ZenNews24› International› Trump trifft Xi Jinping in Peking: Showdown über … International Trump trifft Xi Jinping in Peking: Showdown über Iran und die Zukunft der Straße von Hormus US-Präsident Donald Trump reist zu Gesprächen nach Peking – im Zentrum stehen der Krieg gegen den Iran und die strategisch entscheidende Meerenge von Hormus. Von ZenNews24 Redaktion 13.05.2026, 12:00 Uhr 6 Min. Lesezeit Aktualisiert: 13.05.2026 Das Wichtigste in Kürze Vor seinem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump Differenzen zwischen Washington und Peking im Iran-Konflikt öffentlich heruntergespieltDoch hinter den diplomatischen Kulissen zeichnet sich ein komplexes Kräftemessen abWie weit geht Chinas Unterstützung für Teheran – und was bedeutet das für die globale Ölversorgung # Trump trifft Xi Jinping in Peking: Showdown über Iran und die Zukunft der Straße von Hormus US-Präsident Donald Trump ist zu einem hochkarätigen Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping nach Peking gereist. Im Mittelpunkt der Gespräche steht der eskalierende Konflikt mit dem Iran, der die gesamte Region am Persischen Golf destabilisiert. Doch hinter der diplomatischen Fassade verbergen sich tiefe Interessenskonflikte zwischen den beiden Supermächten – ein Showdown um Macht, Ressourcen und regionale Einflusssphären. Republikanische Nationalkonvention Donald Trump Wahl Kampagne Rednerpult Amerika {IMG_HIER} Trumps Besuch in der chinesischen Hauptstadt ist nicht nur ein symbolischer Akt. Er markiert einen kritischen Moment in der Weltpolitik, in dem die USA ihre aggressive Iran-Politik durch chinesische Unterstützung legitimieren wollen, während Beijing seine eigenen strategischen Interessen im Persischen Golf zu wahren sucht. Auf die Frage von Journalisten nach Chinas Rolle im Iran-Konflikt zeigte sich Trump ungewöhnlich konziliant: Xi Jinping habe seine Sache „ziemlich gut gemacht", sagte der US-Präsident. Mit Blick auf die von den USA angestrebte Seeblockade der iranischen Ölexporte fügte er hinzu: „Schauen Sie auf die Seeblockade – keine Probleme." Mit dieser Aussage versuchte Trump, den Eindruck von vollständiger Einigkeit zu vermitteln – doch die strategischen Interessen beider Länder in der Region könnten unterschiedlicher kaum sein. ## Die Straße von Hormus: Achillesferse der Weltwirtschaft Die Straße von Hormus ist eine der kritischsten Meerengen der Welt. Täglich passieren etwa 21 Millionen Barrel Rohöl diese nur 53 Kilometer breite Wasserstraße zwischen dem Iran und Oman – das entspricht rund 21 Prozent des weltweiten Ölhandels. Für die deutsche Wirtschaft ist diese Quote besonders relevant: Deutschland importierte 2023 etwa 3,8 Prozent seines Energiebedarfs aus dem Nahen Osten, wobei ein erheblicher Anteil durch die Straße von Hormus transportiert wird. Treffen von Xi und Trump in Peking | tagesthemen-Interview Eine Blockade oder ernsthafte Störung dieser Meerenge hätte katastrophale Folgen. Der Ölpreis könnte um 50 bis 100 Prozent ansteigen – ein Szenario, das besonders europäische Industrieländer treffen würde. Deutschland mit seiner energieintensiven Chemie-, Auto- und Maschinenbauindustrie wäre besonders verwundbar. Chinas Abschwung und die geopolitischen Turbulenzen belasten bereits die deutsche Wirtschaft, und eine Energiekrise würde diese Situation weiter verschärfen. China wiederum bezieht etwa 80 Prozent seines importierten Erdöls aus dem Nahen Osten. Eine Unterbrechung der Versorgung würde die chinesische Wirtschaft direkt treffen und könnte zu einer globalen Rezession führen. Dies erklärt auch Xis Zurückhaltung bezüglich einer militärischen Eskalation gegen den Iran – Beijing kann sich eine Konfrontation in dieser Region schlicht nicht leisten.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen ## Trumps Iran-Politik: Sanktionen, Drohnen und eine einsame Strategie Seit seiner Rückkehr ins Amt hat Trump eine konfrontative Linie gegenüber dem Iran verfolgt. Die Wiedereinführung maximaler Sanktionen gegen Irans Ölsektor, die Verstärkung der militärischen Präsenz am Golf und die Unterstützung von Israels Operationen gegen iranische Stellvertreter sind zentrale Elemente dieser Politik. Trump argumentiert, dass nur ein „maximaler Druck" den Iran zu Verhandlungen zwingen kann. Doch diese Strategie ist international isoliert. Europäische Länder lehnen Trumps einseitige Sanktionen ab und versuchen, das Atomabkommen (JCPOA) mit dem Iran zu bewahren. Trump hatte bereits 2018 die USA aus diesem Abkommen zurückgezogen, eine Entscheidung, die damals international stark kritisiert wurde. Russland und China haben sich wiederholt gegen die Sanktionen ausgesprochen und unterhalten normale Handelsbeziehungen mit Teheran. Der Iran seinerseits hat sein Drohnenprogramm massiv ausgebaut und Milizen in der Region mit fortgeschrittener Technologie ausgestattet. Die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen, die vom Iran unterstützt werden, haben mehrfach Handelsschiffe in der Region