ZenNews24› Finanzen› Bitcoin-Steuer: Aus für Haltefrist trifft 7 Milli… Finanzen Bitcoin-Steuer: Aus für Haltefrist trifft 7 Millionen Anleger Haushaltsentwurf 2027 sieht vor, Kryptogewinne wie Aktien mit der Abgeltungssteuer zu belasten — unabhängig von der bisherigen 12-Monats-Frist. Von ZenNews24 Redaktion 06.07.2026, 19:15 Uhr 2 Min. Lesezeit Aktualisiert: 06.07.2026 Zu diesem ThemaEinkommensteuerreform ↑Betrifft: Sparer · VerbraucherIn KürzeHaushaltsentwurf 2027 sieht Abschaffung der 12-Monats-Haltefrist für Kryptowährungen vor.Kryptogewinne sollen künftig mit 26,375 Prozent Abgeltungssteuer besteuert werden, unabhängig von Haltedauer.Rund 7 Millionen Krypto-Anleger in Deutschland wären von der geplanten Regeländerung betroffen. Bitcoin-Anleger in Deutschland müssen sich auf eine grundlegende Änderung einstellen: Der am Wochenende durchgesickerte Haushaltsentwurf 2027 der Bundesregierung sieht vor, die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen komplett umzukrempeln. Die bisherige einjährige Haltefrist, nach der Verkäufe steuerfrei waren, soll fallen — künftig würden Bitcoin-Gewinne wie Aktiengewinne besteuert. Betroffen wären laut Schätzungen der Bundesregierung rund 7 Millionen Krypto-Nutzer in Deutschland.InhaltsverzeichnisWas die Bundesregierung plantSo funktioniert die Besteuerung heute (§ 23 EStG)Rechenbeispiel: Was sich für Anleger ändertPolitischer Widerstand und offene FragenWas Anleger jetzt wissen sollten ▶ Auf einen BlickHaushaltsentwurf 2027 sieht Ende der 12-Monats-Haltefrist für Kryptowährungen vor.Kryptogewinne sollen künftig als Kapitaleinkünfte mit der Abgeltungssteuer (26,375 %) besteuert werden.Rund 7 Millionen Krypto-Anleger in Deutschland betroffen.SPD will Haltefrist abschaffen, CDU/CSU will sie behalten — noch kein Gesetz. Was die Bundesregierung plant Konkret sollen im Privatvermögen gehaltene Kryptowerte künftig den Einkünften aus Kapitalvermögen zugeordnet werden — genau wie Aktien, ETFs oder Fondsanteile. Veräußerungsgewinne wären dann unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig, dafür würde statt des persönlichen Einkommensteuersatzes der pauschale Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag greifen — macht in Summe 26,375 Prozent. So funktioniert die Besteuerung heute (§ 23 EStG) Aktuell gelten Bitcoin & Co. steuerlich nicht als Kapitalvermögen, sondern als "andere Wirtschaftsgüter" nach § 23 Abs. 1 Nr. 2 Einkommensteuergesetz — ein privates Veräußerungsgeschäft. Entscheidend ist die Haltedauer: ZenNews24 auf YouTube Haltefrist ab 12 Monaten: Verkauf ist komplett steuerfrei, unabhängig von der Gewinnhöhe. Haltefrist unter 12 Monaten: Der Gewinn wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert — nicht mit der Abgeltungssteuer. Freigrenze 1.000 Euro pro Jahr: Bleiben alle privaten Veräußerungsgewinne darunter, sind sie steuerfrei. Wird die Grenze überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig — nicht nur der übersteigende Teil. Rechenbeispiel: Was sich für Anleger ändert Ein Beispiel verdeutlicht die Tragweite der Reform: Ein Anleger kauft 1 Bitcoin für 30.000 Euro und verkauft ihn später für 80.000 Euro — Gewinn: 50.000 Euro. SzenarioAktuelles RechtNach geplanter Reform Haltedauer über 12 Monate0 Euro Steuer (steuerfrei)50.000 € × 26,375 % = 13.187,50 Euro Haltedauer unter 12 Monate, Spitzensteuersatzca. 23.750 Euro (Einkommensteuer + Soli)50.000 € × 26,375 % = 13.187,50 Euro Die Reform würde Langfrist-Halter also schlechter stellen — von steuerfrei auf gut 13.000 Euro Steuerlast. Kurzfrist-Trader mit hohem persönlichem Steuersatz würden dagegen entlastet, weil die Abgeltungssteuer niedriger ausfällt als ihr individueller Grenzsteuersatz.