ZenNews24› Politik› Kallas lehnt Schröder als Ukraine-Vermittler ab Politik Kallas lehnt Schröder als Ukraine-Vermittler ab EU-Außenbeauftragte widerspricht Putins Wunsch nach Altbundeskanzler als Friedensvermittler. Von Thomas Weber 12.05.2026, 07:01 Uhr 4 Min. Lesezeit Aktualisiert: 12.05.2026 Das Wichtigste in Kürze Wladimir Putin hat sich Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg gewünschtDie EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas lehnt dies entschieden abAuch Wolodymyr Selenskyj äußert sich kritisch zu dem Vorschlag Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat eine mögliche Vermittlerrolle des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder im Ukraine-Krieg entschieden abgelehnt. Dies geschah als Reaktion auf Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der Schröder als potenziellen Friedensvermittler ins Gespräch gebracht hatte. Kallas betonte damit die klare Positionierung der Europäischen Union in der Frage, wer als glaubwürdiger Vermittler zwischen der Ukraine und Russland fungieren kann.InhaltsverzeichnisHintergrundDie wichtigsten FaktenEuropäische Positionen und GlaubwürdigkeitsfragenUkrainische Perspektive und internationale ReaktionenSchröders kontroverse RolleAusblick Hintergrund Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zieht sich nun bereits mehrere Jahre hin und hat zu enormen humanitären Konsequenzen geführt. In diesem Kontext haben verschiedene internationale Akteure immer wieder versucht, vermittelnd tätig zu werden oder Friedensgespräche zu initiieren. Gerhard Schröder, der von 1998 bis 2005 Bundeskanzler Deutschlands war, steht seit Jahren wegen seiner engen Beziehungen zu Russland und insbesondere zu Putin in der Kritik. Diese Verbindungen wurden nach Russlands Invasion in der Ukraine 2022 besonders kontrovers diskutiert. ▶ Auf einen BlickEU-Außenbeauftragte Kallas lehnt Gerhard Schröder als Ukraine-Vermittler ab.Putins Vorschlag für Schröder als Friedensvermittler wird von der EU abgelehnt.Schröders enge Russland-Verbindungen machen ihn international als Vermittler unglaubwürdig. Die wichtigsten Fakten Putins Vorschlag: Der russische Präsident äußerte den Wunsch, dass Gerhard Schröder als Vermittler in Friedensverhandlungen fungieren könnte. Kallas' Ablehnung: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wies diesen Vorschlag entschieden zurück und signalisiert damit die europäische Position gegen diese Vermittlerrolle. Schröders umstrittene Position: Der ehemalige Bundeskanzler ist aufgrund seiner langjährigen Geschäftsbeziehungen zu Russland international umstritten und genießt in vielen europäischen und transatlantischen Kreisen kein Vertrauen. Selenskyjs Haltung: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich ebenfalls kritisch zu einem möglichen Einsatz Schröders als Vermittler. Europäische Geschlossenheit: Die klare Ablehnung durch die EU-Außenbeauftragte zeigt das Bemühen um europäische Einigkeit in der Frage legitimer Vermittler. Europäische Positionen und Glaubwürdigkeitsfragen Kaja Kallas, die seit 2024 als Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außenpolitik und Sicherheitspolitik fungiert, repräsentiert in dieser Angelegenheit die offizielle Position der EU. Ihre Ablehnung basiert nicht zuletzt auf Fragen der Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit eines Vermittlers. Ein erfolgreiches Friedensabkommen erfordert einen Vermittler, dem beide Seiten vertrauen und der als unabhängig wahrgenommen wird. ZenNews24 auf YouTube ZenNews24 auf YouTube Gerhard Schröder hat sich über Jahrzehnte als enger Vertrauter und Geschäftspartner Putins profiliert. Nach der russischen Invasion der Ukraine 2022 geriet er zunehmend unter Druck und musste sich mehrfach öffentlich rechtfertigen. Sein Ruf als unabhängiger Vermittler ist dadurch erheblich beschädigt. Die Tatsache, dass