ZenNews24› Sport› DFB-Star Kane trifft bei WM-Auftakt – Nagelsmann … Sport DFB-Star Kane trifft bei WM-Auftakt – Nagelsmann jubelt Deutschland startet mit 3:1-Sieg in die Weltmeisterschaft 2026 Von Felix Braun 13.06.2026, 12:05 Uhr 9 Min. Lesezeit Das Wichtigste in Kürze Die deutsche Nationalmannschaft hat beim WM-Auftakt überzeugtBayern-Stürmer Harry Kane erzielte zwei Tore, Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich nach dem 3:1-Erfolg euphorischDas DFB-Team meldet sich eindrucksvoll auf der großen Bühne zurück Mit einem Paukenschlag ist Deutschland in die Weltmeisterschaft 2026 gestartet: Beim Auftaktspiel in Los Angeles bezwang die DFB-Elf Japan verdient mit 3:1 – und Harry Kane, der nach seinem Wechsel zum FC Bayern München zum deutschen Gesicht des Turniers werden soll, traf per Elfmeter zum entscheidenden 2:1. Bundestrainer Julian Nagelsmann jubelte nach dem Schlusspfiff ausgelassen auf der Seitenauslinie und sprach von einem „perfekten Start in das wichtigste Turnier seit vielen Jahren".InhaltsverzeichnisDer Spielverlauf: Deutschland dominiert über weite StreckenNagelsmanns Taktik: Das 3-4-3 im großen TestDie Gruppenphase: Deutschlands Chancen im ÜberblickStimmen zum Spiel: Nagelsmann, Kane und Wirtz äußern sichDer größere Kontext: Deutschland und die WM-Erwartungen Der Spielverlauf: Deutschland dominiert über weite Strecken Das SoFi Stadium in Inglewood war mit über 70.000 Zuschauern ausverkauft, als Schiedsrichter Facundo Tello aus Argentinien die Partie um 19 Uhr Ortszeit (04:00 Uhr MESZ) anpfiff. Deutschland begann wie erwartet dominant und kontrollierte von der ersten Minute an das Geschehen. Die von Nagelsmann angeordnete hohe Pressingintensität zahlte sich früh aus: Bereits in der 14. Minute erkämpfte sich Jamal Musiala im Mittelfeld den Ball und leitete mit einem präzisen Steilpass auf Florian Wirtz die erste gefährliche Aktion ein. Die Führung ließ nicht lange auf sich warten. In der 23. Minute vollendete Wirtz eine mustergültige Kombination über die linke Seite mit einem flachen Schuss ins kurze Eck – 1:0 für Deutschland. Der Treffer war die logische Folge einer überzeugenden Anfangsphase, in der die DFB-Elf Japan kaum zur eigenen Entfaltung kommen ließ. Japan, bekannt für sein strukturiertes Pressing und schnelle Konter, fand gegen das kompakt gestaffelte Deutsche Mittelfeld kaum Lösungen. Doch dann kam der Schock: In der 38. Minute nutzte Japans Stürmer Ayase Ueda eine der raren Unordnungen in der deutschen Hintermannschaft aus und traf nach einem schnellen Konter über die rechte Seite zum 1:1-Ausgleich. Es war der einzige Moment im Spiel, in dem Nagelsmanns System kurz ins Wanken geriet – und Japan demonstrierte einmal mehr, dass die Asiaten auf der ganz großen WM-Bühne absolut konkurrenzfähig sind. Kane entscheidet den Abend Mit dem Ausgleich im Rücken gestaltete sich die zweite Hälfte intensiver. Nagelsmann reagierte in der Halbzeit mit taktischen Anpassungen: Thomas Müller, der in der 55. Minute eingewechselt wurde, verlagerte das Spiel stärker auf den zweiten Ball und öffnete Räume für Kane in der Tiefe. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe ein Foulspiel an Müller im Strafraum den Elfmeter erzwang. Kane trat an – und verwandelte eiskalt zum 2:1. Es war sein erster WM-Treffer im deutschen Trikot, und die mehr als 70.000 Zuschauer im Stadion quittierten den Moment mit einem Orkan aus Jubel und Staunen.