ZenNews24› Politik› Putin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-… Politik Putin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt vor Russlands Präsident nennt Altkanzler als möglichen Dialogpartner – Berlin bleibt skeptisch. Von Thomas Weber 23.04.2026, 15:19 Uhr 6 Min. Lesezeit Aktualisiert: 24.06.2026 Das Wichtigste in Kürze Wladimir Putin hat Gerhard Schröder als potenziellen Vermittler im Ukraine-Krieg ins Gespräch gebrachtWährend die Bundesregierung Zurückhaltung übt, sehen SPD-Politiker darin eine Chance für diplomatische Kontakte ```html Russlands Präsident Wladimir Putin hat den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler im andauernden Ukrainekonflikt ins Gespräch gebracht. Die Äußerung markiert einen neuen Versuch Moskaus, Bewegung in festgefahrene Friedensverhandlungen zu bringen – und sorgt in Berlin für Unbehagen. Während einzelne SPD-Politiker die Idee als Dialogmöglichkeit bewerten, lehnt die Bundesregierung das Ansinnen deutlich ab. Der Vorschlag wirft Fragen auf: Wer ist Schröder wirklich im Kontext dieses Krieges, und kann er überhaupt noch als neutraler Vermittler fungieren?InhaltsverzeichnisSchröders fragwürdige Nähe zu Putin und RusslandPutins strategischer Hintergrund: Warum gerade jetzt dieser Vorschlag?Berlin und die Nato reagieren ablehnend – Gründe und KonsequenzenDie SPD in der Zwickmühle: Parteisolidiarität versus RealismusAlternative Vermittler und echte FriedensoptionenBlick nach vorne: Was dieser Vorschlag für die deutsche Außenpolitik bedeutet Putin Rede Siegestag 9 Mai Roter Platz Moskau Russland Rednerpult Mikrofon Veter {IMG_HIER} Schröders fragwürdige Nähe zu Putin und Russland Gerhard Schröder, von 1998 bis 2005 Bundeskanzler, unterhält seit Jahren enge wirtschaftliche und persönliche Verbindungen zu Russland. Nach seiner Kanzlerschaft übernahm der SPD-Politiker mehrere Positionen bei russischen Energieunternehmen: Er war Aufsichtsratsvorsitzender der Nord-Stream-Pipeline und später Vorsitzender des Aktionärskomitees von Rosneft, dem staatlichen russischen Ölkonzern. Diese Verstrickungen haben sein öffentliches Image nachhaltig beschädigt, insbesondere seit Putins Invasion der Ukraine im Februar 2022. ▶ Auf einen BlickPutin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt vor.Schröders Verbindungen zu Russland und Putin werden kritisch gesehen.Die Bundesregierung lehnt den Vorschlag deutlich ab. Die deutschen Behörden haben Schröder mehrfach unter Druck gesetzt, seine Positionen bei russischen Konzernen aufzugeben – ohne Erfolg. Anfang 2024 beantragte der Bundestag gar die Aberkennung seiner Altkanzler-Privilegien, darunter das Büro und das Budget. Hintergrund waren nicht nur seine wirtschaftlichen Bindungen, sondern auch sein diplomatisches Verhalten: Schröder hatte sich weiterhin mit Putin getroffen und sich für Dialog ausgesprochen, während der Westen Sanktionen gegen Russland verhängte. Für Kritiker machte ihn das zum perfekten Propagandainstrument Moskaus. Putins strategischer Hintergrund: Warum gerade jetzt dieser Vorschlag? Putin schlägt Schröder als Vermittler vor – Deutschland wird vorgeführt! Dass Putin ausgerechnet Schröder vorschlägt, ist kein Zufall, sondern Kalkül. Russland versucht, die internationale Isolation zu durchbrechen und die deutsche Öffentlichkeit zu spalten. Ein angesehener ehemaliger Bundeskanzler als Vermittler würde dem Anschein nach die Legitimität Moskaus erhöhen. Gleichzeitig versucht der Kreml, die Debatte zu rahmen: Sollte die Vermittlung scheitern oder ignoriert werden, kann Russland behaupten, der Westen habe selbst Friedenschancen verspielt. Die Kriegsziele Putins in der Ukraine sind dabei unverändert. Russland strebt die Kontrolle über weitere ukrainische Territorien an und möchte die Ukraine aus der NATO fernhalten – Ziele, für die Vermittlung zwischen den Parteien bislang kein wirksames Instrument war. Internationale Vermittlungsversuche durch die Türkei, die Vereinten Nationen und andere Akteure sind in den vergangenen zwei Jahren gescheitert oder führten zu keinen substanziellen Ergebnissen.