ZenNews24› Politik› Schröder: Putin-Besuch sorgt für Eklat in Berlin Politik Schröder: Putin-Besuch sorgt für Eklat in Berlin Altkanzler feiert mit Putin in Moskau – scharfe Kritik aus der deutschen Politik Von Markus Bauer 10.10.2026, 03:45 Uhr 5 Min. Lesezeit Zu diesem ThemaUkraine-Krieg →Russland-NATO-Spannungen ↑↑Friedrich Merz ↓In KürzeAltkanzler Gerhard Schröder nahm an Feierlichkeiten mit Wladimir Putin im Kreml teil und löste damit parteiübergreifend scharfe Kritik aus.Bundeskanzler Merz hatte Schröder als Ukraine-Vermittler bereits ausgeschlossen; SPD erwägt erneut Parteiausschlussverfahren.Auswärtiges Amt betont, keine Kenntnis über offizielle Mission Schröders gehabt zu haben; Kritiker warnen vor Legitimierung von Putins Kriegspolitik. Altkanzler Gerhard Schröder hat in Moskau an Feierlichkeiten mit Wladimir Putin teilgenommen und damit in Berlin einen politischen Eklat ausgelöst. Nach Informationen aus Regierungskreisen wurde Schröder am Wochenende bei einer offiziellen Veranstaltung an Putins Seite gesichtet, was in der deutschen Politik parteiübergreifend scharfe Reaktionen hervorrief. Die Bundesregierung distanzierte sich umgehend von dem Auftritt des SPD-Mitglieds.InhaltsverzeichnisWas ist in Moskau genau passiert?Warum sorgt der Besuch für so viel Empörung?Wie reagieren die Parteien im Bundestag?Welche rechtlichen und politischen Konsequenzen drohen Schröder?Was bedeutet der Eklat für die deutsche Ukraine-Politik? Schröder nahm an einer Veranstaltung mit Putin in Moskau teil, Bilder gingen durch internationale Medien Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Schröder bereits bei der Karlspreisverleihung als möglichen Ukraine-Vermittler ausgeschlossen SPD-Führung erwägt erneut Parteiausschlussverfahren gegen den Altkanzler Kritiker warnen vor Legitimierung von Putins Kriegspolitik durch deutsche Altpolitiker Der Auftritt Schröders fällt in eine Phase, in der der Kreml wiederholt Signale zu möglichen Gesprächen mit der Ukraine ausgesendet hat. Bereits in den vergangenen Wochen hatte Putin öffentlich angedeutet, Schröder könne als Vermittler fungieren – ein Vorschlag, der in Berlin durchweg auf Ablehnung stieß, wie unser Artikel Putin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg vor dokumentiert. Was ist in Moskau genau passiert? Nach übereinstimmenden Berichten nahm Schröder an einer Feierlichkeit teil, bei der auch Putin anwesend war. Die genauen Umstände des Treffens sind bislang nicht vollständig geklärt, offizielle Stellen in Moskau äußerten sich zurückhaltend zu Details des Programms. ZenNews24 auf YouTube Deutsche Diplomaten in Moskau zeigten sich überrascht von der Öffentlichkeitswirkung des Auftritts. Das Auswärtige Amt bestätigte, man habe keine Kenntnis über eine offizielle Mission Schröders gehabt. Reaktionen aus dem Bundeskanzleramt Aus Regierungskreisen hieß es, der Auftritt Schröders entfalte keinerlei diplomatische Wirkung und stehe in keinem Zusammenhang mit der offiziellen deutschen Ukraine-Politik. Bundeskanzler Merz hatte bereits bei der Karlspreisverleihung in Aachen klargestellt, dass eine Vermittlerrolle Schröders für die Bundesregierung nicht infrage komme, wie im Artikel Merz bei Karlspreisverleihung: Schröder als Putin-Vermittler kommt nicht infrage nachzulesen ist.