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Akku-Rasenmäher Stihl RMA 235.1 im Test: kompakt, wendig und gut

Akku-Rasenmäher Stihl RMA 235.1 im Test: kompakt, wendig und gut

Von ZenNews24 Redaktion 7 Min. Lesezeit
Akku-Rasenmäher Stihl RMA 235.1 im Test: kompakt, wendig und gut
Das Wichtigste in Kürze
  • Der Stihl RMA 235.1 gehört zu einer neuen Generation von Gartengeräten, die das klassische Bild des Rasenmähers grundlegend verändern
  • Statt Benzingeruch und Motorenlärm verspricht der Akku-Rasenmäher eine saubere, leise und wartungsarme Alternative für kleine bis mittlere Gärten
  • Unser Test zeigt,…

Der Stihl RMA 235.1 gehört zu einer neuen Generation von Gartengeräten, die das klassische Bild des Rasenmähers grundlegend verändern. Statt Benzingeruch und Motorenlärm verspricht der Akku-Rasenmäher eine saubere, leise und wartungsarme Alternative für kleine bis mittlere Gärten. Unser Test zeigt, ob der deutsche Hersteller mit seinem kompakten Modell tatsächlich überzeugt – oder ob es nur ein weiteres E-Gartengerät im übervollen Markt ist.

Kerndaten: Stihl RMA 235.1

Schnittbreite: 42 cm
Schnitthöhe: 20–70 mm (5 Stufen)
Akku-Kapazität: 48V, 4,0 Ah (Lithium-Ionen)
Laufzeit: bis zu 30 Minuten bei voller Ladung
Ladezeit: ca. 60 Minuten
Gewicht: 19 kg
Rasenfangbox: 40 Liter
Noise-Level: ca. 77 dB(A)
Unverbindliche Preisempfehlung: 579 Euro (ohne Akku und Ladegerät)

Erste Eindruck: Kompakt und durchdacht designed

Wer den Stihl RMA 235.1 aus der Verpackung nimmt, hält zunächst ein überraschend leichtes Gerät in den Händen. Mit knapp 19 Kilogramm ist der Akku-Rasenmäher um etwa ein Drittel leichter als vergleichbare Benzin-Modelle. Das macht sich beim Transport und beim Manövrieren besonders in engen Gärten oder auf Hanglagen bemerkbar. Der Griff liegt ergonomisch in der Hand, die Bedienelemente sind intuitiv angeordnet. Bereits beim Auspacken wird klar: Stihl hat hier nicht einfach einen Benzin-Mäher „elektrifiziert", sondern ein Gerät von Grund auf für die Akku-Technologie konzipiert.

Die Verarbeitungsqualität macht einen soliden Eindruck. Das Gehäuse besteht aus stabilem Kunststoff mit Stahlblechverstärkungen. Alle beweglichen Teile sitzen straff, es gibt kein Wackeln oder Rattern. Die Rasenfangbox lässt sich mit einem Handgriff abnehmen und ist großzügig dimensioniert – 40 Liter Fassungsvermögen bedeuten auch bei dichterem Graswuchs nicht ständiges Leeren.

Akku-Technologie: Stille statt Lärm

Wie die Lithium-Ionen-Batterie funktioniert

Das Herzstück des RMA 235.1 ist ein 48-Volt-Lithium-Ionen-Akku mit 4,0 Amperestunden Kapazität. Diese Technologie hat sich inzwischen in vielen Bereichen bewährt – von Smartphones bis zu E-Bikes. Im Gegensatz zu älteren Nickel-Cadmium-Akkus bieten Lithium-Ionen mehrere entscheidende Vorteile: Sie haben eine höhere Energiedichte, laden schneller und unterliegen weniger dem sogenannten Memory-Effekt, bei dem die Kapazität durch wiederholtes unvollständiges Laden abnimmt.

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Der Akku versorgt einen bürstenlosen Elektromotor mit Strom. Im Gegensatz zu klassischen Elektromoren mit Kohlebürsten sind bürstenlose Motoren verschleißärmer und effizienter. Der Motor des RMA 235.1 erzeugt eine beeindruckende Schnittgeschwindigkeit, während er dabei deutlich weniger Energie verbraucht als ältere Technologien. Nach etwa 60 Minuten ist der Akku vollständig geladen – schnell genug für mehrfache Einsätze am Wochenende.

