AfD bei 29 Prozent: INSA-Umfrage zeigt neuen Höchstwert seit der Bundestagswahl
CDU/CSU fällt auf 22 Prozent – SPD stagniert bei 12 Prozent, während die AfD weiter zulegt
Eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA zeigt die AfD heute mit 29 Prozent auf einem neuen Hochstand seit der Bundestagswahl im Februar 2025. Damit ist die AfD laut INSA die stärkste Partei in Deutschland – mit einem Abstand von 7 Prozentpunkten vor der CDU/CSU.
Das Ergebnis im Überblick
Die aktuelle INSA-Umfrage (16. Mai 2026) zeigt folgendes Bild:
- Die AfD erreicht in der INSA-Umfrage 29 Prozent und ist damit so stark wie nie seit der Bundestagswahl 2025.
- Die regierende CDU/CSU fällt auf 22 Prozent und verliert deutlich an Zustimmung seit Amtsantritt von Kanzler Merz.
- Die SPD stürzt auf 12 Prozent ab und hat damit fast die Hälfte ihrer Wähler seit der Bundestagswahl verloren.
- AfD: 29 Prozent (+8,2 Prozentpunkte gegenüber BTW2025)
- CDU/CSU: 22 Prozent (–6,5 pp gegenüber BTW2025)
- Grüne: 14 Prozent (+2,4 pp)
- SPD: 12 Prozent (–8,5 pp)
- Linke: 10 Prozent (+1,2 pp)
- BSW: 3 Prozent
- FDP: 3 Prozent (weiter unter der 5-Prozent-Hürde)
Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 erhielt die AfD 20,8 Prozent – seitdem hat sie rund 8 Prozentpunkte zugelegt.
AfD als klare Nummer eins
Noch nie seit der Bundestagswahl war der Abstand zwischen AfD und CDU/CSU so groß wie in dieser Umfrage. Die CDU/CSU, die unter Bundeskanzler Friedrich Merz die Regierung anführt, fällt auf 22 Prozent – ihr schwächster Wert seit dem Regierungsantritt. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD kommt zusammen lediglich auf 34 Prozent und hätte in einer hypothetischen Neuwahl keine Mehrheit.
Dass die AfD ausgerechnet die regierende CDU/CSU in den Umfragen so deutlich überholt hat, ist politisch brisant. Denn während CDU-Wähler bei der Bundestagswahl auf einen Politikwechsel gesetzt hatten, profitiert nun die AfD von dem Unmut über die bisherige Regierungsarbeit.
SPD auf historischem Tiefstand
Für die SPD bedeuten 12 Prozent in der INSA-Umfrage einen erschreckenden Absturz. Noch bei der Bundestagswahl 2025 erreichte die SPD 20,5 Prozent – seitdem hat sie fast die Hälfte ihrer Wähler verloren. Die Sozialdemokraten kämpfen als Juniorpartner in der Koalition mit der CDU/CSU mit einem massiven Vertrauensverlust.
SPD-Parteichef Lars Klingbeil und Co-Vorsitzende Saskia Esken stehen unter wachsendem Druck. Kritiker innerhalb der Partei fordern ein schärferes Profil gegenüber der CDU/CSU – die Basis verlangt neue Köpfe und klarere Positionen.
Einordnung: Was bedeuten diese Zahlen?
Einzelumfragen sind kein Wahlergebnis. INSA gilt als ein Institut mit tendenziell hohen AfD-Werten – der Durchschnitt mehrerer aktueller Institute liegt für die AfD bei rund 27 bis 28 Prozent. Dennoch markiert das heutige Ergebnis einen Trend, der sich durch alle Meinungsforscher zieht: Die AfD legt zu, die Regierungsparteien verlieren.
Für eine mögliche Regierungsbildung hätte die aktuelle Koalition aus CDU/CSU (22 Prozent) und SPD (12 Prozent) zusammen nur 34 Prozent – weit entfernt von einer parlamentarischen Mehrheit. Selbst unter Einbeziehung der Grünen (14 Prozent) käme dieses Lager nur auf 48 Prozent.
Die AfD bleibt von allen anderen Parteien als Koalitionspartner ausgeschlossen (sogenannte Brandmauer). Das bedeutet: Trotz ihrer Stärke in Umfragen ist die AfD aktuell nicht in der Lage, eine Regierung zu bilden – was die politische Blockade in Deutschland weiter verschärft.
Umfrageverlauf 2017–2026 (Quartalsdurchschnitt) | Quelle: bundestagwahlumfrage.de















