Politik

Drama im Bundestag: Merz scheitert im ersten Wahlgang — dann doch Kanzler

Ein historisch einmaliger Vorgang: Wie die Kanzlerwahl des 6. Mai 2025 verlief

Von ZenNews24 Redaktion 1 Min. Lesezeit Aktualisiert: 31.05.2026
Drama im Bundestag: Merz scheitert im ersten Wahlgang — dann doch Kanzler
Das Wichtigste in Kürze
  • Am 6
  • Mai 2025 scheiterte Friedrich Merz im ersten Wahlgang — erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik
  • Wie das Drama verlief, wer gegen ihn stimmte und wie er im zweiten Anlauf doch Bundeskanzler wurde

Es sollte ein Formalakt werden. Wurde es nicht. Am 6. Mai 2025 erlebte der Bundestag ein Spektakel, das die Bundesrepublik so noch nicht gesehen hatte: Friedrich Merz, der designierte Bundeskanzler, scheiterte im ersten Wahlgang. 310 Stimmen — sechs zu wenig.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Erster Wahlgang: Merz erhält 310 statt der nötigen 316 Stimmen
  • Historisch: Erstmals scheitert ein Kanzlerkandidat im ersten Wahlgang
  • Zweiter Wahlgang: 325 Stimmen — Merz ist Bundeskanzler
  • Mindestens 18 Abgeordnete aus CDU/CSU und SPD stimmten gegen ihn

Der Schockmoment: 310 Stimmen

Als die Auszählung abgeschlossen war und das Ergebnis durch den Plenarsaal hallte, war die Stille fast greifbar. 310 Stimmen für Friedrich Merz. Notwendig: 316. Das Undenkbare war eingetreten. Ein Kanzlerkandidat einer Regierungskoalition mit klarer Mehrheit hatte die Wahl verloren — weil Koalitionsabgeordnete ihm die Stimme verweigert hatten.

Wer stimmte gegen Merz?

Die Bundestagswahl ist geheim — die Namen der Abweichler blieben offiziell unbekannt. Fest stand: CDU/CSU und SPD hatten zusammen 328 Sitze. Merz bekam 310 Stimmen. Mindestens 18 Stimmen aus den eigenen Reihen fehlten. Spekulationen über Protest aus der Merz-skeptischen SPD-Linken und einzelnen CDU-Konservativen dominierten die Berichterstattung.

Hinter den Kulissen: Stunden der Spannung

Nach dem Scheitern im ersten Wahlgang begannen intensive Beratungen. Fraktionsvorsitzende, Parteichefs, Hinterzimmergespräche. Die Verfassung gab 14 Tage Zeit für weitere Wahlgänge. Die Koalition wollte das Drama nicht verlängern — und setzte noch am selben Tag auf einen zweiten Anlauf.

Zweiter Wahlgang: 325 Stimmen für Merz

Stunden später, noch am selben Abend, folgte der zweite Wahlgang. Diesmal: 325 Stimmen. Friedrich Merz war gewählt. Applaus aus der Unionsfraktion, verhaltenes Nicken bei der SPD. Deutschland hatte seinen zehnten Bundeskanzler — nach einem historisch einmaligen Drama.

Merz selbst kommentierte den Vorgang später als "Warnschuss" und "Erinnerung daran, dass Regieren Zusammenarbeit bedeutet". Die Koalitionsfrieden war von Tag eins an angeschlagen.

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Einschätzung der Redaktion

Das Scheitern im ersten Wahlgang war mehr als ein Betriebsunfall. Es war ein Signal: Friedrich Merz regiert eine Koalition, die er nicht vollständig hinter sich vereinen konnte. Das Drama des 6. Mai 2025 wird den Beginn seiner Kanzlerschaft dauerhaft prägen.

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