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Warum sorgt der Besuch für so viel Empörung? Presse Konferenz Berlin Politiker Mikrofone Rednerpult Medien Journalisten Die Bilder aus Moskau werden von vielen Beobachtern als problematisches Symbol gewertet, da sie inmitten des andauernden Krieges gegen die Ukraine entstanden. Kritiker sehen darin eine indirekte Aufwertung von Putins Position auf internationaler Bühne. Besonders brisant ist der Zeitpunkt: Erst kürzlich hatte ein Sicherheitsexperte vor den Risiken gewarnt, die von Putins wiederholten Vermittlungsvorschlägen über Schröder ausgehen, siehe Sicherheitsexperte kritisiert Putins Schröder-Vorschlag als Vermittlung. Historische Belastung der Beziehung Schröders langjährige Nähe zu Putin ist seit Jahren Gegenstand kontroverser Debatten in Deutschland. Die persönliche Freundschaft der beiden, die bis in die Zeit vor dem Ukraine-Krieg zurückreicht, wird in dem Beitrag Gerhard Schröder und Wladimir Putin: Eine gefährliche Freundschaft ausführlich beleuchtet. Diese historische Dimension macht den aktuellen Auftritt für viele Beobachter noch schwerer erträglich, da er alte Wunden in der deutschen Russlandpolitik wieder aufreißt. Wie reagieren die Parteien im Bundestag? Die Reaktionen im Bundestag fielen parteiübergreifend scharf aus. Vertreter nahezu aller Fraktionen forderten Konsequenzen, wenngleich die Vorschläge im Detail variieren. Die SPD-Führung steht besonders unter Druck, da Schröder nach wie vor Parteimitglied ist. Parteivorsitzende betonten, man prüfe erneut mögliche Schritte, nachdem frühere Ausschlussverfahren gescheitert waren. Position der Union und der Opposition Aus der Unionsfraktion kamen Forderungen nach einer klaren Distanzierung der SPD von Schröders Verhalten. Auch aus den Reihen der Grünen wurde eine Überprüfung von Schröders verbliebenen Ehrenämtern und Privilegien gefordert. Fraktionspositionen: CDU/CSU fordert klare Distanzierung der SPD und Überprüfung von Schröders Privilegien, SPD erwägt erneutes Parteiausschlussverfahren, Grüne verlangen Entzug von Ehrenämtern und staatlicher Unterstützung, AfD kritisiert die Aufregung als übertrieben und wirft der Bundesregierung Doppelmoral in der Russlandpolitik vor. Welche rechtlichen und politischen Konsequenzen drohen Schröder? Rechtlich bewegt sich Schröder nach Einschätzung von Verfassungsrechtlern in einem Graubereich, da er kein Regierungsamt mehr innehat und private Reisen grundsätzlich nicht genehmigungspflichtig sind. Das Bundesverfassungsgericht hat sich in früheren Verfahren zu Fragen der Amtsträgerpflichten ehemaliger Regierungschefs nicht abschließend geäußert, da Schröder formal als Privatperson auftritt. Politisch jedoch wiegen die Vorwürfe schwer, insbesondere mit Blick auf Schröders Nähe zu russischen Energiekonzernen, die ihm in der Vergangenheit bereits Kritik eingebracht hatte. Was der Bundesrat zur Russlandpolitik sagt Der Bundesrat hat sich in den vergangenen Monaten mehrfach mit Fragen der Sanktionspolitik gegenüber Russland befasst und in Entschließungen eine konsequente Haltung der Länder gegenüber russischen Einflussversuchen gefordert. Diese Linie steht im deutlichen Kontrast zu Schröders öffentlichem Auftreten. Mehrere Länderregierungen hatten zudem bereits in der Vergangenheit gefordert, Schröders Ruhestandsbezüge sowie sein Büro im Bundestag kritisch zu überprüfen. Was bedeutet der Eklat für die deutsche Ukraine-Politik? Für die Bundesregierung kommt der Vorfall zu einem heiklen Zeitpunkt, da derzeit intensive diplomatische Bemühungen um eine mögliche Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg laufen. Ein Auftritt wie der Schröders könnte internationale Partner verunsichern, warnen Experten. Bereits zuvor hatte Putin mehrfach öffentlich