ZenNews24› Unterhaltung› Hantavirus-Kreuzfahrtschiff darf auf Kanaren anle… Unterhaltung Hantavirus-Kreuzfahrtschiff darf auf Kanaren anlegen Erkrankte Passagiere werden vor der Ankunft evakuiert, restliche Gäste können danach von Bord gehen. Von Kai Richter 22.11.2025, 14:42 Uhr 5 Min. Lesezeit Aktualisiert: 08.05.2026 Das Wichtigste in Kürze Das Kreuzfahrtschiff „Hondius" darf nach zähen Verhandlungen auf den Kanaren anlegen. Das Kreuzfahrtschiff „Hondius" darf nach zähen Verhandlungen auf den Kanaren anlegen. Nachdem mehrere Passagiere mit Hantavirus-Verdacht an Bord diagnostiziert wurden, einigten sich spanische Behörden und die Reederei auf ein Evakuierungsprotokoll: Die erkrankten Gäste werden vor der Ankunft in Gran Canaria vom Schiff geholt – die übrigen rund 200 Passagiere können anschließend regulär von Bord gehen. Was als Expeditionsabenteuer begann, wirft nun ernste Fragen zur Gesundheitssicherheit auf See auf.InhaltsverzeichnisGesundheitsdrama auf hoher See – Das Hantavirus auf der „Hondius"Was bedeutet das für die Kreuzfahrtbranche?Kreuzfahrten im Vergleich: Was kosten Expeditionsreisen – und was bekommt man dafür?Wenn die Traumreise zum Gesundheitstest wird Das Wichtigste in KürzeGesundheitsdrama auf hoher See – Das Hantavirus auf der „Hondius"Kreuzfahrten im Vergleich: Was kosten Expeditionsreisen – und was bekommt man dafür?Wenn die Traumreise zum Gesundheitstest wird Gesundheitsdrama auf hoher See – Das Hantavirus auf der „Hondius" Die spanischen Gesundheitsbehörden reagierten rasch: Betroffene Passagiere sollten noch auf hoher See evakuiert werden. Mehr zum Thema: Aktuelle Nachrichten aus Deutschland — Internationale Nachrichten Was als Traumreise begann, entwickelte sich für einige Passagiere der „Hondius" zu einem ernsthaften Gesundheitsnotfall. Das niederländische Expeditionsschiff, das Reisende normalerweise zu entlegenen Winkeln der Welt bringt, wurde zur Kulisse eines medizinischen Ausnahmezustands. WHO untersucht möglichen Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff – diese Schlagzeile ließ nicht nur Passagiere aufhorchen, sondern auch Kreuzfahrtunternehmen weltweit. Das Hantavirus ist in der medizinischen Fachwelt kein Unbekannter, doch sein Auftreten auf einem Kreuzfahrtschiff gilt als äußerst selten. Die Infektion wird typischerweise durch Kontakt mit Nagetieren oder deren Ausscheidungen übertragen – ausgerechnet auf einem modernen Schiff mit strengen Hygienestandards eine ungewöhnliche Situation. Genau das macht diesen Fall so rätselhaft. Die spanischen Gesundheitsbehörden reagierten rasch: Betroffene Passagiere sollten noch auf hoher See evakuiert werden. Hubschrauber wurden organisiert, medizinische Teams standen bereit. Für die übrigen Gäste bedeutete das stundenlange Ungewissheit – schließlich buchen die meisten Menschen eine Kreuzfahrt als entspannte Auszeit, nicht als Risikoreise.