ZenNews24› Unterhaltung› Zac Efron baut in Australien ein Haus, das fast k… Unterhaltung Zac Efron baut in Australien ein Haus, das fast komplett aus Hanf besteht Hollywood-Star Zac Efron baut in Australien ein Haus fast komplett aus Hanf – und erklärt damit nachhaltigem Bauen den Mainstream-Moment. Von ZenNews24 Redaktion 14.06.2026, 10:45 Uhr 4 Min. Lesezeit Das Wichtigste in Kürze Hollywood-Star Zac Efron setzt bei seinem neuen Wohnprojekt in Australien auf einen ungewöhnlichen Baustoff: HanfDas Projekt zeigt, wie manche Prominente nachhaltige Lebensweisen nicht nur propagieren, sondern tatsächlich lebenDie Wände sollen aus Hanfbeton bestehen, auch die Einrichtung soll den… Hollywood-Star Zac Efron setzt bei seinem neuen Wohnprojekt in Australien auf einen ungewöhnlichen Baustoff: Hanf. Das Projekt zeigt, wie manche Prominente nachhaltige Lebensweisen nicht nur propagieren, sondern tatsächlich leben. Die Wände sollen aus Hanfbeton bestehen, auch die Einrichtung soll den vielseitigen Rohstoff konsequent nutzen. Efrons erklärtes Ziel: „der Erde so nah wie möglich" sein.InhaltsverzeichnisHanf statt Beton: Was steckt hinter dem Bauprojekt?Warum Hanf als Baustoff ernstzunehmen istAustralien als Bühne für grüne ExperimenteKosten und Wirtschaftlichkeit: Teurer Spaß oder lohnende Investition? Hanf statt Beton: Was steckt hinter dem Bauprojekt? Der Schauspieler, bekannt aus „High School Musical" und „Neighbors", hat seinen Wohnsitz seit einigen Jahren nach Australien verlagert. Das Hanfhaus ist dabei keine spontane Laune, sondern die konsequente Fortsetzung eines öffentlich dokumentierten Weges. In seiner Netflix-Dokumentarserie „Down to Earth with Zac Efron" (2020) reiste er mit Wellness-Experte Darin Olien um die Welt, um nachhaltige Lebensmodelle vorzustellen. Das aktuelle Bauprojekt wirkt wie die persönliche Schlussfolgerung aus dieser Reise. Hanfbeton – im Englischen als Hempcrete bekannt – ist dabei keine futuristische Fantasie, sondern ein seit Jahrzehnten in Europa erprobter Baustoff. Die Mischung aus Hanfschäben, Kalk und Wasser ergibt ein stabiles, leichtes Material, das herkömmlichen Baustoffen in mehreren Punkten überlegen ist. Dass ein Hollywood-Star dieses Material nun in den Mainstream-Diskurs trägt, dürfte dem Hempcrete-Markt nicht schaden. Wichtig zu betonen: Hanfbeton enthält keinen THC und hat keinerlei psychoaktive Wirkung. Der Rohstoff stammt aus Nutzhanf (Cannabis sativa), dessen Anbau in Australien streng reguliert, aber legal ist. Wer also hofft, Efrons Wände anzulecken und high zu werden, wird enttäuscht. Warum Hanf als Baustoff ernstzunehmen ist Die Vorteile von Hempcrete sind gut belegt. Hanf wächst in drei bis vier Monaten zur Erntereife, benötigt kaum Pestizide und verbessert durch tiefe Wurzeln sogar die Bodenqualität. Während des Wachstums bindet die Pflanze CO2 – und dieses bleibt im fertigen Baumaterial gespeichert. Das Ergebnis: eine negative Kohlenstoffbilanz pro verbautem Kubikmeter. In einer Baubranche, die weltweit für rund acht Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich ist, ist das kein triviales Detail.