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Dara gewinnt den ESC 2026 in Wien: Bulgarien holt historischen ersten Eurovision-Sieg

Dara triumphiert beim Eurovision Song Contest in Wien und beschert Bulgarien den historischen Sieg.

Von ZenNews24 Redaktion 5 Min. Lesezeit Aktualisiert: 17.05.2026
Dara gewinnt den ESC 2026 in Wien: Bulgarien holt historischen ersten Eurovision-Sieg
Das Wichtigste in Kürze
  • Die bulgarische Sängerin Dara hat den Eurovision Song Contest 2026 in Wien gewonnen — mit ihrem Song "Bangaranga" holte sie 516 Punkte und siegte in Jury- wie Publikumswertung
  • Es ist Bulgariens erster ESC-Sieg überhaupt
  • Finnland, der Topfavorit der Buchmacher, kam nicht aufs Siegertreppchen

Es war ein historischer Abend für Bulgarien. Die Sängerin Dara, bürgerlich Darina Nikolaeva Yotova, gewann am 16. Mai 2026 den 70. Eurovision Song Contest in der Wiener Stadthalle mit ihrem Song „Bangaranga". Mit 516 Punkten setzte sie sich gegen 24 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch und gewann sowohl die Jury- als auch die Publikumswertung — eine Seltenheit, die zuletzt Salvador Sobral 2017 gelang.

Bulgarien hatte seit seiner ESC-Rückkehr 2016 jedes Jahr das Finale erreicht, den Sieg aber stets knapp verpasst. Nächster war Kristian Kostov gewesen, der 2017 Zweiter wurde. Am Freitagabend war es endlich so weit: Dara riss die Arme hoch, Konfetti regnete auf die Bühne — und Bulgarien hat nun erstmals die Ausrichtung des ESC 2027 in der Hand.

▶ Auf einen Blick
  • Die bulgarische Sängerin Dara gewann am 16. Mai 2026 den Eurovision Song Contest in Wien mit 516 Punkten.
  • Mit ihrem Song Bangaranga holte Bulgarien seinen ersten ESC-Sieg in der Geschichte des Wettbewerbs.
  • Dara gewann sowohl die Jury- als auch die Publikumswertung und qualifizierte Bulgarien zur Ausrichtung des ESC 2027.

Offizielles Musikvideo: DARA — Bangaranga | Bulgaria | Eurovision 2026

Was ist Bangaranga?

„Bangaranga" ist ein lebhafter, rhythmisch ansteckender Popsong, der sich von einer alten bulgarischen Tradition inspirieren lässt: den Kukeri. Kukeri sind traditionelle Maskenfeste, bei denen Tänzer in aufwendigen Fellkostümen und mit großen Glöckchen böse Geister vertreiben. Dara und ihr Produzenten-Team um Monoir und Dimitris Kontopoulos haben daraus ein modernes, internationales Stück gemacht, das auf den großen ESC-Bühnen Europas funktionierte.

Der Song erschien am 28. Februar 2026 auf dem offiziellen Eurovision-YouTube-Kanal und kletterte in Bulgarien sofort auf Platz eins der Airplay-Charts. International war die Aufmerksamkeit zunächst überschaubar — bis Dara im Semefinale am 14. Mai 2026 als erste Teilnehmerin der Nacht auftrat und mit 278 Punkten souverän das Finale erreichte. Das Momentum war nicht mehr zu stoppen.

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Das Ergebnis im Finale

Das Finale am 16. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle wurde von Victoria Swarovski und Michael Ostrowski moderiert. Von 35 ursprünglich gemeldeten Nationen traten 25 im Finale an. Fünf Länder — Island, Irland, die Niederlande, Slowenien und Spanien — hatten den Wettbewerb aus Protest gegen die Teilnahme Israels boykottiert. Es war der größte Boykott seit 1970.

Top 5 des Finales:

  1. Bulgarien – Dara: „Bangaranga" — 516 Punkte
  2. Israel — 343 Punkte
  3. Rumänien — 296 Punkte (historisch bestes Ergebnis für Rumänien)
  4. Australien
  5. Italien

Großbritannien, der Gastgeber des letzten europäischen Aufgebots, landete mit einem Punkt auf dem letzten Platz. Finnland, von den Buchmachern vor dem Finale als klarer Favorit gehandelt, verpasste das Siegertreppchen.

Wer ist Dara?

Darina Nikolaeva Yotova wurde am 9. September 1998 in Warna, Bulgarien, geboren. Bekannt wurde sie 2015, als sie beim bulgarischen X-Factor das Finale erreichte. Seitdem hat sie mehrere Nummer-eins-Hits in Bulgarien veröffentlicht und war Coach in der bulgarischen Version von „The Voice", wo sie zweimal ihre Schützlinge zum Sieg führte.

