ZenNews24› Gesundheit› Supplements: Bas Kast über Nutzen, Risiken und Fo… Gesundheit Supplements: Bas Kast über Nutzen, Risiken und Forschungsergebnisse Bas Kast analysiert, welche Supplements wirklich wirken, wo echte Risiken lauern und wie man kluge Entscheidungen trifft. Von ZenNews24 Redaktion 26.05.2026, 07:14 Uhr 4 Min. Lesezeit Aktualisiert: 24.06.2026 Das Wichtigste in Kürze Der Regalplatz in Drogerien und Supermärkten wird immer knapper: Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Extrakte boomenJährlich geben Deutsche mehrere Milliarden Euro für Nahrungsergänzungsmittel aus – doch was davon ist wirklich sinnvollBestsellerautor Bas Kast hat sich dieser Frage intensiv gewidmet,… Der Regalplatz in Drogerien und Supermärkten wird immer knapper: Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Extrakte boomen. Jährlich geben Deutsche mehrere Milliarden Euro für Nahrungsergänzungsmittel aus – doch was davon ist wirklich sinnvoll? Bestsellerautor Bas Kast hat sich dieser Frage intensiv gewidmet, analysiert die Studienlage zu Supplements systematisch und räumt mit verbreiteten Mythen auf, während er gleichzeitig vor konkreten Risiken warnt. Kasts zentrale Botschaft: Es gibt tatsächlich Nahrungsergänzungsmittel, die unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sind. Gleichzeitig warnt er vor unkritischem Konsum und teuren Produkten, deren Nutzen wissenschaftlich nicht belegt ist. Diese differenzierte Betrachtung ist notwendig, denn der Supplement-Markt ist geprägt von aggressivem Marketing, unrealistischen Versprechen und teilweise gezielter Fehlinformation. ▶ Auf einen BlickNahrungsergänzungsmittel sind ein wachsender Markt mit potenziellen Nutzen und Risiken.Wissenschaftliche Evidenz ist entscheidend bei der Bewertung von Supplements.Unkritischer Konsum und teure Produkte sollten vermieden werden. Welche Supplements haben wissenschaftliche Evidenz? Bei der Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln ist die Qualität der Forschungslage entscheidend. Nicht alle Supplements sind gleich gut untersucht. Bas Kast betont, dass man klar zwischen Stoffen unterscheiden muss, für die robuste, große klinische Studien – sogenannte randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) – vorliegen, und solchen, die primär auf Tierversuchen oder In-vitro-Laborstudien basieren. Letztere liefern zwar Hypothesen, aber keine Belege für Wirksamkeit beim Menschen. Vitamin D steht dabei im Fokus besonderer Aufmerksamkeit. In Deutschland und anderen nördlichen Breitengraden besteht für einen großen Teil der Bevölkerung ein erhöhtes Defizitrisiko, besonders in den Wintermonaten von Oktober bis März. Der Körper synthetisiert Vitamin D zwar bei ausreichender UVB-Sonneneinstrahlung selbst, doch die Intensität und Dauer geeigneter Sonnentage ist in Mitteleuropa stark begrenzt. Großangelegte Studien wie die VITAL-Studie (über 25.000 Teilnehmer) zeigen, dass eine gezielte Supplementierung bei nachgewiesenem Mangel das Risiko für Knochenerkrankungen senkt und möglicherweise das Immunsystem stärkt. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass rund 30 Prozent der deutschen Bevölkerung nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. Offizielle Institutionen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen Supplementierung jedoch nur bei nachgewiesenem Mangel – eine Blutuntersuchung beim Arzt ist daher der sinnvolle erste Schritt.