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Hinzu kommen handfeste Alltagsvorteile. Hanfbeton reguliert die Raumfeuchte auf natürlichem Weg, was Schimmelbildung hemmt und das Raumklima angenehm stabil hält. Die Wärmeisolation ist beachtlich: Mit einem R-Wert von etwa 3,5 bis 4,5 pro 30 Zentimeter Wandstärke schneidet das Material solide ab, wenngleich es für Außenwände in kalten Klimazonen häufig mit zusätzlicher Dämmung kombiniert wird. In Australiens überwiegend mildem Klima ist das weniger kritisch. Auch gesundheitlich sprechen Argumente für das Material: Natürliche Baustoffe setzen keine flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) frei, wie sie in vielen konventionellen Farben, Klebern und Dämmstoffen stecken. Ob das zu besserem Schlaf führt, wie gelegentlich behauptet, lässt sich wissenschaftlich schwer isolieren – das Gesamtpaket aus Raumklima, Feuchteregulierung und schadstoffarmer Luft ist aber plausibel positiv. Eigenschaft Vorteil Relevanz Kohlenstoffbilanz Negativ (CO2 wird gespeichert) Klimaschutz Feuchtigkeitsregulierung Stabilisiert Raumluft auf 40–60 % rel. Feuchte Wohngesundheit Wärmeisolation R-Wert ca. 3,5–4,5 pro 30 cm Wandstärke Energieeffizienz Verarbeitbarkeit Leicht formbar, gießbar oder als Blöcke Konstruktionsflexibilität Entsorgung Vollständig biologisch abbaubar Kreislaufwirtschaft Wachstumszyklus Erntereif nach 3–4 Monaten Ressourcenschonung Schädlingsresistenz Natürlich resistent gegen Schimmel und Insekten Langlebigkeit Australien als Bühne für grüne Experimente Die Wahl Australiens ist kein Zufall. Efron lebt seit einigen Jahren in Byron Bay, einem Küstenort in New South Wales, der für seine Wellness- und Nachhaltigkeitskultur bekannt ist. Die Region zieht kreative Köpfe, Unternehmer und – ja – Hollywoodstars an, die dem Trubel Kaliforniens entfliehen wollen. Das gesellschaftliche Klima dort ist für ein Hanfhaus deutlich günstiger als etwa in Los Angeles. Australien hat zudem in jüngster Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass es bereit ist, unkonventionelle Wege zu gehen. Das Land diskutiert intensiv über nachhaltige Stadtentwicklung, und einzelne Bundesstaaten haben den Hanfanbau für Bauzwecke aktiv gefördert. Auch in anderen Bereichen geht Australien eigene Wege: So hat das Land etwa mit dem Social-Media-Verbot für Minderjährige weltweit für Schlagzeilen gesorgt – ein weiteres Beispiel für den pragmatischen Reformwillen des Landes. Für Efron bedeutet das konkret: Er baut nicht gegen den Strom, sondern mit ihm. Das erleichtert Baugenehmigungen, Materiallieferungen und die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern, die Hempcrete zunehmend beherrschen. Kosten und Wirtschaftlichkeit: Teurer Spaß oder lohnende Investition? Nachhaltige Baustoffe gelten als teuer – und das stimmt zumindest für die Anfangsinvestition. Hempcrete kostet in der Anschaffung und Verarbeitung mehr als konventioneller Beton, was vor allem auf die noch begrenzte industrielle Skalierung zurückzuführen ist. Doch die Rechnung über den gesamten Lebenszyklus sieht anders aus: Geringere Heiz- und Kühlkosten, minimaler Wartungsaufwand und die lange Haltbarkeit des Materials gleichen den Aufpreis über Jahrzehnte aus. Für jemanden wie Efron, der Australien erkennbar als langfristigen Lebensmittelpunkt betrachtet, ist das eine rationale Kalkulation – und nicht nur ein grünes Statussymbol. Entscheidend ist die Signalwirkung: Wenn ein Hollywoodstar mit globalem Publikum Hempcrete in sein Eigenheim verbaut, landet der Begriff in Wohnmagazinen, auf Social-Media-Kanälen und schließlich in den Köpfen von Bauherren, die bislang nie über Alternativen zu Porenbeton nachgedacht haben. Die Baubranche bewegt sich langsam – aber sie bewegt sich, wenn die Nachfrage wächst. Efrons Hanfhaus könnte ein kleiner, aber sichtbarer Beschleuniger sein. 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