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Dresdner Technologie-Campus wird internationales Innovationszentrum

Neue Hochschul-Kooperationen und Start-up-Förderung sollen Dresden als Tech-Standort etablieren

Von ZenNews24 Redaktion 2 Min. Lesezeit
Dresdner Technologie-Campus wird internationales Innovationszentrum
Das Wichtigste in Kürze
  • Neue Hochschul-Kooperationen und Start-up-Förderung sollen Dresden als Tech-Standort etablieren
Dresden entwickelt sich zunehmend zu einem europäischen Zentrum für Technologie und Innovation. Ein neues Großprojekt, das die Technische Universität Dresden, mehrere Fraunhofer-Institute und private Unternehmen verbindet, wird offiziell in der kommenden Woche eingeweiht. Der Dresdner Technologie-Campus entsteht auf einem 35 Hektar großen Gelände im Süden der Stadt und soll bis 2030 internationales Flair bekommen. Das Projekt, das unter dem Namen "Dresden Tech Valley" lanciert wird, zielt darauf ab, eine europäische Alternative zu bekannten Tech-Hubs wie Silicon Valley zu schaffen. Mit einem Gesamtbudget von 850 Millionen Euro werden Forschungs-, Büro- und Wohnflächen geschaffen, um ein integriertes Ökosystem für Innovation zu bilden. Die TU Dresden, eine der führenden Universitäten Deutschlands in Ingenieurwissenschaften und Informatik, wird ihr bereits bestehendes Exzellenz-Forschungszentrum massiv ausbauen. 15 neue Professuren werden geschaffen, mit Schwerpunkt auf künstliche Intelligenz, Halbleitertechnologie und erneuerbare Energien. Rektor Hans Müller-Steinhagen betonte: "Dresden hat das Potenzial, nicht nur national, sondern international als Innovationsstandort wahrgenommen zu werden. Wir wollen Talente aus der ganzen Welt anziehen." Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme wird sein neues Hauptlaboratorium auf dem Campus errichten. Mit Schwerpunkt auf Mikro- und Nanotechnologie verspricht sich das Institut von der Nähe zu Universitäten und Wirtschaft wichtige Synergien. Der Direktor des Instituts, Prof. Dr. Michael Verhoeven, sagte: "In Dresden haben wir ein einzigartiges Cluster von Kompetenz. Dieser Campus wird es uns ermöglichen, schneller vom Labor in die Anwendung zu gehen." Ein entscheidendes Element des Plans ist die intensive Förderung von Start-ups. Der Campus wird mit einem 200-Millionen-Euro-Fonds ausgestattet, der Gründungen in den Bereichen High-Tech finanziert. Bereits 45 Start-ups haben signalisiert, ihre Büros auf den Campus zu verlegen. Unternehmen wie ein spezialisiertes Quantencomputing-Unternehmen und ein Drohnen-Entwickler haben Mietverträge unterzeichnet. Wohnraum für Wissenschaftler und Mitarbeiter wird gleichzeitig geschaffen. 500 moderne Appartements und 200 Familienwhonungen entstehen, mit dem Ziel, talentierte Menschen dauerhaft in Dresden zu halten. Viele etablierte Wissenschaftler beklagten bisher, dass ihre Mitarbeiter nach Abschluss ihrer Promotion in andere deutsche Großstädte abwanderten. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Dresden arbeitet intensiv an internationalen Partnerschaften. Kontakte zu ähnlichen Clustern in Cambridge, München und Basel wurden geknüpft. Ein Austauschprogramm für junge Forscher zwischen Dresden und dem MIT ist bereits in Vorbereitung. Auf politischer Ebene wird das Projekt von allen relevanten Akteuren unterstützt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kündigte zusätzliche Landesmittel an: "Dresden hat die Chance, sich als Technologie-Standort global zu positionieren. Das ist eine wirtschaftliche Chance für ganz Sachsen." Die ersten Fertigstellungen werden für Ende 2025 erwartet. Experten prognostizieren, dass der Campus mittelfristig 8.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen wird und die Wertschöpfung in der Stadt deutlich erhöht.
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