ZenNews24› Wirtschaft› Spritpreise: Drei Euro drohen jetzt an der Zapfsä… Wirtschaft Spritpreise: Drei Euro drohen jetzt an der Zapfsäule Tankstellenverband warnt vor Rekordpreisen durch Eskalation im Nahen Osten. Von Sarah Müller 14.09.2026, 14:05 Uhr 5 Min. Lesezeit Aktualisiert: 14.09.2026 Zu diesem ThemaNahost-Konflikt ↓Spritpreise ↓Betrifft: Autofahrer · Pendler · VerbraucherIn KürzeDeutscher Tankstellenverband warnt vor Spritpreisen bis zu drei Euro je Liter durch Nahost-Eskalation und Bedrohung der Ölversorgung.Rohölpreis für Brent ist seit Wochenbeginn um über zwölf Prozent gestiegen; Super E10 verteuerte sich bereits um rund 18 Cent.Straße von Hormus ist kritisch für Versorgung: Ein Fünftel der weltweiten Erdölmenge wird täglich durch die Meerenge transportiert. Der Deutsche Tankstellenverband warnt vor Spritpreisen von bis zu drei Euro je Liter, sollte sich der Konflikt im Nahen Osten weiter zuspitzen. Grund ist die Sorge um die Ölversorgung durch die Straße von Hormus, durch die täglich ein Fünftel der weltweiten Erdölmenge transportiert wird. Schon jetzt ziehen die Preise an den deutschen Zapfsäulen spürbar an.InhaltsverzeichnisWie stark sind die Preise an den Zapfsäulen bereits gestiegen?Warum droht ausgerechnet jetzt die Drei-Euro-Marke?Was bedeutet das für die Konjunktur in Deutschland?Wer profitiert von den steigenden Preisen?Wie hängt der Nahost-Konflikt mit der globalen Sicherheitslage zusammen? Tankstellenverband rechnet mit Preisen von bis zu drei Euro je Liter Superbenzin Auslöser ist die militärische Eskalation im Nahen Osten und die Gefahr für die Straße von Hormus Rohölpreis für die Sorte Brent kletterte seit Wochenbeginn um mehr als zwölf Prozent Bundesregierung prüft laut Wirtschaftsministerium eine mögliche Freigabe der Ölreserven Wie stark sind die Preise an den Zapfsäulen bereits gestiegen? Seit vergangenem Freitag ist der Literpreis für Super E10 im bundesweiten Durchschnitt um rund 18 Cent gestiegen. Diesel verteuerte sich im selben Zeitraum um etwa 15 Cent. Der Deutsche Tankstellenverband spricht von der schnellsten Preisdynamik seit Beginn der Erhebungen. ▶ Auf einen BlickSpritpreise könnten durch den Nahen Osten Konflikt auf drei Euro steigen.Die Straße von Hormus ist kritisch für die ölversorgung.Rohölpreis steigt stark, Super E10 und Diesel verteuern sich bereits. Besonders betroffen sind Regionen mit ohnehin hoher Preisstruktur, etwa entlang von Autobahnen und in süddeutschen Ballungsräumen. Verbraucherschützer registrieren zudem eine ungewöhnlich große Preisspanne zwischen einzelnen Tankstellen am selben Ort. ZenNews24 auf YouTube Welche Rolle spielt der Rohölpreis? Die Sorte Brent notierte am Freitagvormittag bei knapp 96 Dollar je Barrel, nach rund 85 Dollar in der Vorwoche. Analysten des ifo Instituts sehen darin die Hauptursache für den Preissprung an deutschen Zapfsäulen, da Rohöl weiterhin den größten Kostenblock im Kraftstoffpreis ausmacht. Erst vor wenigen Wochen waren die Spritpreise auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten gefallen. Die aktuelle Entwicklung macht diesen Rückgang nun vollständig zunichte.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Warum droht ausgerechnet jetzt die Drei-Euro-Marke? Wirtschaft Rezession Konjunktur Fallende Kurve Grafik Deutschland Wirtschaft Auslöser der Eskalation sind Angriffe auf Öltanker und Förderanlagen im Persischen Golf, die in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen haben. Mehrere Reedereien haben ihre Routen bereits umgeleitet, was Versicherungsprämien und Transportkosten in die Höhe treibt. Der Tankstellenverband warnt, dass bei einer vollständigen Blockade der Straße von Hormus die Ölpreise binnen weniger Tage auf über 150 Dollar je Barrel steigen könnten. In diesem Szenario wäre die Drei-Euro-Marke an deutschen Zapfsäulen laut Verbandsschätzung realistisch. Wie reagieren die Finanzmärkte auf die Eskalation? An den Rohstoffbörsen ist die Nervosität deutlich spürbar. Der Ölpreis-Future für November verzeichnete am Donnerstag den stärksten Tagesgewinn seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Auch andere Rohstoffe geraten unter Druck. Parallel zur Ölkrise bleibt die Lage beim Kupferpreis-Rekord angespannt, was Industrieunternehmen zusätzlich belastet. Was bedeutet das für die Konjunktur in Deutschland? Steigende Energiepreise treffen eine deutsche Wirtschaft, die sich gerade erst von der Zinswende erholt. Die Europäische Zentralbank hatte erst kürzlich mit dem Leitzins auf 2,5 Prozent reagiert, um die Inflation einzudämmen. Ein erneuter Ölpreisschock könnte diese Bemühungen konterkarieren. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass Energiepreise direkt und indirekt in nahezu jede Verbraucherpreiskomponente einfließen. Steigen die Kraftstoffkosten, verteuern sich mittelfristig auch Transport, Logistik und Lebensmittel. Welche Branchen sind besonders betroffen? Speditionen, Landwirtschaft und energieintensive Industrie geraten laut DIW als erste unter Druck. Die Landwirtschaft kämpft ohnehin bereits mit den Folgen der Dürre und drohenden Ernteausfällen, höhere Dieselkosten für Maschinen verschärfen die Lage zusätzlich. Auch die Automobilindustrie beobachtet die Entwicklung mit Sorge, da steigende Kraftstoffkosten die Nachfrage nach Verbrennerfahrzeugen weiter dämpfen könnten. Gleichzeitig profitieren Hersteller von Elektrofahrzeugen potenziell von einer neuen Attraktivitätswelle. Wer profitiert von den steigenden Preisen? Nicht alle Akteure verlieren durch die Entwicklung. Ölfördernde Staaten und internationale Energiekonzerne verzeichnen bei steigenden Rohölpreisen deutliche Mehreinnahmen, wie Statista in aktuellen Marktanalysen zeigt. Auch der Staat profitiert indirekt, da die Mehrwertsteuer auf höhere Bruttopreise entsprechend mehr Einnahmen generiert. Verbraucherverbände fordern deshalb bereits eine Diskussion über eine mögliche Entlastung an der Tankstelle. Gibt es politische Gegenmaßnahmen? Das Bundeswirtschaftsministerium prüft nach eigenen Angaben eine Freigabe der strategischen Erdölreserven, um kurzfristig für Entlastung zu sorgen. Ein Zeitplan für eine mögliche Entscheidung wurde bislang nicht genannt. Die Bundesbank verweist zudem auf die geldpolitischen Risiken eines dauerhaft höheren Ölpreisniveaus. Ein Sprecher erklärte, man beobachte die Entwicklung "sehr genau", da sie unmittelbaren Einfluss auf die Inflationsprognose habe. Wie hängt der Nahost-Konflikt mit der globalen Sicherheitslage zusammen? Die Eskalation fällt in eine Phase erhöhter geopolitischer Spannungen, die sich zuletzt auch in anderen Wirtschaftsbereichen zeigten. So hatte etwa der geplante OpenAI-Börsengang wegen Sicherheitsbedenken für Unruhe an den Kapitalmärkten gesorgt. Parallel dazu investieren westliche Staaten verstärkt in Rüstung und Verteidigung, sichtbar etwa am Bau einer Marschflugkörper-Fabrik bei Leipzig. Beobachter werten dies als Zeichen einer generell angespannten sicherheitspolitischen Großwetterlage. Wie schätzen Experten die weitere Entwicklung ein? Ökonomen des ifo Instituts mahnen zur Vorsicht bei Prognosen, da die Preisentwicklung stark von der militärischen Lage vor Ort abhänge. Eine schnelle Deeskalation könnte die Preise ebenso rasch wieder sinken lassen, wie sie gestiegen sind. Andere Analysten verweisen auf historische Muster früherer Nahost-Krisen, bei denen Ölpreisschocks meist innerhalb weniger Monate wieder abklangen. Eine Garantie dafür gebe es angesichts der aktuellen Lage jedoch nicht. KennzahlVor der EskalationAktuell Brent-Rohöl (je Barrel)ca. 85 US-Dollarca. 96 US-Dollar Super E10 (Liter, Ø Deutschland)ca. 1,79 Euroca. 1,97 Euro Diesel (Liter, Ø Deutschland)ca. 1,71 Euroca. 1,86 Euro EZB-Leitzins2,5 Prozent2,5 Prozent Konjunkturindikator: Der ifo Geschäftsklimaindex für die deutsche Industrie signalisiert bereits leichte Eintrübung; ein anhaltend hoher Ölpreis könnte laut ifo Institut die Erholung der Konjunktur im vierten Quartal spürbar bremsen. Ob die befürchtete Drei-Euro-Marke tatsächlich erreicht wird, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf der Krise im Nahen Osten ab. Verbraucher, Industrie und Politik beobachten die kommenden Tage mit angespannter Aufmerksamkeit. Mehr zum ThemaSPD fordert Mindestlohn-Erhöhung auf 15 EuroBundesregierung erhöht Bio-Förderung: 200 Millionen Euro für 2027Biomarkt Deutschland: Umsatz erstmals über 20 Milliarden Euro EinordnungDie steigenden Spritpreise belasten deutsche Verbraucher und können die Inflation weiter anheizen. Die Bundesregierung erwägt Gegenmaßnahmen, um die Auswirkungen zu mildern. ZZenNews24 RedaktionUnabhängige Nachrichtenredaktion · Schwerpunkt: Wirtschaft Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Originalquellen: Deutscher Tankstellenverband · Wirtschaftsministerium · ifo InstitutMehr zum ThemaUnterhaltungvor 15 TagenMacklemore plant Tour nach Rauswurf aus Sheeran-ShowPolitikvor 21 TagenSpritpreisdeckel kommt: Autofahrer sparen bis 12 CentPolitikvor 8 Std.CDU-Krise: Merz vor BewährungsprobePolitikvor 19 Std.Schröder bei Putin-Feier – Eklat in Berlin Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 S Sarah Müller Sport & Regional Sarah Müller berichtet über Bundesliga, Leichtathletik und regionale Sportthemen. Sie verfolgt die Entwicklungen im deutschen Profisport und beleuchtet Hintergründe abseits der Tabelle. 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