Gesellschaft

Bundesregierung erhöht Bio-Förderung: 200 Millionen Euro für 2027

Die Bundesregierung stellt 200 Millionen Euro für die Bio-Förderung bereit, um den ökologischen Landbau bis 2030 zu stärken und die Bio-Fläche zu erhöhen.

Von ZenNews24 Redaktion 1 Min. Lesezeit Aktualisiert: 24.06.2026
Bundesregierung erhöht Bio-Förderung: 200 Millionen Euro für 2027
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Bundesregierung hat beschlossen, die Förderung für den ökologischen Landbau im Bundeshaushalt 2027 auf 200 Millionen Euro zu erhöhen — ein Plus von 47 Millionen Euro gegenüber 2026
  • Das gab Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir in einer Pressekonferenz

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Förderung für den ökologischen Landbau im Bundeshaushalt 2027 auf 200 Millionen Euro zu erhöhen — ein Plus von 47 Millionen Euro gegenüber 2026. Das gab Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir in einer Pressekonferenz bekannt. Die Mittel fließen in drei Bereiche: Umstellungsförderung für Betriebe, die von konventioneller auf Bio-Landwirtschaft wechseln (90 Millionen Euro), Forschung und Demonstrationsbetriebe (55 Millionen Euro) sowie Marktentwicklung und Verbraucheraufklärung (55 Millionen Euro).

Ziel: 30 Prozent Bio-Fläche bis 2030

Die Erhöhung ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung, die bis 2030 einen Bio-Flächenanteil von 30 Prozent anstrebt — aktuell sind es 11,4 Prozent. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste sich die Bio-Fläche in weniger als fünf Jahren fast verdreifachen. Experten halten das ohne massive zusätzliche Anreize für unrealistisch. Der BÖLW begrüßte die Erhöhung, bezeichnete sie aber als „Schritt in die richtige Richtung, der bei Weitem nicht reicht". Der Verband fordert mindestens 500 Millionen Euro jährlich, um den nötigen Strukturwandel zu finanzieren. Wie drängend das Problem ist, zeigen der Preisdruck auf Biobauern und der fehlende Bio-Anteil in Schulmensen.

▶ Auf einen Blick
  • Die Bundesregierung erhöht die Bio-Förderung um 47 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro für 2027.
  • Ziel ist ein Bio-Flächenanteil von 30 Prozent bis 2030, was Experten als unrealistisch sehen.
  • Es wird eine Harmonisierung der Länderförderprogramme gefordert, um regionale Ungleichgewichte zu vermeiden.

Länder müssen mitziehen

Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir appellierte an die Länder, die Bundesförderung durch eigene Programme zu ergänzen. Bislang variieren die Länder-Förderprogramme für Bio-Umstellung erheblich: Bayern und Baden-Württemberg zahlen deutlich höhere Prämien als etwa Sachsen oder Thüringen. Ohne Harmonisierung drohen regionale Ungleichgewichte im Umstellungstempo. Die Details der neuen Förderprogramme sind abrufbar unter bmel.de und boelw.de.

200 Millionen Euro klingen nach viel — verglichen mit dem agrarpolitischen Gesamtrahmen und dem Abstand zum 30-Prozent-Ziel sind es bestenfalls ein Einstieg in das, was nötig wäre.

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EinordnungDie Erhöhung der Bio-Förderung ist ein Schritt zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Sie adressiert den Bedarf an mehr Bio-Flächen, stellt aber gleichzeitig die Notwendigkeit weiterer Anreize und einer bundesweiten Harmonisierung der Förderprogramme in den Fokus.
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