angegriffen. Diese Eskalationsspirale bedroht die globale Handelssicherheit unmittelbar. ## Chinas Balanceakt: Wirtschaft vs. Sicherheit Xi Jinping befindet sich in einem diplomatischen Dilemma. Einerseits kann China sich eine Konfrontation mit den USA über den Iran nicht leisten – die wirtschaftlichen Verflechtungen sind zu groß. Andererseits kann China auch nicht einfach den iranischen Markt aufgeben. Der Iran ist für chinesische Unternehmen ein wichtiger Handelspartner, und Beijing hat massive Investitionen in iranische Infrastruktur und Energieprojekte getätigt. China kauft weiterhin iranisches Erdöl, allerdings unter dem Radar und mit großen Rabatten. Diese Taktik ermöglicht es Beijing, die iranische Wirtschaft am Leben zu erhalten, ohne sich offen gegen die USA zu stellen. Gleichzeitig verstärkt China seine militärische Präsenz im Golf – nicht gegen den Iran, sondern um seine eigenen Handelsrouten zu sichern. Die chinesische Marine hat Basen in Dschibuti und kooperiert mit mehreren Golfstaaten. Trumps Lob für Xi in Peking ist daher auch eine Anerkennung dieser Balance: China leistet keinen offenen Widerstand gegen die US-Politik, hält aber seine Beziehungen zum Iran. Ein perfektes Arrangement für Trump, weniger ideal für europäische Länder, die von dieser Situation zunehmend marginalisiert werden. ## Auswirkungen auf Europa und Deutschland Deutschland und Europa sind die großen Verlierer dieses Showdowns. Trump droht bereits mit Autozöllen auf EU-Fahrzeuge, und die Iran-Sanktionen gefährden zusätzlich das wirtschaftliche Gleichgewicht. Europäische Banken können nicht mit dem Iran handeln, europäische Unternehmen dürfen keine Geschäfte mit iranischen Partnern machen – während China und Amerika ihre jeweiligen Interessen verfolgen. Die Europäische Union hat versucht, das Atomabkommen zu retten und alternative Zahlungsmechanismen zu schaffen. Doch ohne echte Unterstützung durch die großen Handelspartner blieben diese Bemühungen wirkungslos. Deutschland exportierte 2022 noch Waren im Wert von etwa 900 Millionen Euro in den Iran; heute sind diese Handelsbeziehungen praktisch zum Erliegen gekommen. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass Europa in dieser Krise kaum eine Rolle spielt. Die Entscheidungen fallen zwischen Washington und Beijing – Europa wird zu einem Beobachter seiner eigenen geopolitischen Marginalisierung. Deutschland investiert zwar in neue Rüstungstechnologien wie Taurus-Varianten, doch ohne eine kohärente europäische Außenpolitik bleiben solche Investitionen isoliert. ## Was kommt nach dem Treffen in Peking? Das Trump-Xi-Treffen wird wahrscheinlich zu einer informellen Absprache führen: Die USA setzen ihre Iran-Politik fort, China leistet keine offene Blockade, und die Seeblockade der Straße von Hormus bleibt ein amerikanisches Projekt. Gleichzeitig wird China weiterhin mit dem Iran handeln – ein Arrangement, das für beide Seiten funktioniert, aber den Konflikt nicht wirklich löst. Der Iran wird weiterhin daran arbeiten, seine regionalen Stellvertreter zu bewaffnen und die Handelsschiffe der Golfstaaten unter Druck zu setzen. Dies wird zu weiteren Marineoperationen führen und die Angst vor einer Blockade der Straße von Hormus aufrechterhalten. Die Ölpreise werden volatil bleiben, und die Unsicherheit wird die Weltwirtschaft belasten. Für Deutschland und Europa bedeutet dies, dass sie ihre Energiesicherheit überdenken müssen. Diversifizierung ist notwendiger denn je – sei es durch erneuerbare Energien, LNG-Importe aus anderen Quellen oder eine stärkere energetische Unabhängigkeit. Die Abhängigkeit von geopolitischen Entscheidungen in Washington und Beijing kann sich Europa einfach nicht leisten. Laut Statistischem Bundesamt hat sich die Energiepreisvolatilität in den letzten Jahren dramatisch erhöht – ein Trend, der sich fortsetzen wird. ## Ausblick: Ein System ohne Verlierer ist nicht möglich Trumps Treffen mit Xi Jinping ist ein Machtspiel zwischen zwei Supermächten, in dem es um die Neuordnung der Welt geht. Der Iran ist nur ein Schauplatz dieses größeren Konflikts. Die Straße von Hormus symbolisiert die gegenseitige Abhängigkeit und die Verwundbarkeit des globalen Systems. Solange dieses System nicht gerechtfertigt durch internationale Verträge und multilaterale Institutionen funktioniert, werden solche Showdowns zunehmen. Europa muss sich fragen, ob es weiterhin ein Statist in diesem Drama sein will oder ob es sich als eigenständiger geopolitischer Akteur positionieren kann. Die Zeit zum Handeln wird knapp. 🔮TarotLass die Karten sprechen — kostenloses Online-Tarot.Tarot-Karte ziehen → Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 welt video international Z ZenNews24 Redaktion Redaktion Die ZenNews24-Redaktion berichtet rund um die Uhr über die wichtigsten Ereignisse aus Deutschland und der Welt. Unsere Journalistinnen und Journalisten recherchieren, analysieren und ordnen ein — unabhängig und verlässlich. 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