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Mode und Style: Leena Zimmermann gibt Pack-Tipps für den Urlaub

Stylistin Leena Zimmermann erklärt, wie man modebewusst packt, deutschen Stil neu bewertet und Individualität über Trends stellt.

Von ZenNews24 Redaktion 4 Min. Lesezeit
Mode und Style: Leena Zimmermann gibt Pack-Tipps für den Urlaub
Das Wichtigste in Kürze
  • Mode ist mehr als nur Kleidung – sie ist Ausdruck von Persönlichkeit, kultureller Identität und Lebensgefühl
  • Die Stylistin Leena Zimmermann weiß das aus ihrer täglichen Arbeit mit bekannten Schauspielerinnen wie Karoline Herfurth und Hannah Herzsprung
  • Im Interview verteidigt sie den…

Mode ist mehr als nur Kleidung – sie ist Ausdruck von Persönlichkeit, kultureller Identität und Lebensgefühl. Die Stylistin Leena Zimmermann weiß das aus ihrer täglichen Arbeit mit bekannten Schauspielerinnen wie Karoline Herfurth und Hannah Herzsprung. Im Interview verteidigt sie den oft unterschätzten Stil der Deutschen, plädiert für mehr Individualität in der Mode und verrät, wie man die Sommergarderobe optimal in den Koffer packt – ohne auf Qualität zu verzichten.

Wer ist Leena Zimmermann und warum ihre Stimme in der Modedebatte zählt

Leena Zimmermann hat sich in der deutschen Modeszene einen Namen gemacht – nicht als Designerin oder Influencerin, sondern als Stylistin mit Leidenschaft für handwerkliches Können und zeitlose Eleganz. Mit ihrem Büro in Berlin gestaltet sie die Looks prominenter Schauspielerinnen und berät private Kundinnen in Fragen von Stil und Authentizität. „Styling ist Psychologie", sagt Zimmermann. „Es geht darum, herauszufinden, was die Person wirklich ist – nicht was sie sein soll." Diese Haltung unterscheidet sie von Stylistinnen, die Trends unreflektiert durchsetzen.

Ihr Zugang zur Mode ist geerdet und inklusiv. In der Arbeit mit Kundinnen unterschiedlicher Altersgruppen und sozialer Hintergründe beobachtet Zimmermann, dass viele unter dem Druck stehen, ständig „up-to-date" zu sein. Dieser Druck schadet nicht nur dem Wohlbefinden, sondern auch dem Geldbeutel und der Umwelt.

Mode und Konsum: Zahlen und Fakten

  • Laut einer Studie des Umweltbundesamtes (2023) kaufen Deutsche im Schnitt rund 60 Kleidungsstücke pro Jahr – doppelt so viele wie noch vor 20 Jahren.
  • Etwa 40 Prozent der gekauften Kleidung wird laut Greenpeace seltener als dreimal getragen, bevor sie entsorgt wird.
  • Die Textilindustrie verursacht nach Angaben der UN rund acht bis zehn Prozent der globalen CO₂-Emissionen.
  • Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Statista (2023) ergab, dass 62 Prozent der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kleidungskauf auf Qualität statt Quantität setzen wollen – jedoch nur 34 Prozent diesen Vorsatz konsequent umsetzen.

Die deutsche Mode: Unterschätzt und eigenständig

Wenn von großen Modemetropolen die Rede ist, fallen meist Namen wie Paris, Mailand oder New York. Deutschland wird in solchen Debatten oft übersehen – zu Unrecht, wie Zimmermann findet. „Der deutsche Stil wird oft als langweilig wahrgenommen, dabei steht er für Qualität und Selbstvertrauen", erklärt die Stylistin. Deutsche Mode zeichne sich durch Funktionalität, hochwertige Materialien und zeitlose Schnitte aus – eine Ästhetik, die über Jahre trägt.

Es gibt eine lange Tradition exzellenten Handwerks in der deutschen Textilherstellung: Lederwarenmanufakturen in Baden-Württemberg, Wollwebereien in Bayern und eigenständige Modeschöpfer in Berlin haben sich international einen Ruf erarbeitet. „Wir Deutsche mögen es offenbar nicht, uns selbst auf die Schulter zu klopfen", meint Zimmermann. „Aber das ist eigentlich ein Vorteil: Wir machen Mode aus Überzeugung, nicht aus Hype."

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Diese Haltung spiegelt sich auch in der Arbeit mit Schauspielerinnen wider. Karoline Herfurth etwa setzt laut Zimmermann auf zeitlose Klassiker statt Einwegmode. „Meine Kundinnen merken schnell, dass Qualität sich auszahlt – nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Man fühlt sich besser in Dingen, die gut gemacht sind."

Individualität statt Uniformität: Das Plädoyer einer modernen Stylistin

Ein zentrales Anliegen Zimmermanns ist es, Individualität in einer zunehmend globalisierten Modewelt zu bewahren. „Wir alle haben die gleichen Algorithmen, die gleichen Instagram-Feeds. Das führt zu einer visuellen Eintönigkeit, die mir Sorgen macht", sagt sie. Besonders bei jungen Frauen beobachtet sie einen starken Druck, sich an vorgegebene ästhetische Standards anzupassen.

Ihre Botschaft ist klar: Trag, was dir steht und was du magst. Das bedeutet nicht, Trends zu ignorieren, sondern sie kritisch zu hinterfragen. „Ein Trend ist nur relevant, wenn er deine Persönlichkeit unterstreicht. Ansonsten ist er Ballast", so Zimmermann. Sie empfiehlt ihren Klientinnen, vor jedem Kauf drei Fragen zu stellen:

  • Passt das Stück zu meinem Körper und meinem Teint?
  • Habe ich bereits etwas Ähnliches im Schrank?
  • Werde ich dieses Teil in zwei Jahren noch tragen wollen?

Diese bewusste Konsumhaltung hat nachhaltige Effekte: Weniger Käufe bedeuten weniger Textilmüll, weniger Ressourcenverschwendung und mehr finanziellen Spielraum. „Mode sollte eine Investition sein, keine Sucht", betont die Stylistin. Wer sich für einen nachhaltigeren Kleiderschrank interessiert, findet in unserem Beitrag über Slow Fashion und den nachhaltigen Kleiderschrank weiterführende Hinweise.

Packtipps für den Sommerurlaub: System statt Chaos

Wenn es um die praktische Seite von Mode geht, wird Zimmermann konkret. Die Sommerferien stehen vor der Tür, und viele Urlauberinnen und Urlauber fragen sich: Was muss mit, was kann zu Hause bleiben? Die Stylistin hat ein System entwickelt, das flexibel und platzsparend funktioniert – ob für einen Familienurlaub in Deutschland mit günstigen Reisezielen oder für Reisen ins Ausland. Ihr Grundprinzip: eine neutrale Farbpalette als Basis, ergänzt durch zwei bis drei Akzentstücke, die sich vielseitig kombinieren lassen. So entstehen aus wenigen Teilen viele unterschiedliche Outfits – ohne schweren Koffer und ohne das Gefühl, immer dasselbe zu tragen.

Zimmermanns Rat lässt sich auf einen Satz herunterbrechen: Weniger einpacken, mehr herausholen. Wer diesen Ansatz einmal verinnerlicht hat, reist nicht nur leichter, sondern auch stilsicherer – und kehrt vielleicht sogar mit einem klareren Blick auf den eigenen Kleiderschrank nach Hause zurück.

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Quelle: AutoEditor/gesellschaft
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