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Politischer Widerstand und offene Fragen Ein fertiges Gesetz gibt es noch nicht — der Haushaltsentwurf formuliert bislang nur die Absicht. Innerhalb der Koalition ist der Kurs umstritten: Die SPD um Finanzminister Lars Klingbeil treibt die Abschaffung der Haltefrist voran, die Union will sie dagegen beibehalten. Wie BTC-ECHO berichtet, soll die Neuregelung Kryptowerte explizit mit Aktien gleichstellen. Steuerrechtler halten den Entwurf zudem für verfassungsrechtlich angreifbar, weil vergleichbare Vermögenswerte wie Gold weiterhin steuerfrei blieben. Auch eine zentrale Frage für die betroffenen Anleger ist noch offen: Gibt es einen Bestandsschutz für bereits gehaltene Coins, oder würde die Neuregelung rückwirkend auf laufende Positionen angewendet? Laut Analyse von Börse Online ist genau dieser Punkt im aktuellen Entwurf noch nicht abschließend geregelt. Was Anleger jetzt wissen sollten Bis ein konkreter Gesetzentwurf Bundestag und Bundesrat durchlaufen hat, ändert sich für Krypto-Anleger zunächst nichts — die heutige 12-Monats-Regel gilt weiter. Wer grundsätzlich über die Rolle von Bitcoin in der langfristigen Vermögensplanung nachdenkt, findet eine ausführliche Einordnung samt Risiken im Ratgeber zu Bitcoin & Krypto in der Altersvorsorge von aktienrenterechner.de. Mehr zum ThemaMerz stellt Haushalt 2027 vor: Sparpaket trifft SozialesKoalitionsfrieden auf Pump: Warum der Haushalt die neue Regierung zerreißen könnteBundesregierung erhöht Bio-Förderung: 200 Millionen Euro für 2027 Quelle: BTC-ECHO Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Mehr zum ThemaWirtschaftvor 10 Std.Euroraum-Inflation springt auf 3,8 ProzentPolitikvor 21 Std.Rhein öffnet Ausschussvorsitze für AfDPolitikgesternSteinmeier warnt vor ExtremismusPolitikgesternBundespräsident warnt vor Koalitionsbruch Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 bitcoin krypto steuern abgeltungssteuer haushalt-2027 altersvorsorge Z ZenNews24 Redaktion Redaktion Die ZenNews24-Redaktion berichtet rund um die Uhr über die wichtigsten Ereignisse aus Deutschland und der Welt. Unsere Journalistinnen und Journalisten recherchieren, analysieren und ordnen ein — unabhängig und verlässlich. Das könnte dich interessieren › Finanzen Viele Betriebe des Bundes ohne eigenen Tarifvertrag 21.07.2026 Finanzen ROUNDUP: Mehrere Tote bei ukrainischen Angriffen auf Enerhodar 13.07.2026 Finanzen US-Senator Lindsey Graham ist tot 12.07.2026 Finanzen ROUNDUP 2/Trotz Angriffen: Gesprächsbereitschaft zwischen USA und Iran 11.07.2026 Finanzen GNW-News: Der Bericht "State of Corporate Purpose 2026" von Benevity zeigt: Unternehmensspenden steigen trotz soziopolitischem Druck um acht Punkte 10.07.2026 Finanzen ROUNDUP: Trump will Syrien von Terrorliste streichen 09.07.2026 Finanzen München lehnt Pläne zu strengerer Krankschreibung ab 04.07.2026 Finanzen EQS-News: FIT GROUP AG: Handelbarkeit der Aktie wird weiter ausgebaut (deutsch) 02.07.2026 Auch interessant › Wirtschaft Inflation explodiert: Verbraucher drohen höhere Preise 10 Std. her Politik AfD-Ausschussvorsitze: CDU-Rhein bricht mit Tabu 20 Std. her Politik Steinmeier warnt vor Extremismus – AfD verweigert Applaus Gestern Politik Koalitionskrise: Platzt jetzt Schwarz-Rot? Gestern Klima Wasserkrise: Europas Flüsse so leer wie nie zuvor 02.10.2026 Unterhaltung Jan Böhmermann: ZDF Magazin Royale vor dem Aus 02.10.2026 Gesundheit Fettleber: Jeder Vierte betroffen – so heilt das Organ 01.10.2026 Sport Ronaldo-Rücktritt? Portugal-Star verlässt Teamcamp fluchtartig 01.10.2026 Quelle: BTC-ECHO ↗ Mehr aus Finanzen › Finanzen Viele Betriebe des Bundes ohne eigenen Tarifvertrag 21.07.2026 Finanzen ROUNDUP: Mehrere Tote bei ukrainischen Angriffen auf Enerhodar 13.07.2026 Finanzen US-Senator Lindsey Graham ist tot 12.07.2026 Finanzen ROUNDUP 2/Trotz Angriffen: Gesprächsbereitschaft zwischen USA und Iran 11.07.2026 Finanzen GNW-News: Der Bericht "State of Corporate Purpose 2026" von Benevity zeigt: Unternehmensspenden steigen trotz soziopolitischem Druck um acht Punkte 10.07.2026 Finanzen ROUNDUP: Trump will Syrien von Terrorliste streichen 09.07.2026 Finanzen München lehnt Pläne zu strengerer Krankschreibung ab 04.07.2026 Finanzen EQS-News: FIT GROUP AG: Handelbarkeit der Aktie wird weiter ausgebaut (deutsch) 02.07.2026 ← Finanzen München lehnt Pläne zu strengerer Krankschreibung ab Finanzen → ROUNDUP: Trump will Syrien von Terrorliste streichen