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Berlin und die Nato reagieren ablehnend – Gründe und Konsequenzen Die Bundesregierung hat Putins Vorschlag schnell und deutlich zurückgewiesen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit erklärte, dass Schröder nicht als offizieller Vermittler in Frage komme. Das ist ein klares Signal an Putin, dass solche Manöver nicht funktionieren. Auch die Bundesregierung betont, dass echte Friedensverhandlungen nur auf Basis der ukrainischen Souveränität und unter Beachtung des Völkerrechts möglich sind – nicht durch Hinterzimmerdiplomatie mit fragwürdigen Vermittlern. Die NATO teilt diese Sichtweise. Für das Militärbündnis ist klar: Vermittler müssen glaubwürdig und unabhängig sein. Schröders Positionen bei russischen Staatskonzernen machen ihn zu beiden nicht. Hinzu kommt, dass die Ukraine selbst – als betroffenste Partei – nicht angefragt wurde und solche einseitigen Vorschläge als desrespektierend empfindet. Kiew hat seit Anfang des Krieges deutlich gemacht, dass es nur an Verhandlungen teilnimmt, die seine Sicherheitsinteressen berücksichtigen. Die SPD in der Zwickmühle: Parteisolidiarität versus Realismus Innerhalb der SPD sind die Reaktionen gemischt. Während Kanzler Olaf Scholz die Ablehnung stützt, haben einzelne Parteimitglieder differenzierter reagiert. Einige argumentieren, dass man Vermittlungsangebote grundsätzlich nicht ablehnen sollte – ein Argument, das moralisch verlockend klingt, aber die Realität ignoriert: Vermittler müssen Zugang zu beiden Seiten haben und von beiden Seiten vertraut werden. Ein Mann, der Aufsichtsratsvorsitzender einer deutsch-russischen Pipeline war und bis heute in russischen Unternehmen aktiv ist, erfüllt diese Bedingung nicht. Schröder selbst hat sich zu Putins Vorschlag nicht öffentlich geäußert – möglicherweise ein strategisches Schweigen, um sich nicht weiter zu diskreditieren. Doch die Geschichte ist ein Problem: Die Tötung von Alexei Nawalny, dem führenden Oppositionellen Putins, hat gezeigt, wie wenig Vertrauen in Moskaus Friedenswillen berechtigt ist. Ein Vermittler, der nicht einmal auf die systematische Unterdrückung von Oppositionellen hinweist, verliert jede Glaubwürdigkeit. Zahlen und Fakten zum Konflikt Dauer des Krieges: Seit Februar 2022 – über zwei Jahre ununterbrochener Kampfhandlungen Opfer: Nach UN-Schätzungen über 180.000 Tote auf beiden Seiten, über 6 Millionen ukrainische Flüchtlinge im Ausland Wirtschaftliche Kosten: Über 400 Milliarden Dollar geschätzter Schaden in der Ukraine allein Deutsche Unterstützung: Deutschland hat der Ukraine über 12 Milliarden Euro an Militär- und Finanzhilfe zugesagt Alternative Vermittler und echte Friedensoptionen Während Schröder als Vermittler untauglich ist, existieren andere Ansätze. Der UN-Generalsekretär, der Internationale Strafgerichtshof und verschiedene NGOs arbeiten an Friedenslösungen – allerdings unter schwierigsten Bedingungen. Der Schlüssel liegt nicht in einzelnen Personen, sondern in strukturellen Veränderungen: Eine Verhandlungslösung wird nur möglich, wenn sich entweder die militärische Lage deutlich verschärft oder beide Seiten erkennen, dass weiteres Kämpfen kostspieliger ist als Dialog. Länder wie die Schweiz haben sich als neutrale Vermittler angeboten – ohne die persönlichen und wirtschaftlichen Verstrickungen Schröders. Der Tagesschau zufolge arbeiten auch skandinavische Länder an Vermittlungsansätzen. Diese Versuche haben allerdings bislang wenig bewirkt, weil Russland und die Ukraine in ihren Forderungen weit auseinander liegen. Ein echter Friedensschluss würde territoriale Konzessionen oder zumindest eine Garantie für Ukraines langfristige Sicherheit erfordern – beides Punkte, auf denen beide Seiten bislang nicht bewegt hat. Blick nach vorne: Was dieser Vorschlag für die deutsche Außenpolitik bedeutet Putins Vorschlag ist im Grunde ein Test: Kann Moskau noch durch historische Verbindungen und Personen Druck auf den Westen ausüben? Die klare Antwort der Bundesregierung lautet nein. Das ist wichtig, denn