2025 erschien ihr konzeptuell ambitioniertestes Album ADHDARA, mit dem sie einen internationalen Sound entwickelte. Die ESC-Teilnahme war der logische nächste Schritt — und sie führte direkt zum größten Erfolg ihrer Karriere. Unter der Regie von Fredrik Rydman, der bereits Schweden 2015 und Finnland 2023 auf die ESC-Bühne gebracht hatte, entstand eine Performance, die das Finale optisch dominierte.

Den Marcel-Bezençon-Preis für künstlerische Leistung nahm Dara ebenfalls mit nach Hause.

Kein Finnland-Triumph, aber eine Überraschung der anderen Art

Die Buchmacher hatten sich klar positioniert: Finnland, vertreten durch Linda Lampenius und Pete Parkkonen, galt als Topfavorit. Bulgarien war im Laufe des Finaltages auf Platz drei der Wettquoten geklettert — hinter Finnland und Israel. Was folgte, war ein klarer Triumph gegen den Markttrend.

Es ist nicht das erste Mal, dass der ESC Buchmacher überrascht. Doch selten war der Sieger so eindeutig in beiden Wertungssystemen — Jury und Publikum — gleichzeitig der Beste. Dara gewann nicht durch Regionalblöcke oder politische Präferenzen, sondern durch eine Performance, die in ganz Europa überzeugte.

Was kommt als Nächstes?

Der bulgarische Sender BNT hat bereits erklärt, den ESC 2027 ausrichten zu wollen. Für ein Land, das erst 2005 beim Eurovision Song Contest debütierte und nach einem Aussetzer 2022 wieder auf der großen Bühne steht, ist das ein gewaltiger Sprung. Die Vorbereitungen dürften bald beginnen.

Dara selbst hat noch keinen Veranstaltungsort genannt — aber Warna, ihre Geburtsstadt am Schwarzen Meer, ist bereits im Gespräch. Eine Stadt, die in Europa wenig bekannte ist, könnte schon 2027 Austragungsort des meistgesehenen nicht-sportlichen Fernsehevents der Welt sein.

Für Bulgarien ist dieser Sieg mehr als Musikgeschichte. Er ist ein kultureller Moment — und Dara hat ihn sich verdient.

ESC 2026: Das Jahr des Boykotts

Der Sieg von Dara überschattete in gewisser Weise eine grundlegende Debatte, die den ESC schon seit Monaten begleitete. Fünf europäische Länder sagten ihre Teilnahme ab, weil Israel trotz des anhaltenden Gaza-Krieges zugelassen wurde. Island, Irland, die Niederlande, Slowenien und Spanien — fünf Nationen, die sonst immer dabei sind, fehlten. Es war der größte kollektive Rückzug seit mehr als fünfzig Jahren.

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hatte Israel unter Auflagen zugelassen und Sicherheitsvorkehrungen rund um die Wiener Stadthalle verschärft. Die Demonstrationen vor dem Veranstaltungsort waren groß — innerhalb der Halle aber feierte Europa Musik, und Dara holte sich den Pokal.

Das ist vielleicht die eigentliche Botschaft des Abends: Selbst in einem Jahr politischer Zerrissenheit schafft es der Eurovision Song Contest, einen Moment zu erzeugen, über den ganz Europa spricht. Dass es diesmal eine junge Bulgarin aus Warna mit einem Lied über Maskentraditionen war — das hat etwas von einer echten ESC-Geschichte.

Quellen: European Broadcasting Union (EBU), Wikipedia/Eurovision Song Contest 2026, Eurovoix, ESC-Ergebnisse 16. Mai 2026, Wirtschaftsdaten Statista.

EinordnungDer Sieg zeigt, dass auch kleinere europäische Länder durch authentische kulturelle Angebote internationale Erfolge erzielen können. Für deutsche Musikfans ist relevant, dass der nächste ESC 2027 nun in Bulgarien stattfinden wird.
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Dara aus Bulgarien: Der historische ESC-Sieg 2026

Dara feiert den ESC-Sieg 2026 für Bulgarien in Wien

Mit ihrem Auftritt in Wien schrieb Dara Geschichte: Bulgarien holte zum ersten Mal in seiner Eurovision-Geschichte den Sieg beim Eurovision Song Contest 2026. Die Sängerin begeisterte das Publikum in der Wiener Stadthalle und überzeugte auch die Punktrichter aus ganz Europa. Ihr Sieg überraschte viele Experten, die vor dem Finale auf Finnland als Favorit gesetzt hatten.

Das Ergebnis zeigt einmal mehr, wie unberechenbar der Eurovision Song Contest sein kann — und wie stark die Fanbase aus Osteuropa bei Televoting-Entscheidungen ist. Für Bulgarien ist es der erste große Triumph bei Europas größtem Musikwettbewerb.

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Quelle: ZenNews24
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