Politik

Krise in Großbritannien: Muss Starmer gehen?

Breaking: Drei Minister zurückgetreten, 85 Abgeordnete fordern Rücktritt – Starmer bleibt trotzig

Von ZenNews24 Redaktion 3 Min. Lesezeit Aktualisiert: 12.05.2026
Krise in Großbritannien: Muss Starmer gehen?
Das Wichtigste in Kürze
  • Breaking: Drei Minister sind zurückgetreten, 85 Labour-Abgeordnete fordern Starmers Rücktritt – die Schwelle für ein Misstrauensvotum ist überschritten
  • Das Pfund fiel 0,7 %
  • Starmer: „Ich werde nicht weglaufen."

Die politische Krise in Großbritannien hat am 12. Mai 2026 ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Premierminister Keir Starmer ist nach einer dramatischen Kabinettssitzung unter massivem Druck: Drei Minister sind zurückgetreten, 85 Labour-Abgeordnete fordern öffentlich seinen Abgang – und das Pfund Sterling reagierte mit einem Kurssturz. Starmer erklärte trotzig: „Ich werde nicht weglaufen."

▶ Auf einen Blick – Stand 12. Mai 2026
  • 3 Minister zurückgetreten (Fahnbulleh, Phillips, Davies-Jones) – erste Rücktritte seit Starmers Amtsantritt
  • 85 Labour-Abgeordnete fordern öffentlich Starmers Rücktritt – Schwelle für formales Misstrauensvotum (81 Stimmen) überschritten
  • Kabinettssitzung heute: Laut Berichten drängten 6 Minister Starmer intern zum Rücktritt – darunter Außenministerin Cooper
  • Wirtschaft reagiert: Pfund Sterling -0,7 %, britische Staatsanleihen auf höchstem Stand seit Jahren
Juli 2024

Labour gewinnt die Unterhauswahl mit deutlicher Mehrheit. Starmer wird Premierminister und kündigt einen grundlegenden Politikwechsel an.

Herbst 2024

Die Regierung kündigt Sparmaßnahmen an, darunter die Kürzung von Winterzuschüssen für Rentnerinnen und Rentner. Erste innerparteiliche Kritik wird laut.

Mai 2026 – Kommunalwahlen

Labour verliert fast 1.500 Sitze bei den englischen Kommunalwahlen. Reform UK unter Nigel Farage gewinnt 1.454 Sitze. In Wales rutscht Labour auf Platz drei ab. Historisches Debakel.

12. Mai 2026 – Eskalation

Drei Minister treten zurück. 85 Labour-Abgeordnete fordern öffentlich den Rücktritt. Laut Daily Telegraph haben 6 Kabinettsmitglieder Starmer intern zum Abgang geraten. Starmer erklärt in der Kabinettssitzung: Kein Rücktritt.

Starmer Krise Großbritannien Mai 2026
Bildmaterial: ZenNews24 Mediathek

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Drei Minister treten zurück – das Kabinett bröckelt

Den Anfang machte Miatta Fahnbulleh, Staatssekretärin im Wohnungsbauministerium, die heute Morgen als erste zurücktrat und einen „Zeitplan für Starmers Abgang" forderte. Kurz darauf folgte Jess Phillips, bis heute Safeguarding-Ministerin: „Ein guter Mensch – aber Taten zählen mehr als Worte", schrieb sie in ihrem Rücktrittsschreiben. Alex Davies-Jones schloss sich an. Alle drei betonten, nicht gegen Starmer persönlich zu handeln – sondern für die Erneuerung der Partei. Quellen: Al Jazeera Liveblog, The Guardian.

85 Abgeordnete – die Schwelle ist überschritten

Stand heute Mittag haben 85 Labour-Unterhausabgeordnete öffentlich Starmers Rücktritt gefordert. Die Schwelle für ein formales innerparteiisches Misstrauensvotum liegt bei 81 Stimmen – einem Fünftel der 403 Labour-Abgeordneten. Diese Marke ist damit überschritten. Ein koordinierter Antrag liegt jedoch noch nicht vor; bislang fehlt eine einheitliche Gegenkandidatur. Als mögliche Nachfolger werden Wes Streeting (Gesundheitsminister) und Angela Rayner (zurückgetreten als Vize-Premierministerin wegen Steueraffäre) gehandelt. Quelle: LabourList – MP Resignation Tracker.

Positionen der wichtigsten politischen Kräfte

  • Starmer (Regierung): „Ich werde nicht weglaufen." Verweist auf Parteistatuten: Nur ein formales Misstrauensvotum kann ihn zum Rücktritt zwingen.
  • Labour-Rebellen: 85 Abgeordnete fordern öffentlich den Rücktritt. Laut Telegraph haben Außenministerin Yvette Cooper, Innenministerin Shabana Mahmood, Verteidigungsminister John Healey sowie Ed Miliband, Lisa Nandy und Wes Streeting Starmer intern zum Abgang geraten.
  • Konservative Opposition: Nutzt die Krise als Beweis für Labour-Versagen, fordert vorgezogene Neuwahlen.
  • Reform UK (Farage): Sieht sich nach dem Kommunalwahl-Triumph als eigentliche politische Kraft im Land.
  • Liberaldemokraten: Gewinnen in wohlhabenden Vororten und positionieren sich als stabiles, pro-europäisches Lager.

Wirtschaftliche Reaktion: Pfund und Staatsanleihen unter Druck

Die Finanzmärkte reagierten nervös auf die politische Eskalation. Das Pfund Sterling verlor bis zum Mittag rund 0,7 Prozent gegenüber dem US-Dollar. Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen (Gilts) stiegen auf rund 5,1 Prozent – ein Stand, der zuletzt in der Gilt-Krise nach dem Liz-Truss-Budget 2022 erreicht wurde. Quellen: CNBC: UK Gilts surge, CNBC: MPs turning on Starmer.

Hintergrund: Wie es zu dieser Krise kam

Starmer hatte mit dem Versprechen angetreten, „echte Veränderung" nach Jahren konservativer Herrschaft zu bringen. Doch die rasche Abkehr von anfänglichem Optimismus hin zu weit verbreiteter Frustration offenbart strukturelle Probleme. Im Mittelpunkt der inhaltlichen Kritik steht der Haushaltskurs: Statt der im Wahlkampf versprochenen Investitionen führte die Regierung Sparmaßnahmen ein, die vor allem Rentnerinnen, Rentner und Sozialhilfeempfänger belasten. Besonders die Kürzung von Winterzuschüssen stieß auf breite Ablehnung. Weitere Informationen: Al Jazeera, Tagesspiegel, Handelsblatt, ZDF heute, Washington Post.

Einordnung (12. Mai 2026)Die Schwelle für ein formales Misstrauensvotum ist überschritten – ob es dazu kommt, hängt von einer koordinierten Gegenkandidatur ab. Starmer setzt darauf, dass die Partei eine erneute öffentliche Zerreißprobe scheut. Die kommenden 48 Stunden entscheiden über seine politische Zukunft.
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Quelle: AutoEditor/politik
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