ZenNews24› Gesellschaft› Biobauern unter Druck: Importe aus Polen und Span… Gesellschaft Biobauern unter Druck: Importe aus Polen und Spanien drücken Preise Deutsche Biobauern leiden unter steigenden Importen aus Polen und Spanien, was zu fallenden Erzeugerpreisen und wirtschaftlichem Druck führt. Von Julia Schneider 11.04.2026, 13:17 Uhr 1 Min. Lesezeit Aktualisiert: 24.06.2026 Das Wichtigste in Kürze Deutsche Biobauern geraten zunehmend unter wirtschaftlichen DruckUrsache sind steigende Importmengen von Bio-Ware aus Polen, Spanien und den Niederlanden, die zu deutlich niedrigeren Erzeugerpreisen auf dem deutschen Markt angeboten Deutsche Biobauern geraten zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Ursache sind steigende Importmengen von Bio-Ware aus Polen, Spanien und den Niederlanden, die zu deutlich niedrigeren Erzeugerpreisen auf dem deutschen Markt angeboten wird. Laut einer Erhebung des Deutschen Bauernverbands sanken die Erzeugerpreise für Bio-Karotten im ersten Quartal 2026 um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr — gedrückt durch günstige Importware aus polnischen Großbetrieben mit mehr als 500 Hektar Bio-Fläche. Strukturwandel beschleunigt sich Die Situation verschärft einen Strukturwandel, der bereits seit Jahren läuft: Kleine Familienbetriebe mit unter 50 Hektar Bio-Fläche können mit den Skalenvorteilen osteuropäischer Großbetriebe nicht mithalten. 2025 haben nach Angaben der Landeslandwirtschaftsämter knapp 1.200 deutsche Bio-Höfe die Zertifizierung nicht erneuert — ein Rekordwert. „Das EU-Bio-Siegel nivelliert Standards, ohne faire Wettbewerbsbedingungen herzustellen", sagt Naturland-Geschäftsführerin Silvia Wollny. Der Marktboom kommt bei den Bauern nicht an, profitieren tut vor allem der Discounter-Handel. ▶ Auf einen BlickDeutsche Biobauern leiden unter sinkenden Preisen durch Importe aus Osteuropa.Der Strukturwandel im Bio-Sektor beschleunigt sich, kleine Betriebe haben Schwierigkeiten.Das BMEL plant Erhöhung der Umstellungsprämien, aber die Lösung ist umstritten. BMEL will Umstellungsprämien erhöhen Das Bundesministerium für Ernährung (BMEL) hat angekündigt, die Umstellungsprämien für Betriebe, die auf ökologischen Landbau umstellen, ab 2027 um durchschnittlich 15 Prozent anzuheben. Ob das ausreicht, um den Abwanderungstrend zu stoppen, ist unter Fachleuten umstritten. Der BÖLW fordert zusätzlich verbindliche Herkunftskennzeichnung für Rohwaren und verpflichtende regionale Quoten im öffentlichen Beschaffungswesen. Weitere Informationen unter boelw.de und bmel.de. Ohne gezielte politische Intervention droht dem deutschen Bio-Landbau eine Konsolidierungswelle, die das Bild des kleinbäuerlichen Ökobetriebs als Auslaufmodell erscheinen lässt. Mehr zum ThemaBio-Preise sinken: Discounter verschärfen Wettbewerb im Öko-RegalHomo-Ehe in Polen: Sejm debattiert historischen GesetzentwurfAfD legt in Umfragen zu: Union unter Druck EinordnungDie Meldung zeigt den zunehmenden Wettbewerbsdruck auf dem deutschen Bio-Markt durch Importe. Dies stellt die Zukunft kleiner Bio-Betriebe und die gesamte ökologische Landwirtschaft in Deutschland in Frage. ZZenNews24 RedaktionUnabhängige Nachrichtenredaktion · Schwerpunkt: Gesellschaft Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Mehr zum ThemaInternationalvor 3 Std.Polen warnt vor Anschlag auf Ministerpräsident TuskWirtschaftvor 14 Std.Standardbrief kostet ab 2027 über einen EuroWirtschaftgesternDiesel-Deal Trump-Putin: Experten erwarten kaum PreiseffektWirtschaftgesternMercedes droht Werksschließungen wegen 35-Stunden-Woche Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 Gesellschaft Biobauern Druck Importe Polen J Julia Schneider Gesellschaft & International Julia Schneider schreibt über gesellschaftliche Trends, internationale Konflikte und humanitäre Themen. Sie hat als Auslandskorrespondentin aus Brüssel und Wien berichtet. Das könnte dich interessieren › Gesellschaft Schülerproteste: Frankreichs Jugend wehrt sich jetzt 07.10.2026 Gesellschaft Elterngeld-Kürzung gestoppt? 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