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Magnesium ist ein weiterer häufig supplementierter Stoff. Das Mineral ist an mehr als 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt, darunter Energiestoffwechsel, Proteinsynthese und Muskelfunktion. Ein klinisch manifester Mangel ist selten, doch eine suboptimale Versorgung kann bei bestimmten Bevölkerungsgruppen relevant sein – etwa bei Menschen mit hohem Stresslevel, intensiv trainierenden Sportlern oder bei regelmäßigem Alkoholkonsum. Kast weist darauf hin, dass die Bioverfügbarkeit verschiedener Magnesiumverbindungen erheblich variiert: Magnesiumcitrat und Magnesiumglycinat werden deutlich besser resorbiert als das günstige, aber schlecht bioverfügbare Magnesiumoxid, das in vielen Billigprodukten enthalten ist. Omega-3-Fettsäuren werden intensiv erforscht, insbesondere hinsichtlich ihrer Rolle für die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Die Evidenz ist hier gemischter als oft behauptet. Während eine ausreichende Zufuhr der langkettigen Fettsäuren EPA und DHA wichtig ist, zeigen große Metaanalysen bei gesunden Menschen mit ausgewogener Ernährung keinen konsistenten präventiven Effekt durch Supplements. Relevant ist der Ausgangszustand: Menschen mit bereits dokumentiertem Mangel, hohen Triglyzeridwerten oder bestimmten Herzerkrankungen können nachweislich profitieren. Wer regelmäßig fetten Seefisch isst, braucht in der Regel keine zusätzliche Supplementierung. Risiken und Nebenwirkungen: Was Verbraucher wissen müssen Vitamin B12 ist ein Sonderfall mit klaren Indikationen. Da B12 praktisch ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt, sind Veganer und Vegetarier mit sehr geringem Fleischkonsum auf Supplementierung angewiesen. Auch ältere Menschen ab etwa 60 Jahren sind häufig betroffen, da die Magensäureproduktion abnimmt und die Resorption von B12 aus der Nahrung sinkt. Unbehandelt kann ein schwerer B12-Mangel zu irreversiblen neurologischen Schäden führen – eine der wenigen Situationen, in denen Supplementierung nicht nur sinnvoll, sondern medizinisch notwendig ist. Studienlage zu ausgewählten Supplements (Übersicht) Supplement Studienlage Evidenzgrad Zielgruppe mit belegtem Nutzen Vitamin D Über 5.000 Studien, mehrere große RCTs (u. a. VITAL-Studie) Hoch Personen mit nachgewiesenem Mangel, wenig Sonneneinstrahlung Magnesium Etwa 2.000 Studien, variable Qualität Mittel bis hoch Sportler, chronisch Gestresste, ältere Menschen Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) Über 3.000 Studien, teilweise widersprüchlich Mittel Personen mit Mangel, erhöhten Triglyzeriden oder Herzerkrankung Vitamin B12 Etwa 1.500 Studien, klare Indikationen Hoch Veganer, ältere Menschen, Malabsorptionsfälle Hochdosierte Antioxidantien (z. B. Vitamin C, Vitamin E) Über 2.000 Studien, Präventionsnutzen nicht belegt Niedrig bis mittel Keine allgemeine Empfehlung; Hochdosierung kann schaden Die Botschaft von Bas Kast lässt sich auf einen Nenner bringen: Supplements sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, können aber in klar definierten Situationen sinnvoll sein. Wer gezielt supplementieren möchte, sollte zunächst den eigenen Versorgungsstatus ärztlich abklären lassen, auf geprüfte Produktqualität achten und Megadosen ohne medizinische Indikation konsequent meiden. Die Forschung entwickelt sich in diesem Bereich rasant weiter – es lohnt sich, die Studienlage regelmäßig neu zu bewerten, statt einmal gefasste Gewohnheiten