Die tatsächliche Laufzeit gibt Stihl mit bis zu 30 Minuten an. Im Test zeigte sich: Bei normalen Rasenflächen und gleichmäßigem Schnittmuster halten wir etwa 25 bis 28 Minuten. Wer einen größeren Garten hat, sollte entweder einen zusätzlichen Akku kaufen oder die Fläche in zwei Durchgängen mähen. Die Investition in einen zweiten Akku ist durchaus sinnvoll – zumal Stihl die Akkus auch für andere Geräte der RMA-Serie nutzt.

Lärmschutz und Umweltverträglichkeit

Mit etwa 77 Dezibel im Betrieb ist der Stihl RMA 235.1 deutlich leiser als ein Benzin-Rasenmäher, der typischerweise mit 90 bis 100 Dezibel arbeitet. Das mag wie ein kleiner Unterschied klingen, doch die Dezibel-Skala ist logarithmisch: Eine Reduktion um 10 Dezibel wird vom menschlichen Ohr subjektiv als Halbierung der Lautstärke wahrgenommen. Praktisch bedeutet das: Früh morgens oder abends lässt sich der Rasen mähen, ohne die Nachbarn zu wecken. Das ist nicht nur ein Komfort-Vorteil, sondern in vielen Wohngebieten ein echter Rechtsschutz – viele Kommunen haben Ruhezeiten festgelegt.

Beim Thema Umweltverträglichkeit schneidet das Akku-Modell ebenfalls besser ab. Es entstehen keine Emissionen im direkten Einsatz, kein Benzin und kein Motorenöl gelangen in den Boden. Natürlich ist die Gesamtbetrachtung komplexer: Die Stromerzeugung für das Laden des Akkus hat ebenfalls einen ökologischen Fußabdruck. Doch bei Stromquellen mit erneuerbarer Energie reduziert sich dieser Vorteil deutlich. Angesichts der Lagarde: Energiewende als wirtschaftliche Notwendigkeit ist dieser Punkt relevant.

Schneidperformance im Praxis-Test

Schnittqualität und Flächenleistung

Mit einer Schnittbreite von 42 Zentimetern und fünf stufenlosen Schnitthöheneinstellungen (von 20 bis 70 Millimeter) deckt der RMA 235.1 ein breites Spektrum an Anforderungen ab. Im Test haben wir das Gerät auf verschiedenen Rasenzuständen getestet: dichter, hoher Rasen, feuchtes Gras nach Regen und bereits kurz gemähte Flächen.

Das Schnittergebnis ist durchweg sauber. Die Messer arbeiten präzise und sauber ab – es gibt keine ausgefransten Halme wie bei manchen günstigen Elektromähern. Das ist wichtig, denn unsaubere Schnitte können zu Pilzbefall und Gelbfärbung führen. Besonders beeindruckend ist die Schnittleistung in dichtem Rasen: Der Elektromotor läuft gleichmäßig und verliert auch bei höherem Widerstand kaum an Geschwindigkeit. Das Gerät hatte beim Testen nie das Gefühl, überfordert zu sein.

Bei feuchtem Gras – etwa nach morgendlichem Tau – zeigte sich ein kleiner Schwachpunkt: Das nasse Schnittgut wickelt sich gelegentlich um die Messerachse. Das ist jedoch ein Problem, das auch Benzin-Rasenmäher haben und keine spezifische Schwäche des Akku-Modells darstellt. Eine kleine Reinigung behob das Problem sofort.

Handhabung und Wendig im Garten

Dank des geringen Gewichts lässt sich der RMA 235.1 deutlich leichter manövrieren als schwerere Benzin-Konkurrenten. Besonders beim Mähen von Hanglagen und engen Ecken macht sich das bemerkbar. Die Kippwagen sind breit genug, dass das Gerät nicht kippen kann. Die Höhenverstellung erfolgt zentral an einem Hebel – praktisch, schnell und sicher.

Der Griff ist verstellbar und sitzt komfortabel in verschiedenen Griffhaltungen. Selbst bei längeren Arbeiten ermüdet die Hand nicht unnötig. Das ist nicht selbstverständlich bei Gartengeräten, wird aber bei regelmäßiger Nutzung zum wichtigen Faktor.

Wartung und Zuverlässigkeit

Einer der großen Vorteile von Akku-Rasenmähern liegt in der Wartung. Es gibt keinen Benzin-Tank zu füllen, keine Zündkerzen zu wechseln, keine Luftfilter zu reinigen. Der Akku wird einfach ins Ladegerät gesteckt – fertig. Das Gerät selbst braucht kaum Pflege: Nach jeder Verwendung sollte man die Schneidplatte kurz abspülen, damit Grasreste nicht antrocknen. Das war's.

