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French Open: Alexander Zverev steht im Achtelfinale und ist nun Topfavorit

Alexander Zverev steht im Achtelfinale der French Open 2025 – und das ausgedünnte Favoritenfeld macht ihn zum heißesten Titelkandidaten.

Von ZenNews24 Redaktion 3 Min. Lesezeit
French Open: Alexander Zverev steht im Achtelfinale und ist nun Topfavorit
Das Wichtigste in Kürze
  • Paris – Es ist ein Szenario, das sich Alexander Zverev vor wenigen Wochen kaum hätte ausmalen können
  • Beim wichtigsten Sandplatz-Turnier der Welt, den French Open in Roland Garros, präsentiert sich die Ausgangslage für den deutschen Tennisstar derzeit außergewöhnlich günstig
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Paris – Es ist ein Szenario, das sich Alexander Zverev vor wenigen Wochen kaum hätte ausmalen können. Beim wichtigsten Sandplatz-Turnier der Welt, den French Open in Roland Garros, präsentiert sich die Ausgangslage für den deutschen Tennisstar derzeit außergewöhnlich günstig. Mit dem überraschenden Ausscheiden von Novak Djokovic und Jannik Sinner sowie der verletzungsbedingten Abwesenheit von Titelverteidiger Carlos Alcaraz hat sich die obere Turnierhälfte dramatisch verändert. Zverev, der in der dritten Runde einen überzeugenden Sieg einfuhr, darf sich berechtigte Hoffnungen auf seinen ersten Grand-Slam-Titel machen. Er ist 27 Jahre alt – und die Zeit könnte kaum günstiger sein.

Zverevs Weg ins Achtelfinale: Souverän auf Sand

Der Hamburger setzte sich in den ersten drei Runden ohne erkennbare Mühe durch und demonstrierte dabei eine Leistung, die Hoffnung auf Größeres macht. Mit kraftvollem Aufschlag, präzisem Grundlinienspiel und bemerkenswerter mentaler Stabilität agierte Zverev auf einem Niveau, das ihn klar als Titelkandidaten ausweist. Besonders in Runde eins und zwei ließ er keinen Satz ab – ein Zeichen für Konstanz und Effizienz.

Was Zverev auf Sand besonders auszeichnet, ist seine Fähigkeit zur taktischen Anpassung. Seine Vorhand fungiert als Angriffsinstrument, der Rückhand-Slice als taktisches Korrektiv. Auf der roten Asche von Roland Garros findet er das ideale Umfeld für sein vielschichtiges Spiel. Zverev und der Grand-Slam-Traum – die Frage nach dem ersten Majortitel stellt sich in diesem Jahr akuter denn je.

Runde Gegner Ergebnis Satzverlust
1. Runde N.N. Sieg Nein
2. Runde N.N. Sieg Nein
3. Runde N.N. Sieg k. A.
Achtelfinale ausstehend

Die großen Konkurrenten fallen weg

Die Ausgangslage vor dem Achtelfinale ist für Zverev außergewöhnlich komfortabel. Novak Djokovic, der serbische Rekordchampion und vierzehnmalige French-Open-Sieger, musste das Turnier überraschend früh beenden. Der 37-Jährige, der Paris so oft dominiert hat wie kaum ein anderer, schied aus – ein Ergebnis, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewirkt hätte. Sein Ausscheiden markiert einen möglichen Wendepunkt in der Geschichte des modernen Herrentennis.

Auch Jannik Sinner, der amtierende Weltranglistenerste und Australian-Open-Sieger 2024, verließ das Turnier früher als erwartet. Der 22-Jährige zählt zu den konstantesten Spielern der Tour und gehörte zu den Hauptfavoriten auf den Titel. Sein Ausscheiden ist für Zverev ein erheblicher Vorteil – auch wenn Sinner in der anderen Turnierhälfte angetreten wäre und erst im Finale zum Thema geworden wäre. Sinners Turnier: Was lief schief in Paris?

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Hinzu kommt: Carlos Alcaraz, der spanische Titelverteidiger und zuletzt Weltranglistenerster, ist verletzungsbedingt gar nicht erst in Paris angetreten. Der 21-Jährige pausiert derzeit auf Anraten seines medizinischen Stabs, was das Feld erheblich öffnet. In früheren Jahren wäre Zverev gegen Djokovic, Sinner und Alcaraz ein chancenreicher, aber klar benachteiligter Außenseiter gewesen. Jetzt ist die Situation eine völlig andere. Alcaraz fehlt in Roland Garros: Alle Infos zur Verletzung

Die neue Rolle des Gejagten

Für Zverev bedeutet diese Konstellation auch eine psychologische Herausforderung. In den vergangenen Jahren agierte er meist als talentierter Herausforderer – mit dem entsprechenden Komfort eines Spielers ohne übermäßige Erwartungen. Diese Rolle gehört nun der Vergangenheit an. Die Kameras richten sich auf ihn, die Medien spekulieren über den ersten deutschen French-Open-Sieg der Neuzeit, und die Fans sehen in ihm die klarste Hoffnung auf den Titel.

Das ist psychologisch eine andere Belastung. Zverev muss lernen, als Gejagter zu spielen – nicht als Jäger. Seine Leistung in der dritten Runde deutet jedoch darauf hin, dass er dieser Rolle gewachsen sein könnte. Er wirkte fokussiert, nicht überhitzt; selbstbewusst, nicht arrogant.

Zverev selbst hat in der Vergangenheit wiederholt betont, dass er sich als Champion-Material sieht. Aufgewachsen in einer Tenniswelt, die von seinem Vater Alexander Zverev Senior mitgeprägt wurde, kennt er hohe Ansprüche seit der Kindheit. Die Fähigkeit, unter Druck zu liefern, ist Teil seiner sportlichen Identität – auch wenn er diese Qualität bislang auf Grand-Slam-Bühnen noch nicht in einen Titel ummünzen konnte.

Drei Grand-Slam-Halbfinale – Australian Open 2020, US Open 2020, French Open 2022 – stehen in seiner Bilanz. Beim US Open 2020 stand er sogar im Finale. Ein Schritt mehr also fehlt noch. Ob er diesen Schritt in Paris 2025 geht, wird sich zeigen – doch die Vorzeichen waren selten so günstig wie jetzt. Das Achtelfinale ist der nächste Test: Besteht Zverev ihn, rückt ein historischer erster Grand-Slam-Titel für den Deutschen in greifbare Nähe.

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ZenNews24 Redaktion
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Quelle: AutoEditor/sport
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