unkritisch beizubehalten. Mehr zum ThemaMedizinisches Cannabis UK: Welche Erkrankungen werden behandelt?KI: Anthropic informiert offenbar Bankenaufsicht über neue RisikenSchnarchen: Kissen, Nasenspreizer, Kieferschiene? Was wirklich hilft EinordnungDie Meldung informiert deutsche Leser über den Supplement-Markt, wobei der Fokus auf der Notwendigkeit wissenschaftlich fundierter Informationen und einer differenzierten Betrachtung liegt. Sie verdeutlicht die Bedeutung von RCTs und die Risiken von unbewiesenen Produkten. ZZenNews24 RedaktionUnabhängige Nachrichtenredaktion · Schwerpunkt: Gesundheit Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 gesundheit Z ZenNews24 Redaktion Redaktion Die ZenNews24-Redaktion berichtet rund um die Uhr über die wichtigsten Ereignisse aus Deutschland und der Welt. Unsere Journalistinnen und Journalisten recherchieren, analysieren und ordnen ein — unabhängig und verlässlich. Das könnte dich interessieren › Gesundheit Hitze: Wie Sie Babys und Kleinkinder vor der Sonne schützen 29.06.2026 Gesundheit Hämorrhoiden: Ein Proktologe erklärt, welche einfachen Tipps wirklich helfen 03.07.2026 Gesundheit Darmkrebs: Junge Menschen erhalten laut neuer Studie häufiger Diagnose 01.07.2026 Gesundheit Hohe Temperaturen: Was bei sommerlicher Hitze für Abkühlung sorgt 02.07.2026 Gesundheit Durchfall, Verstopfung, Blähungen: Was Ihre Verdauung über die Gesundheit sagen 02.07.2026 Gesundheit Proteine: Macht uns der Eiweiß-Hype auf Dauer krank? 07.07.2026 Gesundheit Ein rätselhafter Patient: Warum ist er so müde? 05.07.2026 Gesundheit Smoothies: Zerstört das Mixen die Ballaststoffe in Smoothies? 04.07.2026 Auch interessant › Finanzen GNW-News: Der Bericht "State of Corporate Purpose 2026" von Benevity zeigt: Unternehmensspenden steigen trotz soziopolitischem Druck um acht Punkte 2 Std. her Wirtschaft Industriestandort Deutschland: Tomaso Duso warnt vor mangelnder Risikobereitschaft 3 Std. her Politik Landessozialgericht Berlin-Brandenburg stoppt umstrittene Honorarkürzung bei Psychotherapeuten 5 Std. her Gesellschaft Drosa/Osternienburger Land: Hund beißt Mädchen – Vierjährige stirbt 6 Std. her Sport Wimbledon: Alexander Zverev schlägt Angstgegner Taylor Fritz 8 Std. her Politik Friedrich Merz' Regierungserklärung zu Reformen: Ein Merz macht noch keinen Schröder Gestern Unterhaltung Lauren Bennett ist tot: Sängerin mit 37 Jahren gestorben Gestern Sport Wimbledon: Novak Djokovic zieht ins Halbfinale gegen Jannik Sinner ein Gestern Quelle: AutoEditor/gesundheit Mehr aus Gesundheit › Gesundheit Augenlasern: Für wen sich eine OP wirklich lohnt – und welche Risiken es gibt Gestern Gesundheit Hitze: Trinken, kühlen, versorgen - Tipps für ältere Menschen bei hohen Temperaturen 08.07.2026 Gesundheit Proteine: Macht uns der Eiweiß-Hype auf Dauer krank? 07.07.2026 Gesundheit Durchfall, Verstopfung, Blähungen: Was hinter Problemen mit der Verdauung stecken kann 06.07.2026 Gesundheit Ein rätselhafter Patient: Warum ist er so müde? 05.07.2026 Gesundheit Smoothies: Zerstört das Mixen die Ballaststoffe in Smoothies? 04.07.2026 Gesundheit Hämorrhoiden: Ein Proktologe erklärt, welche einfachen Tipps wirklich helfen 03.07.2026 Gesundheit Hohe Temperaturen: Was bei sommerlicher Hitze für Abkühlung sorgt 02.07.2026 ← Gesundheit KI und mentale Gesundheit: Viele junge Menschen suchen Hilfe bei Chatbots Gesundheit → Dialyse: »Es geht gerade im höheren Alter nicht immer nur um die Lebenszeit«