Die Zeitlinie — Vom Ampel-Aus bis zur Vereidigung
Der größte Regierungswechsel seit Jahren: Wie die Ampelkoalition zerbrach, Deutschland neu wählte und Friedrich Merz nach einem historischen Kanzlerwahl-Drama der zehnte Bundeskanzler der Bundesrepublik wurde.
Nach monatelangem Streit über den Haushalt entlässt Kanzler Olaf Scholz FDP-Chef Christian Lindner als Finanzminister. Die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP ist am Ende.
Kanzler Scholz gibt bekannt, die Vertrauensfrage im Bundestag erst Mitte Januar 2025 stellen zu wollen — und löst damit politischen Streit über den Zeitplan aus.
Im Bundestag stimmt eine Mehrheit der Abgeordneten gegen das Vertrauen in Kanzler Scholz. Bundespräsident Steinmeier löst den Bundestag auf, Neuwahlen werden für den 23. Februar angesetzt.
Die Unionsparteien gewinnen die Bundestagswahl mit 28,5 Prozent. Die AfD landet mit 20,8 Prozent auf Platz zwei. SPD stürzt auf 16,4 Prozent ab, Grüne auf 11,6 Prozent.
CDU-Chef Friedrich Merz nimmt nach dem klaren Wahlsieg Koalitionsverhandlungen mit der SPD auf. Andere Optionen schieden aus oder standen politisch nicht zur Verfügung.
Nach sechs Wochen Verhandlungen unterzeichnen CDU/CSU und SPD den Koalitionsvertrag. Friedrich Merz soll als Bundeskanzler vorgeschlagen werden.
Mit 310 statt der nötigen 316 Stimmen verfehlt Friedrich Merz im ersten Wahlgang die Kanzlermehrheit — ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik.
Im zweiten Wahlgang erhält Friedrich Merz 325 Stimmen und ist damit der neue Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland — der zehnte in der Geschichte.
Vor dem Bundestag leistet Friedrich Merz den Amtseid als zehnter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Olaf Scholz übergibt die Regierungsgeschäfte.
Das neue Kabinett tritt erstmals zusammen. Die Regierung Merz will mit einem Wirtschaftsprogramm, Migrationsverschärfungen und mehr Verteidigungsausgaben beginnen.