ZenNews24› Politik› AfD-Zustimmung steigt trotz sinkender Flüchtlings… Politik AfD-Zustimmung steigt trotz sinkender Flüchtlingszahlen Die AfD profitiert von sinkenden Flüchtlingszahlen trotz Unions-Migrationspolitik. Paradox: Wächst die Zustimmung zur Partei und wirft Fragen nach der Von Thomas Weber 23.04.2026, 12:17 Uhr 4 Min. Lesezeit Aktualisiert: 24.06.2026 Das Wichtigste in Kürze Während die Flüchtlingszahlen in Deutschland sinken, wächst die Zustimmung zur AfD weiterDas wirft Fragen zur Effektivität der Migrationspolitik von Bundeskanzler Friedrich Merz auf – doch die Zusammenhänge sind komplexer als sie zunächst erscheinen Die politische Situation in Deutschland zeigt ein paradoxes Bild: Während die Bundesregierung unter Friedrich Merz ihre Migrationspolitik als zentrale Priorität vorantreibt und die Zahl der ankommenden Flüchtlinge tatsächlich gesunken ist, wächst die Unterstützung für die AfD weiter. Dies wirft die Frage auf, ob die restriktive Migrationspolitik der Union ihr erklärtes Hauptziel verfehlt – die Wähler von rechtsextremen Parteien zurückzugewinnen.InhaltsverzeichnisHintergrundDie wichtigsten FaktenKomplexere Zusammenhänge als vermutetDie Rolle wirtschaftlicher und sozialer FaktorenAusblick Hintergrund Die Migration ist seit Jahren ein zentrales Thema in der deutschen Politiklandschaft. Nach den Ereignissen von 2015, als eine Million Menschen nach Deutschland kam, hat sich die öffentliche Debatte intensiviert. Die Union unter Merz hat die Bekämpfung unkontrollierter Migration zur Kernaufgabe ihrer Regierungspolitik erklärt. Doch während die objektiven Zahlen sinken – weniger Menschen kommen an, mehr werden abgeschoben – scheint dies die Wähler nicht zu beruhigen, die sich zur AfD hingezogen fühlen. ▶ Auf einen BlickDie AfD profitiert trotz sinkender Flüchtlingszahlen von Unzufriedenheit in der Bevölkerung.Die Unionspartei mit Merz setzt auf restriktive Migrationspolitik als zentrales Thema.Wirtschaftliche Sorgen und kulturelle Ängste tragen zur Unterstützung der AfD bei. Die AfD profitiert dabei von einem diffusen Unbehagen in der Bevölkerung, das sich nicht einfach durch sinkende Flüchtlingszahlen auflösen lässt. Experten deuten darauf hin, dass die Wahl rechtsextremer Parteien mit wirtschaftlichen Sorgen, kulturellen Ängsten und dem Gefühl fehlender Kontrolle verknüpft ist – Faktoren, die nicht allein durch Migrationspolitik adressiert werden können. ZenNews24 auf YouTube Die wichtigsten Fakten Flüchtlingszahlen sinken: Die Anzahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge ist im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig. Grenzkontrollen und restriktive Maßnahmen zeigen messbare Auswirkungen. AfD-Zustimmung wächst: Trotz sinkender Flüchtlingszahlen zeigen Umfragen ein Wachstum der Unterstützung für die AfD, was die begrenzte Wirksamkeit des politischen Ansatzes unterstreicht. Merz' Kernversprechen unter Druck: Der Bundeskanzler hat Migration zu seiner politischen Hauptaufgabe gemacht. Der ausbleibende Erfolg bei den Wählerpräferenzen gefährdet die Glaubwürdigkeit dieses Ansatzes. Mehrschichtige Ursachen: Wissenschaftler argumentieren, dass rechtsextremistische Tendenzen nicht isoliert durch Migrationspolitik bekämpft werden können, sondern wirtschaftliche, soziale und