Putin gerade Schröder vorschlägt, könnte von außen als Versuch interpretiert werden, jemanden einzusetzen, der den russischen Positionen wohlwollend gegenübersteht. Ukrainische Perspektive und internationale Reaktionen Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich ebenfalls zu dieser Thematik geäußert. Aus ukrainischer Perspektive ist ein glaubwürdiger Vermittler essenziell, um die eigenen Interessen zu schützen. Angesichts Russlands Invasion und der damit verbundenen Zerstörungen sieht Kyjiw wenig Anlass, jemandem zu vertrauen, der enge Verbindungen zum Kreml unterhält.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holenBildmaterial: ZenNews24 Mediathek Die internationale Gemeinschaft hat sich bisher auf verschiedene vermittelnde Ansätze konzentriert. Länder wie die Türkei, Norwegen und andere neutrale Staaten haben immer wieder Vermittlungsangebote unterbreitet. Auch die Vereinten Nationen versuchen, eine Rolle in Friedensverhandlungen zu spielen. Ein ehemaliger deutscher Kanzler mit engen Putins-Verbindungen passt in dieses Bild nicht herein. Schröders kontroverse Rolle Gerhard Schröder hatte nach seiner Zeit als Bundeskanzler zahlreiche lukrative Positionen in russischen Energie- und Infrastrukturunternehmen angenommen. Er war lange Zeit Vorsitzender des Aufsichtsrats von Gazprom Germania und hatte weitere Engagements im Energiesektor. Diese wirtschaftlichen Verflechtungen werden vielfach als problematisch betrachtet, insbesondere im Kontext der geopolitischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Nach der Invasion der Ukraine 2022 führte dies zu massiven Konflikten. Die SPD, Schröders ehemaliger Partei, distanzierte sich teilweise von ihm. Es gab Forderungen nach dem Entzug seiner Privilegien als ehemaliger Bundeskanzler. Gleichzeitig verteidigte Schröder seine Position teilweise als Befürworter von Dialog und Deeskalation, eine Argumentation, die jedoch wenig Anklang bei internationalen Partnern fand. Ausblick Die Ablehnung Schröders durch die EU und die Ukraine signalisiert eine klare Grenzziehung bei der Frage, wer als legitimer Vermittler in Friedensverhandlungen fungieren kann. Dies unterstreicht auch die europäische Geschlossenheit in einer sensiblen Phase des Konflikts. Solange Russland nicht grundlegend seine Invasionspolitik überdenkt, ist die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Vermittlungen gering – unabhängig davon, wer diese durchführen soll. Für Schröder persönlich bedeutet diese Ablehnung eine weitere Isolierung auf der internationalen Bühne. Sein Angebot oder Putins Wunsch nach einer Vermittlerrolle wird in absehbarer Zeit nicht realisiert. Die europäische und ukrainische Seite haben damit deutlich gemacht, dass Verhandlungen nur mit unabhängigen und glaubwürdigen Partnern geführt werden können. Mehr zum ThemaPutin schlägt Schröder als Vermittler vor — Ukraine lehnt abEU lehnt Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg abPutin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg vor EinordnungDie Ablehnung signalisiert, dass Deutschland sich international positionieren muss zwischen seinen Vergangenheitsbindungen und aktuellen europäischen Prioritäten. Die Entscheidung zeigt die Zerreißprobe zwischen wirtschaftlichen Russland-Beziehungen und sicherheitspolitischer Solidarität mit der Ukraine. ZZenNews24 RedaktionUnabhängige Nachrichtenredaktion · Schwerpunkt: Politik Quelle: Spiegel Politik Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 Ukraine-Krieg Gerhard Schröder Kaja Kallas Friedensvermittlung Europäische Union T Thomas Weber Politik & Wirtschaft Thomas Weber beobachtet seit über 15 Jahren die deutsche Bundespolitik und europäische Wirtschaftsentwicklungen. Sein Schwerpunkt liegt auf Haushaltspolitik, Koalitionsdynamiken und internationaler Handelspolitik. 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