Gesprächsbereitschaft mit der Ukraine signalisiert und dabei Schröder ins Spiel gebracht, worüber der Beitrag Putin deutet Gespräche mit Selenskyj an – Schröder als Vermittler? berichtet. Einschätzung von Außenpolitik-Experten Außenpolitische Sprecher mehrerer Fraktionen warnten davor, dass Moskau den Auftritt gezielt für Propagandazwecke nutzen könnte. Die Bundesregierung müsse klarstellen, dass Schröder keinerlei offizielles Mandat besitze, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Auch ein zweiter Bericht zu Putins Vermittlungsvorschlägen, Putin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt vor, zeigt, wie konsequent der Kreml versucht, Schröder als Brücke zu Berlin zu positionieren – trotz wiederholter Zurückweisung durch die Bundesregierung. Frühjahr 2026Putin bringt Schröder erstmals öffentlich als möglichen Vermittler im Ukraine-Krieg ins Gespräch. Mai 2026Bundeskanzler Merz weist bei der Karlspreisverleihung in Aachen eine Vermittlerrolle Schröders entschieden zurück. Sommer 2026Sicherheitsexperten warnen vor den Risiken einer Legitimierung Putins durch deutsche Altpolitiker. Oktober 2026Schröder nimmt an Feierlichkeiten mit Putin in Moskau teil – scharfe Kritik aus Berlin und erneute Debatte über Parteiausschluss. Um die aktuelle Parteien-Konstellation im Umgang mit der Russlandpolitik einzuordnen, lohnt ein Blick auf die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag: FraktionSitze im BundestagPosition zu Schröders Russlandkontakten CDU/CSU208Klare Ablehnung, Forderung nach Konsequenzen SPD120Distanzierung, Prüfung von Parteiausschluss Grüne85Forderung nach Entzug von Privilegien AfD152Relativierung, Kritik an Doppelmoral der Regierung Nach Angaben von infratest dimap sprechen sich derzeit rund 78 Prozent der Befragten dafür aus, dass Schröder seine ehemaligen Vorstandsposten bei russischen Energiekonzernen offenlegen und Konsequenzen für sein politisches Auftreten tragen sollte. Das Statistische Bundesamt weist zudem auf anhaltende wirtschaftliche Verflechtungen einzelner deutscher Unternehmen mit russischen Partnern hin, die durch solche Auftritte neu in den Fokus geraten. Der Spiegel berichtete zudem, dass innerhalb der SPD-Spitze die Stimmen für einen endgültigen Bruch mit dem Altkanzler lauter werden. Der Fall Schröder bleibt damit ein Dauerthema der deutschen Russlandpolitik, das weit über die Person des Altkanzlers hinausweist. Wie die Bundesregierung und die SPD in den kommenden Wochen reagieren, dürfte richtungsweisend für den Umgang mit ähnlichen Fällen politischer Altlasten sein. Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Was bisher geschah09.10. 04:373 Quellen berichten darüber09.10. 11:145 Quellen berichten darüber10.10. 03:4510 Quellen berichten darüber10.10. 03:45Putin-Besuch sorgt für Eklat in BerlinCoverage: 25 Berichte zu dieser Geschichte aus 10 Quellen. Hol mich auf den Stand →Mehr zum ThemaInternationalvor 11 TagenRussland bombardiert Akademie in KyjiwInternationalvor 17 TagenEU-Sanktionen gegen Russland laufen ausInternationalvor 25 TagenNATO schießt erstmals Drohne über Litauen abPolitikvor 27 TagenDrohnenanschlag Leipzig: Ermittler belasten Russlands Geheimdienst Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 M Markus Bauer Technologie & Digitales Markus Bauer verfolgt die Entwicklungen in Tech, KI und Digitalpolitik. Er analysiert, wie neue Technologien Gesellschaft und Wirtschaft verändern — von Datenschutz bis Plattformregulierung. 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