Gesundheit

Hautkrebs: Wie erkenne ich die verschiedenen Typen – und wie schütze ich mich im Urlaub?

Über 355.000 Neuerkrankungen jährlich: So erkennen Sie die drei Hautkrebs-Typen frühzeitig – und schützen sich effektiv vor UV-Strahlung.

Von ZenNews24 Redaktion 3 Min. Lesezeit
Hautkrebs: Wie erkenne ich die verschiedenen Typen – und wie schütze ich mich im Urlaub?
Das Wichtigste in Kürze
  • Mehr als 355.000 Menschen erhalten in Deutschland jährlich die Diagnose Hautkrebs
  • Eine Zahl, die zeigt, wie präsent diese Erkrankung in unserer Gesellschaft ist
  • Wer die Warnsignale kennt und sich konsequent schützt, kann sein persönliches Risiko jedoch erheblich senken

Mehr als 355.000 Menschen erhalten in Deutschland jährlich die Diagnose Hautkrebs. Eine Zahl, die zeigt, wie präsent diese Erkrankung in unserer Gesellschaft ist. Wer die Warnsignale kennt und sich konsequent schützt, kann sein persönliches Risiko jedoch erheblich senken. Der Dermatologe Eckhard Breitbart, langjährig tätig im Bereich Hautkrebs-Prävention, hat sich dieser Herausforderung sein Berufsleben gewidmet – und kennt die Erkrankung auch aus eigener Erfahrung: Er selbst wurde mehrfach an Hautkrebs behandelt. Seine Geschichte verdeutlicht, dass auch medizinisches Fachwissen keinen absoluten Schutz bietet, Früherkennung und Prävention aber entscheidend sind.

Die drei Hautkrebs-Typen: Unterschiede und Erkennungsmerkmale

Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs. Mediziner unterscheiden zwischen mehreren Typen, die sich in Aggressivität, Wachstumsverhalten und Behandlungsverlauf deutlich unterscheiden. Dieses Wissen ist fundamental für die Früherkennung.

Das Basalzellkarzinom – der häufigste Typ

Das Basalzellkarzinom ist der am häufigsten diagnostizierte Hautkrebs und macht etwa 80 Prozent aller Fälle aus. Es wächst langsam und metastasiert äußerst selten. Dennoch sollte es ernst genommen werden: Unbehandelt kann es in tiefere Hautschichten und benachbartes Gewebe eindringen und zu ausgeprägten Gewebeschäden führen.

Erkennbar ist das Basalzellkarzinom oft an einer perlmuttartigen oder wachsartigen Papel, die gelegentlich blutet. Manchmal zeigt es sich als rötliche, schuppige Stelle oder als narbig eingezogenes Areal. Typische Lokalisationen sind Gesicht, Nase, Ohren und Nacken – also chronisch sonnenexponierte Körperstellen.

Das Plattenepithelkarzinom – aggressiver und metastasierungsfähig

Das Plattenepithelkarzinom macht etwa 15 bis 20 Prozent aller Hautkrebsfälle aus. Es wächst schneller als das Basalzellkarzinom und kann bei später Erkennung in Lymphknoten und andere Organe metastasieren. Das Risiko für Metastasen liegt je nach Lokalisation und Tumorgröße bei etwa fünf bis zehn Prozent.

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Charakteristisch sind rote oder rosafarbene Knoten, schuppige oder verhornte Oberflächen sowie Geschwüre, die nicht abheilen. Besonders gefährdet sind Menschen mit heller Haut, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem, etwa nach Organtransplantationen.

Das Melanom – die gefährlichste Form

Melanome machen nur etwa fünf Prozent aller Hautkrebserkrankungen aus, sind jedoch für rund 75 Prozent aller Todesfälle durch Hautkrebs verantwortlich. Das Melanom wächst aggressiv und kann früh metastasieren. Früherkennung ist hier buchstäblich überlebenswichtig.

Die ABCDE-Regel hilft bei der Beurteilung verdächtiger Muttermale:

  • A – Asymmetrie: Eine Hälfte des Mals sieht anders aus als die andere.
  • B – Begrenzung: Unregelmäßige, gezackte oder verwischte Ränder.
  • C – Farbe: Mehrere Farbtöne innerhalb eines Mals, besonders Schwarz, Dunkelbraun oder Rot.
  • D – Durchmesser: Größer als fünf Millimeter (etwa die Breite eines Bleistifts).
  • E – Entwicklung: Das Mal verändert sich in Form, Farbe oder Größe, oder wölbt sich neu auf.

Jedes dieser Merkmale sollte Anlass für einen zeitnahen Arztbesuch sein. Wer zusätzlich mehr über die gesetzliche Hautkrebs-Früherkennung und das Screening-Programm erfahren möchte, findet dort alle relevanten Informationen zu Anspruch und Ablauf.

Zahlen und Fakten zu Hautkrebs in Deutschland

Neuerkrankungen pro Jahr: Rund 355.000 Menschen werden jährlich in Deutschland mit Hautkrebs diagnostiziert (alle Typen zusammen).

Todesfälle: Etwa 2.900 Menschen sterben jährlich an einem Melanom.

Typenverteilung: Ca. 80 % Basalzellkarzinome, 15–20 % Plattenepithelkarzinome, ca. 5 % Melanome.

UV-Belastung als Ursache: Etwa 90 % aller Hautkrebsfälle sind auf UV-Strahlung zurückzuführen.

Überlebensrate Melanom: Im Frühstadium (Stadium I) liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei über 95 %; im Fernmetastasenstadium (Stadium IV) sinkt sie auf unter 20 %.

Altersgruppe mit höchstem Risiko: Menschen über 60 Jahren sind am häufigsten betroffen; die Melanom-Inzidenz steigt jedoch auch bei Personen unter 40 Jahren.

Solarium-Risiko: Wer vor dem 35. Lebensjahr regelmäßig ein Solarium benutzt, erhöht sein Melanomrisiko um rund 59 Prozent (Quelle: WHO/IARC).

(Quellen: Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsches Krebsforschungszentrum, WHO)

Die Selbstuntersuchung: Wie Sie Ihre Haut regelmäßig kontrollieren

Dermatologen betonen einheitlich: Die effektivste Früherkennung beginnt bei der eigenen Aufmerksamkeit. Eine monatliche Selbstuntersuchung der Haut kostet wenige Minuten und kann im Ernstfall entscheidend sein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Selbstuntersuchung

Idealer Zeitpunkt ist nach dem Duschen oder Baden, wenn die Haut sauber und trocken ist. Nutzen Sie einen großen Spiegel sowie einen Handspiegel für schwer einsehbare Bereiche. Achten Sie auf gute Beleuchtung.

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ZenNews24 Redaktion
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Quelle: AutoEditor/gesundheit
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