Im längeren Testverlauf zeigte sich, dass der Akku-Rasenmäher extrem zuverlässig läuft. Kein Startproblem wie bei älteren Benzinern, keine Schwankungen in der Schnittgeschwindigkeit. Der Motor springt sofort an, wenn man den Startschalter betätigt, und läuft absolut gleichmäßig.

Die Batterie selbst ist wartungsfrei. Stihl gibt eine Garantie von zwei Jahren auf den Akku und verspricht auch nach intensiver Nutzung nur minimal Kapazitätsverlust pro Jahr. In der Praxis sollte der Akku 5 bis 7 Jahre halten, bevor ein Austausch notwendig wird – bei moderater Nutzung deutlich länger.

Vergleich mit Alternativen

Modell Antrieb Schnittbreite Gewicht Lautstärke Preis (UVP)
Stihl RMA 235.1 Akku (48V, 4,0 Ah) 42 cm 19 kg 77 dB(A) 579 Euro
Husqvarna LC 147i Akku (36V, 4,0 Ah) 41 cm 18 kg 75 dB(A) 499 Euro
Makita ELM3711 Netz-Elektro 37 cm 17 kg 79 dB(A) 299 Euro
Stihl FS 460C (Benzin) Benzin (Freischneider) 45 cm 7,8 kg 96 dB(A) 1.149 Euro

Beim Vergleich mit Konkurrenz-Modellen zeigt sich: Der RMA 235.1 positioniert sich im mittleren bis höheren Preissegment. Die Husqvarna LC 147i ist günstiger und arbeitet mit etwas weniger Lautstärke. Allerdings hat das schwedische Modell eine kleinere Schnittbreite und eine niedrigere Akku-Spannung (36 statt 48 Volt). Der Makita ELM3711 ist deutlich billiger, benötigt aber ein Stromkabel – ein Nachteil bei größeren Gärten. Benzin-Freischneider sind leichter, aber die Betriebskosten und die Lärmbelastung sind erheblich höher.

Für wen lohnt sich der Kauf?

Der Stihl RMA 235.1 richtet sich primär an Besitzer von kleineren bis mittleren Gärten (bis etwa 800 Quadratmeter), die Wert auf niedrige Betriebskosten, minimale Lärmbelastung und geringen Wartungsaufwand legen. Ideal ist das Gerät auch für dicht besiedelte Wohngebiete, wo früh morgens oder am Abend gemäht werden muss.

Wer häufig und intensiv mäht oder große Flächen hat, sollte überlegen, zwei Akkus zu kaufen oder ein Netz-Elektro-Modell in Betracht zu ziehen. Professionelle Gärtner werden sich nach wie vor für Benzin-Maschinen entscheiden – hier hat das Akku-Segment noch nicht vollständig aufgeholt.

Ein Hinweis für die Digitalisierungsdebatte: Warum Deutschland beim Digitalen immer hinterherhinkt ist auch beim Thema Gartengeräte relevant. Der Stihl RMA 235.1 zeigt jedoch, dass deutsche Hersteller bei intelligenter Produktentwicklung immer noch führend sind.

Fazit: Ein ausgereiftes Produkt mit Potenzial

Der Stihl RMA 235.1 beeindruckt durch seine durchdachte Konstruktion, hohe Verarbeitungsqualität und praktische Alltagstauglichkeit. Im Test zeigte sich ein Gerät, das nicht nur verspricht, leise und wartungsarm zu sein – es löst dieses Versprechen tatsächlich ein. Die Schnittleistung ist sehr gut, die Handhabung intuitiv, und die Gesamtbetrachtung (Anschaffungspreis, Betriebskosten, Wartung) fällt positiv aus.

Mit einem Preis von etwa 579 Euro (ohne Akku und Ladegerät – diese sind oft separat erhältlich) ist das Modell nicht das billigste auf dem Markt. Es ist jedoch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für jemanden, der langfristig in ein zuverlässiges Gartengerät investieren möchte. Besonders empfehlenswert ist der Kauf für alle, die bereits andere Stihl-Akkugeräte haben – die 48V-Batterie ist kompatibel und bietet damit Kostenersparnisse.

Gartenfans, die sich für kompakte und praktische Lösungen interessieren, könnten auch bei Camping-Spiele: Die 8 kompaktesten Spiele für den Urlaub fündig werden – das gleiche Prinzip der Kompaktheit und Effizienz zieht sich durch verschiedene Lebensbereiche.

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Quelle: AutoEditor/technologie
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