es zeigt, dass Berlin seine außenpolitische Linie gefestigt hat – unabhängig von persönlichen oder historischen Bindungen. Allerdings offenbart der Vorschlag auch die Schwäche der internationalen Vermittlungslandschaft. Wenn ein ehemaliger Bundeskanzler als Kandidat herangezogen wird, zeigt das, wie verzweifelt die Suche nach Lösungen ist. Putins Machtdemonstration durch militärische Stärke verdeutlicht, dass er sich zurzeit nicht unter Druck sieht und daher wenig Anreiz für echte Verhandlungen hat. Für Deutschland und die EU bleibt die Position klar: Unterstützung für die Ukraine, Sanktionen gegen Russland und die Ablehnung von Vermittlern mit fragwürdigen Bindungen. Das ist unpopulär in einigen Teilen der Bevölkerung, die sich Frieden wünschen – verständlicherweise. Doch ein Frieden, der auf Kapitulation oder dem Verzicht auf Souveränität basiert, ist kein echter Frieden. Schröders mögliche Rolle wird damit vorerst abgehakt. Die Geschichte seiner Verstrickungen mit Russland wird ihn aber weiter begleiten – als mahnendes Beispiel für die Gefahren, wenn wirtschaftliche Interessen außenpolitische Neutralität untergraben. ``` EinordnungPutins Vorschlag wirft Fragen nach Schröders Neutralität und Glaubwürdigkeit auf. Die Meldung verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen Deutschland und Russland im Kontext des Ukraine-Konflikts. ZZenNews24 RedaktionUnabhängige Nachrichtenredaktion · Schwerpunkt: Politik Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 Ukraine-Krieg Gerhard Schröder Wladimir Putin Diplomatie SPD T Thomas Weber Politik & Wirtschaft Thomas Weber beobachtet seit über 15 Jahren die deutsche Bundespolitik und europäische Wirtschaftsentwicklungen. Sein Schwerpunkt liegt auf Haushaltspolitik, Koalitionsdynamiken und internationaler Handelspolitik. Das könnte dich interessieren › Politik Merz stellt Vertrauensfrage: Koalition auf dem Prüfstand 5 Std. her Politik Merz plant schärferes Asylrecht – Koalition streitet 6 Std. her Politik Merz unter Druck: SPD fordert Nachbesserung beim Haushalt 8 Std. her Politik Luigi Pantisano: Daniel Günther fordert neuen Linkenchef zum Rücktritt auf 23.06.2026 Politik BSW fordert Volksbefragung zu NATO-Stationierungen 22.06.2026 Politik AfD legt Verfassungsklage gegen Merz-Haushalt ein 22.06.2026 Politik Merz plant Steuerreform: Mittelstand soll entlastet werden 22.06.2026 Politik Alexandr Lukaschenko: Ein schwieriger Verbündeter für Moskau 20.06.2026 Auch interessant › Unterhaltung Baumgart: Der „Junge im Mond“ unterm Sternenhimmel 3 Std. her Gesellschaft Bad Langensalza: Streit in Café – 25-Jähriger stirbt nach Messerattacke 5 Std. her Sport WM 2026 News heute: Kritik an Trinkpause - »Komplett unverständlich« 6 Std. her Regional Islamfeindlichkeit: Netzwerk berichtet von massivem antimuslimischem Rassismus 8 Std. her Unterhaltung Elbphilharmonie in Hamburg: Besuch der Plaza soll bald Eintritt kosten 9 Std. her Sport Fußball-WM 2026: Zwei Stunden Regenpause in Philadelphia – die Fans feiern trotzdem Gestern Gesundheit Verschwommen sehen: Rätselhafte Patientin sieht plötzlich schlecht – Ursache liegt nicht im Auge Gestern Digital Fall Collien Fernandes: SPIEGEL darf weiter über »virtuelle Vergewaltigung« berichten Gestern Quelle: Welt Politik ↗ Mehr aus Politik › Politik Merz stellt Vertrauensfrage: Koalition auf dem Prüfstand 5 Std. her Politik Merz plant schärferes Asylrecht – Koalition streitet 6 Std. her Politik Merz unter Druck: SPD fordert Nachbesserung beim Haushalt 8 Std. her Politik Luigi Pantisano: Daniel Günther fordert neuen Linkenchef zum Rücktritt auf 23.06.2026 Politik BSW fordert Volksbefragung zu NATO-Stationierungen 22.06.2026 Politik AfD legt Verfassungsklage gegen Merz-Haushalt ein 22.06.2026 Politik Merz plant Steuerreform: Mittelstand soll entlastet werden 22.06.2026 Politik Alexandr Lukaschenko: Ein schwieriger Verbündeter für Moskau 20.06.2026 ← Politik TU Berlin: Sanierungsstau von 2,3 Milliarden Euro – Hauptgebäude gesperrt Politik → Sicherheitsexperte kritisiert Putins Schröder-Vorschlag als Vermittlung