Familie

Kinder und Social Media: Neue Studie zur Nutzung unter 13 Jahren

Von Julia Schneider 1 Min. Lesezeit
Kinder und Social Media: Neue Studie zur Nutzung unter 13 Jahren
Das Wichtigste in Kürze
  • KIM-Studie: 61 Prozent der 10- bis 12-Jährigen nutzen täglich Social Media trotz Mindestalter 13
  • Australien verbietet Netzwerke unter 16 — Deutschland fordert Altersverifikation von Plattformen

61 Prozent der 10- bis 12-Jährigen täglich auf Social Media — trotz Mindestalter 13

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) hat die aktuelle KIM-Studie (Kinder + Medien, Computer + Internet) veröffentlicht. Ergebnis: 61 Prozent der 10- bis 12-Jährigen in Deutschland nutzen mindestens einmal täglich Instagram, TikTok oder YouTube — obwohl alle drei Plattformen ein Mindestalter von 13 Jahren vorschreiben. Bei den 8- bis 9-Jährigen liegt der Anteil bereits bei 29 Prozent.

Australien verbietet Social Media unter 16 — Deutschland setzt auf Altersverifikation

Das Bundeszentrum für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) hat alle großen Plattformen formell zur Einführung zuverlässiger Altersverifikationssysteme aufgefordert. TikTok und Meta setzen bisher überwiegend auf selbst angegebene Altersdaten — leicht zu umgehen. Australien hat als erstes Land ein gesetzliches Verbot sozialer Netzwerke für unter 16-Jährige erlassen, das im November 2025 in Kraft trat. 23 Prozent der befragten Kinder berichten von unerwünschten Kontakten durch Fremde; 14 Prozent haben Inhalte gesehen, die sie ängstigt oder traurig gemacht haben. Wie viel Bildschirmzeit Kinder generell vertragen und was die WHO empfiehlt, zeigt die Analyse zu den aktualisierten WHO-Leitlinien; wie Eltern bei Schulstress und Schlafproblemen helfen können, erläutert die TK-Studie zu Prüfungsangst. Rechtliche Grundlagen des Kinder- und Jugendmedienschutzes erklärt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Mediennutzungsratgeber für Eltern stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereit. Verbraucherschutzrechtliche Einordnungen liefert die Verbraucherzentrale.

Das BzKJ empfiehlt Eltern, Familienkonten mit eingeschränkten Einstellungen zu nutzen und regelmäßige Gespräche über Online-Erlebnisse zu führen — die Studie zeigt, dass offener Dialog das Risiko unerwünschter Kontakte deutlich senkt.

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Julia Schneider
Gesellschaft & International

Julia Schneider schreibt über gesellschaftliche Trends, internationale Konflikte und humanitäre Themen. Sie hat als Auslandskorrespondentin aus Brüssel und Wien berichtet.

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