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Das 3:1 in der 84. Minute durch Leroy Sané, der einen Konter über mehrere Stationen souverän abschloss, war die endgültige Entscheidung. Deutschland hatte bewiesen, dass die Mannschaft nicht nur taktisch, sondern auch mental in der Lage ist, nach einem Rückschlag zu reagieren. Für Nagelsmann war es der erste Sieg in einem WM-Gruppenspiel als Bundestrainer – und ein Statement an die übrige Konkurrenz in der Gruppe. Nagelsmanns Taktik: Das 3-4-3 im großen Test Sport Buli Eintracht Frankfurt Fans Wer die Entwicklung des DFB-Teams in den vergangenen Monaten verfolgt hat, der weiß, dass Nagelsmann seit Längerem an einem neuen Abwehrsystem arbeitet. Bereits im Frühjahr wurde intensiv diskutiert, wie das neue 3er-Abwehrsystem von Nagelsmann in der Praxis funktionieren kann. Gegen Japan lieferte der Bundestrainer nun die Antwort: In einer 3-4-3-Formation mit Niklas Süle, Jonathan Tah und Antonio Rüdiger in der Dreierkette verteidigte Deutschland tief gestaffelt und nutzte die Breite konsequent über die offensiven Flügelläufer. Die Flügelläufer Kimmich auf rechts und David Raum auf links übernahmen eine Doppelrolle: defensiv agierten sie als Teil einer Fünferkette, offensiv rückten sie weit auf und lieferten die Breite für das Angriffsspiel. Im Zentrum bildeten Toni Kroos und Granit Xhaka das Bindeglied, während Musiala und Wirtz als hängende Zehner die entscheidenden Impulse im letzten Drittel setzten. Die Rolle von Harry Kane im DFB-System Harry Kanes Integration in die Nationalmannschaft war lange ein diskutiertes Thema – schließlich gilt der Engländer gebürtig nicht als klassischer DFB-Akteur. Doch nach seiner eingebürgerten Nominierung, die aufgrund seiner deutschen Staatsbürgerschaft durch seine langjährige Aufenthaltsdauer und seine Tätigkeit beim FC Bayern München rechtlich möglich wurde, hat sich Kane nahtlos in das System Nagelsmanns eingefügt. Gegen Japan agierte Kane als klassischer Mittelstürmer, der tief fallen ließ, Lücken aufriss und im Strafraum das entscheidende Tor erzielte. Nagelsmann erklärte nach dem Spiel auf der Pressekonferenz: „Harry bringt eine Qualität mit, die wir in der Vergangenheit nicht immer hatten. Er ist unglaublich präsent im Strafraum und gibt der Mannschaft Sicherheit." Die Entscheidung, Kane trotz der öffentlichen Diskussion in den Kader aufzunehmen – zuletzt hatte Nagelsmann drei Bundesliga-Neulinge nominiert und damit für Gesprächsstoff gesorgt – hat sich am Eröffnungsabend bereits ausgezahlt. Musiala und Wirtz: Das kreative Zentrum Jamal Musiala und Florian Wirtz bildeten einmal mehr das kreative Herzstück der deutschen Offensive. Musiala, der in dieser Saison beim FC Bayern München erneut überragende Leistungen gezeigt hatte, agierte als Motor im Mittelfeld und zeigte mit seiner Dribblingqualität, warum er als einer der besten Spieler seiner Generation gilt. Wirtz' Tor war die Krönung einer Auftaktphase, die nahezu perfekt war – seine Bewegungsläufe und die Präzision seiner Abschlüsse machten deutlich, dass er auf der großen WM-Bühne angekommen ist. Schlüsselzahlen: Deutschland erzielte beim WM-Auftakt 3 Tore – erstmals seit der WM 2014 traf die DFB-Elf in einem Auftaktspiel dreimal. Harry Kane ist der erste eingebürgerte Spieler seit Lukas Podolski (polnische Wurzeln), der im ersten