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Ukrainischer Drohnenangriff tötet Zivilisten in russischer Grenzregion Belgorod – Selenskyj erhöht den Druck

Nach dem Ende einer dreitägigen Waffenruhe eskalieren die Gefechte entlang der Front erneut – und die Rhetorik auf beiden Seiten verschärft sich deutlich.

Von ZenNews24 Redaktion 2 Min. Lesezeit Aktualisiert: 17.05.2026
Ukrainischer Drohnenangriff tötet Zivilisten in russischer Grenzregion Belgorod – Selenskyj erhöht den Druck
Das Wichtigste in Kürze
  • In der russischen Grenzregion Belgorod wurde bei einem ukrainischen Drohnenangriff nach Behördenangaben ein Zivilist getötet
  • Das Fahrzeug des Mannes wurde in der Stadt Krasnaja Jaruga getroffen
  • Zugleich erhöht der ukrainische Präsident Selenskyj den diplomatischen und militärischen Druck auf Moskau

In der russischen Grenzregion Belgorod ist am Samstag bei einem ukrainischen Drohnenangriff nach Angaben der örtlichen Behörden ein Mensch ums Leben gekommen. Ein Fahrzeug wurde demnach in der Stadt Krasnaja Jaruga getroffen und ein Zivilist dabei getötet. Der Vorfall ereignete sich unmittelbar nach dem Ende einer dreitägigen Waffenruhe, die Russland rund um den Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland einseitig ausgerufen hatte. Mit dem Auslaufen des Waffenstillstands flammten die Gefechte an mehreren Abschnitten der Front wieder auf.

Die russische Seite wertete den Drohnenangriff auf Belgorod als Beleg dafür, dass die Ukraine kein ernsthaftes Interesse an Verhandlungen habe. Kiew hingegen hatte die einseitige Waffenruhe Moskaus von Beginn an als propagandistisches Manöver bezeichnet und ihre Einhaltung durch russische Truppen bezweifelt. Ukrainische Militärvertreter berichteten während der angeblichen Feuerpause von fortgesetzten russischen Angriffen an verschiedenen Frontabschnitten im Osten des Landes.

Vor diesem Hintergrund hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Ton gegenüber Moskau merklich verschärft. In öffentlichen Äußerungen machte er deutlich, dass die Ukraine bereit sei, den Krieg auf russisches Territorium auszuweiten, sollte der Kreml seine Angriffe auf ukrainische Städte und zivile Infrastruktur nicht einstellen. Selenskyj forderte erneut von den westlichen Partnern mehr und schwerere Waffen sowie eine konsequentere Durchsetzung der bestehenden Sanktionen gegen Russland.

Die militärische Lage bleibt angespannt. Im Osten der Ukraine, insbesondere rund um die Städte Pokrowsk und Kurachowe, berichten ukrainische Streitkräfte von anhaltenden russischen Angriffswellen. Russische Einheiten versuchen dort seit Monaten, ihre Geländegewinne in der Region Donezk auszubauen. Die ukrainische Armee steht nach Einschätzung westlicher Militäranalysten weiterhin unter erheblichem Druck, verfügt jedoch über ausreichend Reserven, um die Verteidigungslinien kurzfristig zu stabilisieren.

Auf diplomatischer Ebene bleibt ein Ende des Konflikts nicht in Sicht. Vermittlungsversuche verschiedener Staaten, darunter die Türkei und zuletzt auch Vertreter aus dem Umfeld der US-Regierung, haben bislang keine konkreten Ergebnisse erzielt. Während Moskau an seinen maximalistischen territorialen Forderungen festhält, besteht Kiew auf einem vollständigen Rückzug russischer Truppen aus allen besetzten ukrainischen Gebieten – einschließlich der Krim. Beide Positionen sind nach aktuellem Stand kaum vereinbar, was eine baldige Verhandlungslösung nahezu ausschließt.

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Quelle: WELT
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