ZenNews24› Gesellschaft› Cannabis Social Club (CSC): Mitglied werden in De… Gesellschaft Cannabis Social Club (CSC): Mitglied werden in Deutschland Von ZenNews24 Redaktion 28.05.2026, 09:35 Uhr 2 Min. Lesezeit Das Wichtigste in Kürze Seit Juli 2024 sind Cannabis Social Clubs (CSC) in Deutschland legalWas ein CSC ist, wie man Mitglied wird, was erlaubt ist und wo es die ersten Clubs gibt — der vollständige Guide Seit dem 1. Juli 2024 sind Cannabis Social Clubs (CSC) — im Gesetz als „Anbauvereinigungen" bezeichnet — in Deutschland offiziell zugelassen. Sie ermöglichen es Erwachsenen, gemeinschaftlich Cannabis anzubauen und zu verteilen, ohne auf den Schwarzmarkt angewiesen zu sein. Doch wie funktioniert das genau, wie wird man Mitglied, und was ist in einem CSC verboten?InhaltsverzeichnisWas ist ein Cannabis Social Club?Abgabemengen: Wie viel Cannabis bekomme ich?Wie gründet man einen CSC?Wie wird man Mitglied?Wo gibt es CSCs in Deutschland?Was darf ein CSC NICHT?CSC vs. Amsterdam Coffeeshop: Die UnterschiedeVideo: Cannabis Social Clubs in Hamburg — NDR DokumentationFazit: CSC als Alternative zum Schwarzmarkt Was ist ein Cannabis Social Club? Ein Cannabis Social Club (CSC) ist ein gemeinnütziger, nicht-kommerzieller Verein, in dem Mitglieder gemeinschaftlich Cannabis anbauen, verarbeiten und unter sich verteilen. Das Ziel: legaler Zugang zu Cannabis für Erwachsene, ohne Gewinnerzielung und ohne öffentlichen Verkauf. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen laut CanG (§§ 11–26): Maximal 500 Mitglieder pro Verein Mitglieder müssen volljährig (18+) und dauerhaft in Deutschland wohnhaft sein Nur Mitglieder mit Wohnsitz in Deutschland können beitreten — keine Touristen Rechtsform: eingetragener Verein (e.V.) Keine Gewinnausschüttung, keine kommerziellen Zwecke Erlaubnis durch zuständige Landesbehörde erforderlich Abgabemengen: Wie viel Cannabis bekomme ich? Mitglieder ab 21 Jahren: max. 25g pro Tag, max. 50g pro Monat Mitglieder zwischen 18–20 Jahren: max. 25g pro Tag, max. 30g pro Monat, THC-Gehalt auf max. 10% limitiert Die Abgabe findet ausschließlich in den Vereinsräumen statt Wie gründet man einen CSC? Vereinsgründung: Mindestens 7 Gründungsmitglieder, Satzung nach Vereinsrecht, Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Satzungsanforderungen: Die Satzung muss spezifische Angaben zu Cannabisanbau, Abgabemengen, Jugendschutz, Suchtprävention und Mitgliederrechten enthalten Erlaubnisantrag: Antrag bei der zuständigen Landesbehörde (je nach Bundesland: Landwirtschaftsamt, Gesundheitsamt oder speziell benannte Behörde) Nachweis geeigneter Räumlichkeiten: Anbaufläche, Sicherheitsmaßnahmen, Zugangskontrollen Suchtpräventionsbeauftragter: Jeder Verein braucht eine Person mit Suchtpräventionsqualifikation Wartezeit: Die Behörde hat 3 Monate Zeit zur Entscheidung Wie wird man Mitglied? Verein finden: In Städten entstehen Wartelisten — Bundesverbände wie der DHV (Deutscher Hanfverband) führen teilweise Verzeichnisse Voraussetzungen erfüllen: Volljährig, Wohnsitz in Deutschland, kein aktuelles Strafverfahren wegen Drogendelikten Aufnahmeantrag stellen: Formeller Antrag an den Vereinsvorstand, Vorlage des Personalausweises Mitgliedsbeitrag zahlen: Vereine erheben einen Beitrag zur Kostendeckung (Anbau, Miete, Strom) — typisch 20–50 Euro monatlich Einweisung: Neue Mitglieder erhalten eine Suchtpräventionsberatung Wo gibt es CSCs in Deutschland? Hamburg: Vorreiter-Stadt, mehrere Anträge bewilligt Berlin: Hohe Nachfrage, Genehmigungsverfahren laufen München: CSC-Gründungen aktiv, bayerische Behörden sehr restriktiv Köln / Düsseldorf: Vereine in Gründungsphase Frankfurt: Erste Genehmigungen erteilt Was darf ein CSC NICHT? Verbotene Handlung Konsequenz Touristen oder ausländische Gäste aufnehmen Erlaubnisverstoß, Schließungsrisiko Cannabis verkaufen (auch an Mitglieder gegen Gewinn) Straftat Mehr als 500 Mitglieder aufnehmen Erlaubnisverstoß Abgabe außerhalb der Vereinsräume Verboten Cannabis an Minderjährige abgeben Straftat Öffentlich Werbung machen Verboten Ohne Suchtpräventionsbeauftragten betreiben Erlaubnisverstoß CSC vs. Amsterdam Coffeeshop: Die Unterschiede Coffeeshop Amsterdam: Offen für alle Erwachsenen (auch Touristen), Barverkauf, kommerziell betrieben CSC Deutschland: Nur für Vereinsmitglieder mit deutschem Wohnsitz, nicht-kommerziell, keine Touristen Preis: Coffeeshops haben feste Preise — CSCs haben keine Preise, nur Kostenbeiträge der Mitglieder Video: Cannabis Social Clubs in Hamburg — NDR Dokumentation Bild: CannaZen.de Fazit: CSC als Alternative zum Schwarzmarkt Cannabis Social Clubs sind der zweite Pfeiler der deutschen Cannabisreform — neben dem Eigenanbau. Sie bieten eine legale, gemeinschaftliche Alternative zum Schwarzmarkt. Der Aufbau ist bürokratisch aufwendig, doch die ersten CSCs in Deutschland zeigen: Es funktioniert. Wer einer Anbauvereinigung beitreten möchte, braucht vor allem eines: Geduld für die Warteliste. Weiterführende Artikel: Cannabis zuhause anbauen: Die 3-Pflanzen-Regel | Cannabis Gesetz Deutschland aktuell | Cannabis Patient werden📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 Z ZenNews24 Redaktion Redaktion Die ZenNews24-Redaktion berichtet rund um die Uhr über die wichtigsten Ereignisse aus Deutschland und der Welt. Unsere Journalistinnen und Journalisten recherchieren, analysieren und ordnen ein — unabhängig und verlässlich. 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