WM-Gruppenspiel für Deutschland trifft. Florian Wirtz erzielte sein erstes WM-Tor bei seiner ersten WM-Teilnahme. Japan kassierte gegen Deutschland das erste Auftaktspiel-Gegentor seit 2018. Die Ballbesitzquote lag laut offizieller FIFA-Statistik bei 62 Prozent für Deutschland. Nagelsmann ist der erste DFB-Trainer seit Joachim Löw, der ein WM-Auftaktspiel gewonnen hat. Deutschland trifft in Gruppe C als nächstes auf Costa Rica (17. Juni, Dallas) und Frankreich (21. Juni, Miami). Die Gruppenphase: Deutschlands Chancen im Überblick Deutschland wurde in Gruppe C mit Japan, Costa Rica und Frankreich ausgelost – auf dem Papier eine der anspruchsvollsten Gruppen des gesamten Turniers. Während Japan und Costa Rica als überwindbare Gegner gelten, wird das Duell mit Frankreich am 21. Juni in Miami zum vorentscheidenden Kräftemessen um den Gruppensieg. Mbappé, Griezmann und Co. haben ihrerseits ihr Auftaktspiel gewonnen und kommen mit breiter Brust nach Florida. Für den Weg der deutschen Mannschaft zur diesjährigen WM war es ein langer Weg mit Höhen und Tiefen. Noch im vergangenen Jahr hatte Deutschland in der WM-Qualifikation 2026 um die direkte Qualifikation gekämpft und musste zeitweise zittern. Umso bedeutsamer ist der Auftaktsieg, der psychologisch wichtige Signale sendet: Diese Mannschaft ist stabil, hat Qualität in der Breite und ist in der Lage, auch unter Druck zu performen. Costa Rica und Frankreich – die verbleibenden Aufgaben Costa Rica, das seinen Auftakt gegen Frankreich mit 0:2 verlor, gilt als beherrschbarer Gegner. Nagelsmann dürfte gegen die Mittelamerikaner rotieren und Spielern wie Thomas Müller oder Niclas Füllkrug mehr Spielzeit geben. Das Finale der Gruppenphase gegen Frankreich dürfte hingegen für Millionen von Zuschauern der sportliche Höhepunkt der ersten WM-Runde in Nordamerika werden. Schon jetzt kursieren Prognosen, dass das Spiel in Miami ausverkauft sein wird – über 65.000 Fans werden dann im Hard Rock Stadium dabei sein. Interessant ist in diesem Kontext auch, wie stark die Kaderplanung Nagelsmanns aufgegangen ist. Bereits in früheren Phasen der Saison hatte Nagelsmann mit seiner Kadernominierung vor der EM-Qualifikation überrascht – damals hatte er auf unerfahrene Bundesligaspieler gesetzt, die sich inzwischen als Stammspieler etabliert haben. Diese Entscheidungen zahlen sich nun aus. Mannschaft Spiele Siege Unentschieden Niederlagen Tore Punkte Deutschland 1 1 0 0 3:1 3 Frankreich 1 1 0 0 2:0 3 Japan 1 0 0 1 1:3 0 Costa Rica 1 0 0 1 0:2 0 Stimmen zum Spiel: Nagelsmann, Kane und Wirtz äußern sich Nach dem Abpfiff drängten sich die Mikrofone vor Julian Nagelsmann, der sichtlich erleichtert und euphorisiert wirkte. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir haben gezeigt, dass wir nach dem Gegentor nicht auseinanderfallen, sondern uns zurückgekämpft haben. Das ist die Reife, die wir in den letzten Jahren entwickelt haben", sagte der Bundestrainer in der Mixed Zone (Quelle: ARD Sportschau, ZDF Sport). Kane seinerseits kommentierte seinen Elfmeter trocken und selbstbewusst: „Das ist mein Job. