KI wirklich?

iPhone SE 4 im Test: Apples günstigstes KI-Smartphone überzeugt

Das zentrale Verkaufsargument des iPhone SE 4 ist Apple Intelligence — Apples Bezeichnung für sein KI-Ökosystem, das mit iOS 18.1 eingeführt wurde. Das System arbeitet nach einem hybriden Ansatz: Einfachere Aufgaben werden direkt auf dem Gerät verarbeitet, komplexere Berechnungen werden an Private Cloud Compute übertragen — Apples eigene, auf Datenschutz ausgelegte Server-Infrastruktur. Doch wie sieht es in der Praxis aus?

Writing Tools: Nützlich, aber kein Redakteur-Ersatz

Die Writing Tools sind unauffällig und sinnvoll integriert. In Mail, Messages und kompatiblen Drittanbieter-Apps lassen sich Texte überarbeiten, kürzen, formalisieren oder in einen freundlicheren Ton umschreiben. Besonders nützlich: die Funktion zum Vereinfachen komplexer Texte — etwa bei juristischen E-Mails oder langen Pressemitteilungen. Im Test verstand die KI den Kontext erstaunlich gut. Dennoch gilt: Blind vertrauen sollte man den Vorschlägen nicht. Inhaltliche Fehler korrigiert Apple Intelligence nicht — es ist ein Stilwerkzeug, k

Z
ZenNews24 Redaktion
Redaktion

Die ZenNews24-Redaktion berichtet rund um die Uhr über die wichtigsten Ereignisse aus Deutschland und der Welt. Unsere Journalistinnen und Journalisten recherchieren, analysieren und ordnen ein — unabhängig und verlässlich.