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Was ist das Hantavirus überhaupt? Das Hantavirus ist eine virale Infektion, die in schweren Fällen zum hämorrhagischen Fieber mit renalem Syndrom (HFRS) oder zum Hantavirus-Lungensyndrom (HPS) führen kann. Klingt bedrohlich – und sollte ernst genommen werden. Allerdings wird das Virus seit Jahrzehnten intensiv erforscht, und bei angemessener medizinischer Behandlung ist die Sterblichkeitsrate überschaubar. Besonders tückisch ist die Inkubationszeit: Sie kann zwischen zwei und vier Wochen betragen. Das bedeutet, eine infizierte Person kann tagelang symptomfrei unterwegs sein – und dabei unwissentlich weitere Risiken eingehen. Hantavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff – Behörden untersuchen Ausbruch zeigt, dass die Behörden die Lage genau beobachten und nicht untätig bleiben. Zur Entwarnung: Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch gilt beim Hantavirus als äußerst selten. Die WHO schließt Mensch-zu-Mensch-Übertragung von Hantavirus nicht aus, betont jedoch, dass der weitaus häufigste Übertragungsweg der direkte Kontakt mit infizierten Nagetieren oder deren Körperflüssigkeiten ist. Auf einem gepflegten Kreuzfahrtschiff sollte das eigentlich ausgeschlossen sein – was die zentrale Frage dieses Falls umso dringlicher macht. Die Frage aller Fragen: Wie kam das Virus an Bord? Diese Frage beschäftigt nicht nur die spanischen Behörden, sondern auch Infektiologen weltweit. Wie schaffte es ein Virus, das typischerweise in ländlichen Gebieten und Feldregionen vorkommt, auf ein modernes Expeditionsschiff? Mehrere Szenarien werden diskutiert. Die naheliegendste Erklärung: Ein Passagier oder ein Crewmitglied betrat das Schiff bereits unwissentlich infiziert. Angesichts der langen Inkubationszeit ist es absolut plausibel, dass jemand vor der Einschiffung – etwa während eines Landausflugs in einer ländlichen Region – Kontakt mit einem infizierten Nagetier hatte, ohne es zu merken. Expeditionsschiffe wie die „Hondius" machen regelmäßig an abgelegenen Küstenabschnitten und Naturgebieten fest – genau jene Umgebungen, in denen Hantavirus-Wirte heimisch sind. Eine zweite, weniger wahrscheinliche Theorie: Ein blinder Passagier der tierischen Art – sprich ein Nagetier – gelangte während eines Hafenstopps an Bord. Zwar gelten auf Kreuzfahrt- und Expeditionsschiffen strenge Schädlingskontrollen, doch ausschließen lässt sich ein solches Szenario nie vollständig. Was bedeutet das für die Kreuzfahrtbranche? Dieser Vorfall kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kreuzfahrtindustrie nach den schweren Jahren der Pandemie gerade wieder Fahrt aufnimmt. Buchungszahlen steigen, neue Schiffe werden auf Kiel gelegt – und dann erinnert ein Fall wie dieser daran, dass Gesundheitsrisiken auf See nie vollständig auszuschließen sind. Die Branche reagiert zunehmend mit verschärften Gesundheitsprotokollen, Bord-Ärzten und schnellen Evakuierungskonzepten. Der Fall der „Hondius" zeigt jedoch, dass selbst gut aufgestellte Reedereien in Situationen geraten können, auf die kein Handbuch vollständig vorbereitet. Für Reisende, die eine Kreuzfahrt planen, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie sicher ist meine Traumreise wirklich? Top 5: Das sollten Kreuzfahrt-Passagiere bei Gesundheitsvorfällen wissen Bordärzte sind Pflicht: Jedes Kreuzfahrtschiff ab einer bestimmten Größe muss laut internationalen Vorschriften medizinisches Fachpersonal an Bord haben. Im Zweifelsfall sofort zur Krankenstation. Reiserücktrittsversicherung abschließen: Gerade bei Expeditionsreisen in abgelegene Gebiete ist eine Versicherung mit Evakuierungsdeckung unverzichtbar – und oft günstiger als gedacht. Impfungen und Gesundheitsberatung vorab: Vor jeder Kreuzfahrt, besonders in exotische Regionen, lohnt sich ein Besuch beim Reisemediziner. Nicht