kulturelle Faktoren eine Rolle spielen. Vertrauenskrise in Institutionen: Ein Teil des AfD-Zuwachses wird auf generelles Unbehagen gegenüber politischen Eliten und Institutionen zurückgeführt, nicht primär auf Migrationsfragen. Komplexere Zusammenhänge als vermutet Die These, dass strikte Migrationspolitik automatisch zu weniger Zustimmung für rechtsextreme Parteien führt, hat sich empirisch als zu vereinfacht erwiesen. Politikwissenschaftler deuten darauf hin, dass AfD-Wähler ein heterogenes Spektrum darstellen: Einige sind tatsächlich primär von Migrationsfragen bewegt, andere vertreten wirtschaftspolitische Positionen, wieder andere äußern grundsätzliches Unbehagen gegenüber der etablierten Politiklandschaft. Hinzu kommt ein Glaubwürdigkeitsproblem. Viele Wähler, die sich zur AfD hingezogen fühlen, vertrauen der etablierten Politik nicht – auch nicht dann, wenn diese ihre Forderungen aufgreift. Sie deuten Maßnahmen der Union nicht als echte Kurskorrektur, sondern als Reaktion auf Wahlergebnisse, die zu spät kommt und nicht authentisch wirkt.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Ein weiterer Faktor ist die internationale Dimension. Migration hängt mit globalen Fluchtbewegungen, Krisenherden und geopolitischen Entwicklungen zusammen. Ein Bundeskanzler kann die Zahl ankommender Menschen beeinflussen, aber nicht kontrollieren – besonders nicht ohne Kooperation auf europäischer Ebene. Diese Grenzen der nationalen Einflussmöglichkeit bleiben vielen Bürgern bewusst.Bildmaterial: ZenNews24 Mediathek Die Rolle wirtschaftlicher und sozialer Faktoren Parallel zur Migrationsdebatte kämpft Deutschland mit wirtschaftlichen Herausforderungen. Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und Arbeitsmarktverunsicherung befeuern Populismus quer durch das Spektrum. Die AfD profitiert davon, indem sie wirtschaftliche Probleme mit kulturellen Ängsten verknüpft und einfache, populistische Lösungen anbietet. Ein reiner Fokus auf Migrationskontrolle, so die Kritik am Merz-Kurs, blende diese tieferen Ursachen aus. Die Bevölkerung fühlt sich weniger sicher, nicht nur wegen Migration, sondern wegen wirtschaftlicher Unsicherheit und dem Eindruck, dass die Regierung diese nicht bewältigt. Ausblick Für die Bundesregierung ergibt sich aus dieser Situation ein Dilemma: Weitere Verschärfung der Migrationspolitik könnte als Zugeständnis an die AfD wirken und deren Narrative legitimieren, statt es zu delegitimieren. Gleichzeitig führt das Ausbleiben spürbarer Erfolge zur Frustration bei jenen Wählern, die Merz wegen seiner harten Linie unterstützen. Langfristig deuten Experten darauf hin, dass eine erfolgreiche Strategie gegen rechtsextremistische Tendenzen mehrdimensional sein müsste: eine europäische Migrationspolitik, die ernst genommen wird; wirtschaftliche Perspektiven für verunsicherte Bevölkerungsgruppen; und eine stärkere Betonung der Stärken der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Allein die Migrationsfrage zu fokussieren, scheint unzureichend zu sein. