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Monaco: Anschlag mit Paketbombe galt offenbar ukrainischem Oligarchen

Paketbombe in Monaco verletzt drei Menschen schwer – Ermittler vermuten ukrainischen Oligarchen als Zielobjekt des Attentats.

Von ZenNews24 Redaktion 3 Min. Lesezeit
Monaco: Anschlag mit Paketbombe galt offenbar ukrainischem Oligarchen
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Bombenanschlag hat Monaco erschüttert: Eine mit Schrauben und Schrot präparierte Paketbombe detonierte am frühen Nachmittag in einem zentralen Wohnviertel des Fürstentums und verletzte drei Menschen schwer
  • Nach bisherigen Erkenntnissen der monegassischen Behörden richtete sich das Attentat gegen einen ukrainischen…

Ein Bombenanschlag hat Monaco erschüttert: Eine mit Schrauben und Schrot präparierte Paketbombe detonierte am frühen Nachmittag in einem zentralen Wohnviertel des Fürstentums und verletzte drei Menschen schwer. Nach bisherigen Erkenntnissen der monegassischen Behörden richtete sich das Attentat gegen einen ukrainischen Oligarchen. Der Tatverdächtige ist flüchtig; Interpol und der französische Geheimdienst wurden in die Fahndung eingebunden.

Ablauf des Anschlags und Verletzte

Die Detonation ereignete sich in einem Wohngebiet nahe dem Hafen von Monaco. Die Druckwelle zerstörte mehrere Fensterscheiben in der unmittelbaren Umgebung und verursachte erhebliche Sachschäden an umliegenden Gebäuden. Über 40 Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr rückten aus; rund 150 Anwohner wurden vorsorglich evakuiert.

Drei Personen erlitten Verletzungen. Eine Frau mittleren Alters, die sich unmittelbar am Detonationsort befand, trug schwere Schrapnellverletzungen an Oberkörper und Kopf davon. Ein männlicher Haushaltsangestellter erlitt lebensgefährliche Verbrennungen und Schrapnellverletzungen. Eine ältere Anwohnerin wurde durch die Druckwelle zu Boden gerissen und zog sich Prellungen sowie Schnitt- und Risswunden zu. Alle drei wurden umgehend in das Centre Hospitalier Princesse Grace eingeliefert. Der Zustand der beiden Schwerverletzten soll sich mittlerweile stabilisiert haben; langfristige Folgen sind nach Angaben der Klinik nicht auszuschließen.

Zahlen und Fakten zum Anschlag in Monaco

Zeitpunkt: Früher Nachmittag (genaue Uhrzeit von Behörden nicht bestätigt)
Verletzte gesamt: 3 Personen (2 schwer, 1 leichter verletzt)
Lebensgefährlich verletzt: 2 Personen
Sprengstoffzusammensetzung: Explosivstoffe mit Schrauben und Schrot als Splitterfüllung
Einsatzkräfte vor Ort: Über 40 Polizisten, Rettungskräfte und Feuerwehr
Evakuierte Anwohner: Rund 150 Personen
Tatverdächtige: 1 Person, flüchtig (internationale Fahndung aktiv)
Mutmaßliches Ziel: Ukrainischer Geschäftsmann mit regelmäßigem Wohnsitz in Monaco

Ukrainischer Oligarch als mutmaßliches Ziel

Der monegassische Geheimdienst und die Kriminalpolizei gehen nach aktuellem Ermittlungsstand davon aus, dass das Attentat einem ukrainischen Geschäftsmann galt, der Monaco als regelmäßigen Aufenthaltsort nutzt. Der Name des Mannes wurde aus ermittlungstaktischen Gründen bislang nicht veröffentlicht. Ob er sich zum Zeitpunkt der Explosion im Gebäude befand, ist unklar.

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Die Behörden prüfen mehrere Motivszenarien parallel: ein wirtschaftlicher Konflikt mit Geschäftspartnern, eine persönliche Fehde oder ein politisch motivierter Hintergrund im Kontext der geopolitischen Lage in Osteuropa. Ähnliche gewaltsame Vorfälle gegen ukrainische und russische Geschäftsleute sind in Westeuropa in den vergangenen Jahren mehrfach dokumentiert worden. Eine vorschnelle Festlegung auf ein Szenario lehnten die Ermittler jedoch ausdrücklich ab.

Monaco zählt zu den begehrtesten Domizilen vermögender internationaler Geschäftsleute. Das Fürstentum bietet niedrige Steuern, hohe Diskretion und eine vergleichsweise dichte Sicherheitsinfrastruktur. Dass ein derart gezielter Anschlag dennoch gelingen konnte, wirft nach Einschätzung von Sicherheitsexperten grundlegende Fragen zur Überwachung internationaler Hochrisikostandorte auf.

Internationale Fahndung und Zusammenarbeit mit Frankreich

Da Monaco vollständig vom französischen Staatsgebiet umschlossen ist, besteht die naheliegende Möglichkeit, dass der Tatverdächtige unmittelbar nach der Tat in Richtung Frankreich geflohen ist. Die monegassischen Behörden haben sofort Kontakt mit der französischen Police nationale und dem Inlandsgeheimdienst DGSI aufgenommen. Grenznahe Kontrollpunkte wurden verstärkt besetzt; Fahndungsbilder wurden über Interpol international verbreitet.

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Die Ermittlungskoordination erfolgt laut Behördenangaben in enger Abstimmung mit Interpol in Lyon. Ob europäische Haftbefehle ausgestellt wurden, war bis Redaktionsschluss nicht bestätigt. Die Fahndung gilt als prioritär; weitere Details sollen auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden, deren Termin noch aussteht.

Die enge Verflechtung von Monaco mit dem europäischen Sicherheitsapparat ist nicht neu: Bereits bei früheren Ermittlungen im Bereich organisierter Kriminalität im Mittelmeerraum kooperierte das Fürstentum eng mit französischen und italienischen Behörden.

Auswirkungen auf Anwohner, Einzelhandel und Tourismus

  • Erhöhte Polizeipräsenz in zentralen Wohnvierteln sowie in touristischen Bereichen rund um den Hafen und den Casino-Platz
  • Vorübergehende Sperrung mehrerer Straßenzüge im Umkreis des Tatorts für Fahrzeuge und Fußgänger
  • Spürbarer Rückgang der Laufkundschaft in benachbarten Geschäften und Restaurants am Tag des Anschlags
  • Verstärkte Sicherheitskontrollen bei Paketzustellungen im gesamten Fürstentum

Der Anschlag dürfte das Image Monacos als sicherer Rückzugsort für internationale Vermögende nachhaltig belasten. Die angekündigte Pressekonferenz der monegassischen Behörden wird zeigen, ob die Ermittler dem flüchtigen Tatverdächtigen bereits nähergekommen sind – und ob sich hinter der Tat ein größeres Netzwerk verbirgt, das über das Fürstentum hinaus agiert. ZenNews24 berichtet weiter, sobald neue Informationen vorliegen.

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Quelle: AutoEditor/regional
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