AfD bei 28 Prozent, Merz bei 15 Prozent Zustimmung: Die Umfragedaten, die die Union alarmieren müssen
Aktuelle YouGov-Sonntagsfrage zeigt: CDU/CSU auf Allzeittief, AfD dominiert – und selbst Unionswähler zweifeln an Merz
Die neueste YouGov-Sonntagsfrage bringt alarmierende Zahlen für die Bundesregierung: Die AfD führt das Feld mit 28 Prozent an, während die CDU/CSU auf 22 Prozent absackt. Und Bundeskanzler Friedrich Merz kommt auf gerade noch 15 Prozent persönlicher Zustimmung.
Die Zahlen im Überblick
YouGov-Sonntagsfrage Mai 2026:
- AfD: 28 Prozent (+1 gegenüber Vormonat)
- CDU/CSU: 22 Prozent (niedrigster Wert seit September 2021)
- SPD: 13 Prozent
- Grüne: 13 Prozent
- Linke: 11 Prozent
Noch gravierender: Nur 15 Prozent der Bürger bewerten Merz' Arbeit als Bundeskanzler positiv – ein Einbruch von fünf Punkten gegenüber April. 81 Prozent sind unzufrieden. Die Bundesregierung insgesamt kommt auf 16 Prozent Zustimmung, 82 Prozent Unzufriedenheit.
Quelle: YouGov Deutschland | Tagesspiegel
Selbst Unionswähler zweifeln
Besonders beunruhigend für die CDU: Selbst unter Unionswählern bewertet nur noch ein gutes Drittel (38 Prozent) Merz' Kanzlerarbeit positiv – ein Minus von acht Punkten im Monatsvergleich. Das deutet darauf hin, dass die Unzufriedenheit nicht nur von der Opposition kommt, sondern mitten in der eigenen Wählerschaft liegt.
Warum bricht die Zustimmung ein?
Analysten nennen mehrere Faktoren:
- Der DGB-Kongress-Eklat: Merz wird von Gewerkschaftern ausgebuht – breite Medienpräsenz mit negativem Bild
- Keine sichtbaren wirtschaftlichen Erholungszeichen – Inflation drückt weiterhin auf Kaufkraft
- Migrations-Debatte: Merz liefert keine spürbaren Ergebnisse trotz harter Rhetorik
- Das Empfinden einer „Regierung der Ankündigungen" ohne Umsetzung
Was bedeutet das für 2029?
Bei einer Bundestagswahl mit diesem Stimmungsbild wäre die AfD stärkste Kraft – und regierungsunfähig zugleich, da keine demokratische Partei eine Koalition mit ihr eingehen will. Das Dilemma: Je länger die CDU/CSU schwächelt, desto mehr verdichtet sich die politische Blockade.
Innerparteilich mehren sich die Stimmen, die nach Alternativen zu Merz suchen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst gilt als einer der wenigen CDU-Politiker, der aktuell Zustimmungswerte deutlich über dem Bundesdurchschnitt erzielt.
Historische Einordnung
Zur Erinnerung: Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 erhielt die CDU/CSU noch 28,5 Prozent. Innerhalb von 15 Monaten ist das auf 22 Prozent gefallen. Die AfD – damals bei 20,8 Prozent – hat diese Lücke nahezu vollständig aufgesogen.




