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Union ihren Kurs anpasst oder an der Migrationsfokussierung festhält. Die bisherige Entwicklung deuten darauf hin, dass reiner Migrationspolitik ohne Bearbeitung anderer Faktoren die erhofften Wahlversprechen nicht erfüllen wird. Mehr zum ThemaKommunalwahlen als Stimmungstest für die Merz-RegierungMaischberger befragt Friedrich Merz — Kanzlerkandidat unter DruckFriedrich Merz und China: Handelsinteressen gegen Menschenrechte Quellen: Der Spiegel (Politik) EinordnungDie Meldung zeigt einen Widerspruch: Sinkende Flüchtlingszahlen korrelieren nicht mit einem Rückgang der AfD-Zustimmung. Dies deutet auf eine tiefere Problematik hin, die über reine Migrationspolitik hinausgeht und die Notwendigkeit einer umfassenderen gesellschaftspolitischen Antwort impliziert. ZZenNews24 RedaktionUnabhängige Nachrichtenredaktion · Schwerpunkt: Politik Quelle: Spiegel Politik Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 AfD Migrationspolitik Friedrich Merz Union Wählerpräferenzen T Thomas Weber Politik & Wirtschaft Thomas Weber beobachtet seit über 15 Jahren die deutsche Bundespolitik und europäische Wirtschaftsentwicklungen. Sein Schwerpunkt liegt auf Haushaltspolitik, Koalitionsdynamiken und internationaler Handelspolitik. Das könnte dich interessieren › Politik Merz stellt Vertrauensfrage: Koalition auf dem Prüfstand 3 Std. her Politik Merz plant schärferes Asylrecht – Koalition streitet 5 Std. her Politik Merz unter Druck: SPD fordert Nachbesserung beim Haushalt 6 Std. her Politik Luigi Pantisano: Daniel Günther fordert neuen Linkenchef zum Rücktritt auf 23.06.2026 Politik BSW fordert Volksbefragung zu NATO-Stationierungen 22.06.2026 Politik AfD legt Verfassungsklage gegen Merz-Haushalt ein 22.06.2026 Politik Merz plant Steuerreform: Mittelstand soll entlastet werden 22.06.2026 Politik Alexandr Lukaschenko: Ein schwieriger Verbündeter für Moskau 20.06.2026 Auch interessant › Gesellschaft Bad Langensalza: Streit in Café – 25-Jähriger stirbt nach Messerattacke 3 Std. her Sport WM 2026 News heute: Kritik an Trinkpause - »Komplett unverständlich« 5 Std. her Regional Islamfeindlichkeit: Netzwerk berichtet von massivem antimuslimischem Rassismus 6 Std. her Unterhaltung Elbphilharmonie in Hamburg: Besuch der Plaza soll bald Eintritt kosten 8 Std. her Sport Fußball-WM 2026: Zwei Stunden Regenpause in Philadelphia – die Fans feiern trotzdem 23 Std. her Gesundheit Verschwommen sehen: Rätselhafte Patientin sieht plötzlich schlecht – Ursache liegt nicht im Auge Gestern Digital Fall Collien Fernandes: SPIEGEL darf weiter über »virtuelle Vergewaltigung« berichten Gestern Wirtschaft Bundeswehr: Bundesrechnungshof warnt vor überhöhten Rüstungspreisen Gestern Quelle: Spiegel Politik ↗ Mehr aus Politik › Politik Merz stellt Vertrauensfrage: Koalition auf dem Prüfstand 3 Std. her Politik Merz plant schärferes Asylrecht – Koalition streitet 5 Std. her Politik Merz unter Druck: SPD fordert Nachbesserung beim Haushalt 6 Std. her Politik Luigi Pantisano: Daniel Günther fordert neuen Linkenchef zum Rücktritt auf 23.06.2026 Politik BSW fordert Volksbefragung zu NATO-Stationierungen 22.06.2026 Politik AfD legt Verfassungsklage gegen Merz-Haushalt ein 22.06.2026 Politik Merz plant Steuerreform: Mittelstand soll entlastet werden 22.06.2026 Politik Alexandr Lukaschenko: Ein schwieriger Verbündeter für Moskau 20.06.2026 ← Politik Korrespondent kritisiert Regierungshandwerk – 1000-Euro-Prämie gescheitert Politik → Ukrainische Truppen machen in Saporischschja Fortschritte