jede Impfung schützt vor allem – aber viele schützen vor vielem. Hygieneregeln konsequent einhalten: Händewaschen, Desinfektionsmittel nutzen, Kontakt mit Wildtieren bei Landausflügen vermeiden. Klingt trivial, rettet aber im Zweifel die Reise. Symptome nicht aussitzen: Fieber, Muskelschmerzen oder Atembeschwerden an Bord niemals ignorieren. Frühzeitiges Melden beim Bordpersonal kann entscheidend sein – für einen selbst und für Mitreisende. Kreuzfahrten im Vergleich: Was kosten Expeditionsreisen – und was bekommt man dafür? Die „Hondius" gehört zur gehobenen Kategorie der Expeditionskreuzfahrten. Diese Nische boomt – und ist deutlich teurer als klassische Mittelmeer- oder Karibikrouten. Ein Überblick über aktuelle Anbieter und typische Preiskorridore: Anbieter Schiffstyp Typische Route Preis pro Person (7 Nächte) Besonderheit Oceanwide Expeditions (Hondius) Expeditionsschiff Arktis / Antarktis ab 4.500 € Kleine Gruppen, Zodiac-Ausflüge Hurtigruten Expeditions Expeditionsschiff Norwegen / Spitzbergen ab 3.200 € Nachhaltigkeit, Hybrid-Antrieb AIDA Cruises Großkreuzfahrtschiff Mittelmeer / Kanaren ab 699 € All-inclusive-Optionen, Familienfreundlich MSC Cruises Großkreuzfahrtschiff Karibik / Nordeuropa ab 599 € Breites Routen-Netzwerk Ponant Luxus-Expeditionsschiff Weltweite Expeditionen ab 6.800 € 5-Sterne-Niveau, Wissenschaftsprogramme Wer Expeditionskreuzfahrten bucht, zahlt also deutlich mehr – bekommt dafür aber auch ein vollkommen anderes Erlebnis als auf einem schwimmenden Freizeitpark. Und übernimmt, wie dieser Fall zeigt, auch ein anderes Risikoprofil. Wenn die Traumreise zum Gesundheitstest wird Fälle wie der der „Hondius" sind selten – aber sie passieren. Und sie zeigen, dass auch die bestorganisierte Reise durch unvorhersehbare Ereignisse auf den Kopf gestellt werden kann. Die spanischen Behörden und die Reederei haben in diesem Fall offenbar professionell reagiert: Evakuierung der Verdachtsfälle, klare Kommunikation, geordnete Einfahrt in den Hafen. Für die betroffenen Passagiere bleibt dennoch ein flaues Gefühl – und für die Branche eine Erinnerung daran, dass Gesundheitsvorsorge an Bord kein Nice-to-have ist, sondern eine Grundvoraussetzung. Reisende, die sich für Expeditionskreuzfahrten interessieren, sollten sich gut informieren, versichern und vorbereiten. Der Nervenkitzel gehört dazu – ein vermeidbarer Gesundheitsnotfall nicht. Wer das Thema Kreuzfahrt und Gesundheit vertiefen möchte, findet weitere Hintergründe in unseren verwandten Berichten: WHO untersucht möglichen Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff sowie Hantavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff – Behörden untersuchen Ausbruch. Lesen Sie auchWHO untersucht möglichen Hantavirus-Ausbruch auf KreuzfahrtschiffDoku über Wim Wenders: 'Anselm' kommt nach Cannes-Triumph insNetflix-Neuheiten: Die heißesten Serien des Monats Quellen:dpa EntertainmentMeedia — meedia.deSpiegel Kultur — spiegel.deQuelle: SZ Panorama Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 Hantavirus Kreuzfahrtschiff Kanaren Gesundheit Epidemiologie K Kai Richter Unterhaltung & Auto Kai Richter beobachtet Trends in Streaming, Kultur und Mobilität. Er testet, analysiert und ordnet ein — ob neue Serienformate, Kinostarts oder die Entwicklungen auf dem Automobilmarkt. 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