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Dresdner Stadtrat verabschiedet klimaneutrale Mobilitätsstrategie für 2040

Massive Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel und Fahrradinfrastruktur geplant

Von ZenNews24 Redaktion 1 Min. Lesezeit
Dresdner Stadtrat verabschiedet klimaneutrale Mobilitätsstrategie für 2040
Das Wichtigste in Kürze
  • Massive Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel und Fahrradinfrastruktur geplant
Der Dresdner Stadtrat hat sich einstimmig auf eine ambitionierte Mobilitätsstrategie geeinigt, die die Landeshauptstadt bis 2040 klimaneutral mobil machen soll. In einer mehrstündigen Sitzung beschlossen die 84 Abgeordneten ein Paket von Maßnahmen, das insgesamt 1,2 Milliarden Euro kostet und die Verkehrslandschaft der Stadt grundlegend transformieren wird. Das Kernstück des Plans ist die massive Erweiterung des öffentlichen Nahverkehrs. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) werden ihren Fuhrpark komplett auf elektrische Busse umstellen. Bereits ab 2025 sollen die ersten 150 E-Busse auf den Straßen fahren, bis 2030 soll die gesamte Flotte elektrifiziert sein. Darüber hinaus wird das Straßenbahnnetz um 35 Kilometer erweitert, mit Schwerpunkt in die schnell wachsenden Stadtteile Leuben und Striesen. Eine zweite Säule des Plans betrifft die Fahrradinfrastruktur. Die Stadt plant die Schaffung von 120 Kilometer neuer Fahrradwege und die Modernisierung von 80 Kilometern bestehender Radstrecken. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Schaffung von Fahrrad-Highways, breiten und wartungsarmen Wegen, die Pendler schnell und sicher in die Innenstadt bringen sollen. Das Budget für diese Maßnahmen beläuft sich auf 280 Millionen Euro. Damit nicht genug: Die Stadtverwaltung plant die Errichtung von 50 Mobilitätsstationen an strategischen Punkten der Stadt. Diese Stationen kombinieren Fahrrad- und E-Roller-Leihsysteme mit Bus- und Bahn-Anschlüssen sowie Parkplätzen für Autos mit Carsharing-Angeboten. Das Ziel ist, den Privatwagen-Nutzern eine echte Alternative zu bieten. Die Grünen-Fraktion im Stadtrat begrüßte die Beschlüsse enthusiastisch. Fraktionsvorsitzende Petra Köpping erklärte: "Dies ist ein historischer Moment für Dresden. Wir zeigen, dass Klimaschutz mit urbaner Mobilität nicht in Konflikt steht, sondern dass echte Mobilitätsfreiheit durch Vielfalt entsteht." Allerdings warnten die Linken vor zu schnellen Schritten und forderten Anpassungen für sozial schwache Haushalte. Die Automobilwirtschaft reagierte gemischt. Während große Taxibetriebe Transformationsängste äußerten, signalisierten Elektrofahrzeug-Unternehmen ihre Unterstützung. Ein lokaler Elektrofahrzeug-Distributor kündigte an, sein Geschäft nach Dresden zu expandieren und 200 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Finanzielle Herausforderungen sind erheblich. Oberbürgermeister Hilbert machte klar, dass die Stadt auf Bundes- und Landesförderung angewiesen ist. Die Bewerbung Dresdens für Fördergelder aus dem Klimaschutz-Förderprogramm laufe bereits. Erste Zusagen über 380 Millionen Euro liegen bereits vor. Die Verkehrsplanung wird in den kommenden Monaten konkretisiert. Der Stadtrat kündigte an, dass die erste Etappe der Straßenbahn-Erweiterung 2024 mit dem Spatenstich beginnt. Die Bevölkerung soll in mehreren Beteiligungsverfahren mitentscheiden können, welche Trassen vorrangig ausgebaut werden.
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