Gesundheit

Sonnenbrillen: Worauf Sie beim Schutz für die Augen achten sollten

UV-Strahlung schadet den Augen dauerhaft – welche Qualitätsmerkmale eine Sonnenbrille wirklich schützend machen und worauf Käufer achten sollten.

Von ZenNews24 Redaktion 4 Min. Lesezeit
Sonnenbrillen: Worauf Sie beim Schutz für die Augen achten sollten
Das Wichtigste in Kürze
  • Wenn die Sonne vom Himmel lacht und die Temperaturen steigen, greifen Millionen Deutsche zur Sonnenbrille
  • Doch während viele sie hauptsächlich als modisches Accessoire betrachten, ist der richtige Augenschutz ein wichtiges Thema der Gesundheitsvorsorge
  • Die Augen sind empfindliche Organe, und eine…

Wenn die Sonne vom Himmel lacht und die Temperaturen steigen, greifen Millionen Deutsche zur Sonnenbrille. Doch während viele sie hauptsächlich als modisches Accessoire betrachten, ist der richtige Augenschutz ein wichtiges Thema der Gesundheitsvorsorge. Die Augen sind empfindliche Organe, und eine dauerhafte UV-Strahlenbelastung kann zu ernsthaften Schäden führen. Was Sie beim Kauf und der Nutzung von Sonnenbrillen wissen sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Warum UV-Schutz für die Augen so wichtig ist

Die ultraviolette Strahlung der Sonne ist unsichtbar, aber ihre Auswirkungen auf die Augen sind gut belegt. UV-Strahlen werden in drei Kategorien eingeteilt: UVA, UVB und UVC. Während UVC von der Erdatmosphäre nahezu vollständig absorbiert wird, erreichen UVA- und UVB-Strahlung regelmäßig unsere Augen und Haut. Eine Sonnenbrille schützt nicht nur vor dem unangenehmen Blendeffekt, sondern dient auch als Barriere gegen langfristige UV-Schäden.

Zu den möglichen Langzeitfolgen unzureichenden UV-Schutzes zählen die vorzeitige Linsentrübung (Katarakt), die altersbedingte Makuladegeneration sowie chronische Reizungen der Hornhaut. Besonders problematisch ist, dass UV-Strahlung die Augen schädigen kann, ohne dass Betroffene es unmittelbar bemerken. Die Effekte zeigen sich oft erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Deshalb ist es sinnvoll, bereits in jungen Jahren auf geeigneten Sonnenschutz zu achten.

In Deutschland ist die Aufklärung über UV-Schutz für die Augen noch weniger verankert als der Sonnenschutz für die Haut – obwohl die Prävention von Augenschäden einen vergleichbaren Stellenwert verdient. Gerade bei längeren Aufenthalten im Freien, in Hochlagen oder in südlichen Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung ist eine geeignete Sonnenbrille unverzichtbar. Wer sich regelmäßig draußen aufhält, sollte auch die Zusammenhänge zwischen Augenpflege und Allgemeingesundheit kennen.

Qualitätsmerkmale einer guten Sonnenbrille

Nicht jede dunkle Brille ist automatisch eine gute Sonnenbrille. Es gibt konkrete Kriterien, an denen sich die Qualität erkennen lässt. Das wichtigste Merkmal ist der UV-Schutz. Eine hochwertige Sonnenbrille sollte mindestens 99 bis 100 Prozent der UVA- und UVB-Strahlen blockieren. Dies wird häufig mit dem Aufdruck „UV400" oder „100% UV Protection" gekennzeichnet. Die Bezeichnung „UV400" bedeutet, dass alle Strahlen mit einer Wellenlänge bis 400 Nanometer – also das gesamte UV-Spektrum – gefiltert werden.

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Die Farbintensität der Gläser ist unabhängig vom UV-Schutzwert. Das bedeutet: Eine dunkel getönte Brille schützt nicht automatisch besser vor UV-Strahlung als eine heller getönte. Eine dunkel getönte Brille mit schlechtem UV-Filter kann sogar schädlicher sein als gar keine Brille. Der Grund: Die dunkle Tönung lässt die Pupille weiter werden. Fehlt der UV-Filter, dringt dadurch mehr schädliche Strahlung ins Auge, als es ohne Brille der Fall wäre. Diesen Zusammenhang sollte jeder Käufer kennen, bevor er zu einer günstigen Brille ohne Zertifizierung greift.

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Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Größe der Gläser. Sie sollten groß genug sein, um die Augen und den umliegenden Bereich vollständig abzudecken. Schmale oder kleine Gläser lassen Strahlung von den Seiten eindringen. Bei intensiver Sonneneinstrahlung, etwa im Gebirge oder am Wasser, sind großflächige Gläser oder Modelle mit seitlichem Schutz empfehlenswert.

Die Glasqualität selbst spielt ebenfalls eine Rolle. Hochwertige Sonnenbrillen haben Gläser aus optisch korrektem Kunststoff oder Mineralglas, die entspiegelt, gehärtet und kratzfest behandelt sind. Sichtbare Kratzer oder Verformungen können das Sehen verzerren und sollten ein Grund für den Austausch der Brille sein. Wer gleichzeitig eine Sehschwäche hat, findet beim Thema Sehhilfen: Brillen und Kontaktlinsen im Vergleich weiterführende Informationen.

Polarisierte Gläser: Mehr Komfort, kein mehr UV-Schutz

Manche Sonnenbrillen verfügen über polarisierte Gläser. Eine spezielle Beschichtung reduziert dabei Blendreflexionen, besonders beim Blick auf Wasseroberflächen, nassen Asphalt oder andere glänzende Flächen. Polarisation verbessert den Sehkomfort, nicht aber den UV-Schutz. Für viele Menschen ist das beim Autofahren, beim Angeln oder am Strand angenehm. Allerdings können polarisierte Gläser bei der Nutzung von Handy-Displays, LCD-Bildschirmen oder digitalen Instrumentenanzeigen störend wirken, da diese Bildschirme selbst polarisiertes Licht aussenden.

Schutzkategorien und europäische Norm

In der Europäischen Union sind Sonnenbrillen nach der Norm EN ISO 12312-1 geprüft und in fünf Tönung- beziehungsweise Schutzkategorien eingeteilt. Die Kategorie 0 entspricht nahezu klaren Gläsern, während Kategorie 4 für sehr stark getönte Gläser steht, die ausschließlich für extreme Bedingungen wie Hochgebirge oder Gletscherwanderungen geeignet sind – und ausdrücklich nicht für den Straßenverkehr zugelassen sind. Für den alltäglichen Gebrauch sind die Kategorien 2 und 3 am gebräuchlichsten. Das CE-Kennzeichen auf einer Sonnenbrille bestätigt, dass das Produkt die europäischen Sicherheitsanforderungen erfüllt. Fehlt dieses Zeichen, sollte man die Brille nicht kaufen.

Wer Sonnenbrillen im Ausland oder über unseriöse Online-Händler erwirbt, riskiert Produkte ohne ausreichende Prüfung und Kennzeichnung. Im Zweifelsfall lohnt sich der Gang zum Augenoptiker, der Qualität und Schutzwert einer Brille fachkundig beurteilen kann. Wer einmal in eine geprüfte, gut sitzende Sonnenbrille investiert, schützt seine Sehkraft langfristig – und trägt damit aktiv zur eigenen Gesundheitsvorsorge bei.

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ZenNews24 Redaktion
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Quelle: AutoEditor/gesundheit
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