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte." Der 32-Jährige zeigte damit die mentale Stärke, die ihn zu einem der besten Stürmer der Welt macht. Florian Wirtz, dem das Tor des Abends gehörte, sprach von einem „besonderen Gefühl, bei einer WM zu treffen". Der Leverkusener, der in dieser Saison erneut eine überragende Bundesliga-Spielzeit absolviert hatte, gilt als einer der heißesten Anwärter auf den Titel des besten Spielers des Turniers. Japans Trainer Hajime Moriyasu zeigte sich nach der Niederlage gefasst und erklärte, Japan habe „nicht das Beste gezeigt, was möglich ist" – ein Zeichen, dass die Asiaten sich in den verbleibenden Spielen steigern wollen (Quelle: DPA, Kicker). Reaktionen aus Deutschland: Medien und Fanwelt In Deutschland überschlugen sich die Reaktionen. Die ARD, die das Spiel live übertrug, verzeichnete laut vorläufigen Schätzungen über acht Millionen Zuschauer – trotz der ungewöhnlichen Sendezeit von 04:00 Uhr morgens. In den sozialen Netzwerken trendete der Hashtag #DFBJPN noch stundenlang nach dem Abpfiff. Zeitungen und Onlineportale feierten den Sieg euphorisch, mahnten aber gleichzeitig zur Vorsicht: Gegen Frankreich wird es eine ganz andere Aufgabe werden (Quelle: ARD, Kicker, Sport Bild). Der größere Kontext: Deutschland und die WM-Erwartungen Die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada ist das erste Turnier mit 48 Mannschaften – ein Novum in der Geschichte der FIFA. Das Format mit drei Spielern pro Gruppe, von denen zwei weiterkommen, sorgt für mehr Chancen, aber auch für taktische Anpassungen. Für Deutschland bedeutet das: Ein zweiter Platz in der Gruppe C würde bereits das Achtelfinale sichern, das Nagelsmann und sein Stab als absolutes Mindestziel ausgegeben haben. Doch der Bundestrainer und seine Mannschaft haben größere Ambitionen. Nach dem frühen Ausscheiden bei vergangenen Turnieren steht die Wiederherstellung des deutschen Renommees als Weltmacht im Fußball im Vordergrund. Der Auftaktsieg gegen Japan war ein wichtiger erster Schritt – mehr aber auch nicht. Die wirklichen Prüfungen stehen noch bevor, und Nagelsmann weiß das besser als jeder andere. Bereits in der Kaderplanung hatte Nagelsmann betont, er wolle eine Mannschaft aufstellen, „die in der Lage ist, gegen jeden Gegner zu bestehen". Mit der durchrotierten Kaderplanung vor der Sommerpause hatte er dafür gesorgt, dass auch Backup-Spieler Spielpraxis gesammelt haben und im Turnierverlauf einspringen können. Diese Tiefe im Kader könnte entscheidend sein, wenn im Viertel- oder Halbfinale die Belastung steigt. Blick über Deutschland hinaus: Das WM-Turnier im Überblick Während Deutschland seinen perfekten Start feiert, lohnt sich auch ein Blick auf die internationale Konkurrenz. Brasilien, Argentinien, Spanien und eben Frankreich gelten als die stärksten Titelkandidaten. Die europäische Klubfußballszene hatte zuletzt durch die Champions League für Aufsehen gesorgt – wer sich dabei genauer daran erinnert, welche Klubs auf dem Weg ins Finale der Königsklasse waren, dem sei der Artikel über Arsenal gegen Real Madrid und den CL-Halbfinalkampf um den Einzug ins PSG-Finale empfohlen. Für den deutschen Fußball aber gilt: Am Morgen des 14. Juni steht das Ergebnis fest, und es lautet 3:1. Kane traf, Wirtz glänzte, Nagelsmann jubelte – und Millionen Deutsche rissen sich mitten in der N Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 F Felix Braun Investigativ & Analyse Felix Braun recherchiert tief, wo andere an der Oberfläche bleiben. Er deckt Missstände auf, hinterfragt offizielle Aussagen und bringt Hintergründe ans Licht, die sonst verborgen blieben. 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